Dielen schleifen und versiegeln, Arbeitszeit und Kosten?




Hallo,
ich habe zwar shcon etwas gelesen, aber mir ist noch nicht klar, wie die Kosten für das Schleifpapier und Versiegelung für Dielen zu veranschlagen sind. Maschine leihen für einen Tag 40 Euro, hab ich gelesen. Aber die Verbrauchsmaterialien?
Zudem wüste ich gerne wie lange ein Laie mit dieser Arbeit beschäftigt ist? Es geht insbesodnere um ein ca. 27 qm Zimmer, Dielen sind schon geschliffen und versiegelt (also kein Ochsenblut mehr drauf), sehen aber nicht mehr so grandios aus. Und wie sieht es mit den Ritzen aus? Macht es Sinn die mit Silikon zuzuschmieren?
Ich habe noch nie Dielenböden saniert, bin aber handwerklich ganz gut beisammen und überlege das selbst zu machen. Hängt aber auch stark vom Arbeitsaufwand ab.
Wenn ich es machen lasse, was ist da ein realistischer Preis? 20 Euro/qm? Inklusive oder cxklusive Material?





Habe im Dezember 36 qm in einer vermieteten Wohnung machen lassen. Mehrfach schleifen, Fugen wurden gefüllt und der Boden geölt. Dauer zwei Tage, plus 2 Tage warten bis der Boden "belastbar" war. Hinzu 1 Tag putzen (jede Menge Staub).

Hatte hierzu eine Ausschreibung in einem Handwerkerauktionshaus eingestellt. Kosten qm waren incl. Material 18 €.



Ich



hab das Fußbodenschleifen verflucht... Profis sind oft VIEL schneller und das Resultat wird besser. Bei uns ist immer ein volles Wochenende draufgegangen, wenn wir Ölen wollten inkl. Feinschliff zwei, die Profis haben bei uns ein Zimmer in Rekordzeit erledigt - Ankunft um 9:30, Abfahrt mit fertig versiegeltem Boden und Fußleisten 12:00, selber Tag. Wüßte sehr gern, wie die das gezaubert haben, aber einsame Spitze!





Ah okay, das sind Richtwerte.
@ich: Wie viele Wochenden hast du mit wie vielen Leuten für wie viel Quadratmeter genau gebraucht?



Zu zweit



relativ unabhängig von der Fläche - einmal waren es 2 Räume mit einsgesamt ca. 30m2 und einmal 4 Räume mit ungefähr 55m2. Dann hatten wir noch zweimal Profis, jeweils für einen Raum mit 18 bzw. 22m2, im ersten Raum war das wie beschrieben rekordverdächtig schnell fertig, im zweiten war der Boden recht wacklig, die haben auch einiges ausgebessert, da haben sie zu zweit einen ganzen Arbeitstag gebraucht.

Als Maschine hatten wir verschiedene Lägler Hummel von 2 verschiedenen Verleihern (einmal Baumarkt, einmal Werkzeugfachhandel) und eine von Bona, alle mit den gleichen Schleifbändern (Größe) und alle mit dem gleichen Problem - etwa 20mm breite und fast 1mm tiefe halbrunde Längsrillen an einer Seite der Walze, wobei uns niemand erklären konnte, woher die kommen. Die nach dem 120er-Schliff dann mit der Tellermaschine wegzuschleifen war ein Alptraum.

Allerdings waren das bei uns sehr unebene Eichenböden, die mit 24er-Körnung 6 Schleifgänge (längs, quer, diagonal in beide Richtungen und nochmal längs und quer) erfordert haben. Viermal mußten wir aber auch mit den feineren Körnungen drüber. Das dürfte bei einem Weichholzboden schneller gehen.



Der Schliff...



...sollte diagonal über Kreuz bis zur Ebenheit erfolgen, danach längs. Dielenböden sollten nicht quer geschliffen werden.

Silikon ist im Fußbodenbereich tabu. Es gibt spezielle Parkettfugenkitte auf Kunstharzdispersionsbasis, oder die Fugen werden offengelassen, oder ausgeleistet.

Kosten? Fragt einfach bei Euerem Verleiher.

Grüße

Thomas



Längs



und quer haben wir ja auch nur Fischgrät geschliffen, sorry, hätte ich anmerken sollen.

Genaue Preise weiß ich leider nicht mehr, das hat damals mein Vater gemacht, aber ein paar zig Euro für Schleifbänder haben wir schon dortgelassen (für ein Zimmer braucht man natürlich ein paar Schleifbänder weniger als für 4 auf einmal, aber bei den groben Körnunen 2 sollte man schon haben).