Wandheizung - Rohrlänge

03.07.2013 Mo77



Hallo, ich möchte mehrere Heizkreise in die Wand machen. Die Rohrlänge soll ca. 80m sein.

Wenn ich jetzt 200m Rohre nehm hab ich ja einen hohen "Verschnitt". Besser gesagt ein Restrohr von 40 Metern.

Ich möchte eigentlich auch nicht aus zwei 40 m Stücken eins machen. Somit härtte ich eine Verbindung/Verpressung in der Wand.
Frage 1: Sehe ich das unnötigerweise Kritisch?
Frage 2: Macht es Sinn am Übergang Wand zu Boden einen Winkel setze (ähnlich wie ich ein WEM Klimaregister anschließen würde)

Oder muss ich in den sauren Apfel beissen und mit den Reststücken leben. (Preislich gesehen ja auch nicht die Welt, läppert sich aber bei 14 Heizkreisen)

Alternativ wäre auch noch eine 500m Rolle. Ich glaub die sind aber unhandlich.

Wie machen das die Profis bzw. die erfahrenen Handwerker?

Eine Frage hab ich noch: Was habt ihr für Erfahrungen mit Klemmschienen gemacht. Gibt es gute/günstige Alternativen zu denen von WEM (sorry Hr. Meurer)

Danke und einen angenehmen Abend.

Mit den besten Grüßen



Wandheizungsrohre



Hast Du denn was genaues geplant oder wie sind Deine Randbedingungen? Welche Flächen stehen denn zur Verfügung und wieviel Wärme brauchst Du denn für den Raum, welche Vorlauftemperaturen werden angestrebt? Wenn man diese Bedingungen kennt, kann man berechnen, wieviel Rohr gebraucht wird und kann die Längen dann sinnvoll aufteilen...Verbindungen würde ich auch immer vermeiden.

Günstig zu beschaffen sind 16x2 Metallverbundrohre und entsprechende Schienen, wobei man hier darauf achten sollte, dass die Clipschienen nicht über das Rohr hinausstehen - es putzt sich sonst bescheiden.



Rohrlänge/Raumgröße



Ist es denn überhaupt sinnvoll, für jeden einzelheizkreis exakt 80m bzw. überhaupt die immer gleiche Länge zu nehmen? Die Räume sind doch sicherlich unterschiedlich groß und anders geschmn, bzw. die Verlegung der Rohre findet unterschiedlich weit vom Heizkreisverteiler statt. So genau kann man doch im voraus gar nicht genau wissen, wieviel Meter man exakt für die Verlegung braucht.

Um die unterschiedlichen Rohrlängen auszugleichen, gibt es doch in den Heizkreisverteilern Regelmöglichkeiten, also halb so schlimm, wenn es da Abweichungen gibt. Irgendwo steht auch geschrieben, vieviel Meter Rohr z.B. ein Klemmfitting/90°-Fitting entspricht, das kann man dann ja ggf. bedenken.

Mit der richtigen Abrollhaspel sind 500m-Rollen genau so handlich/unhandlich wie 200m-Rollen.



Heizkreislängen



Die möglichst gleichen Heizkreislängen haben den Vorteil, dass sich durchflußmäßig keine großen Unterschiede ergeben...ich denke mal, der hydraulische Abgleich fällt dann deutlich schwerer...die kürzeren Kreise haben den geringeren Strömungswiderstand und damit den größten Durchfluß...dort wird dann sicherlich auch die meiste Wärme eingespeist und nicht benötigt.

Ich habe mir im Excel einfach die Wand in Zeilen und Spalten "gerastert" und die Rohre dann dort eingezeichnet...dann läßt sich hinreichend genau die Rohrlänge bestimmen und auch die Entfernung zum HKV mit einpassen. Ein weiterer Vorteil - was man vorher an Gehirnschmalz reinsteckt, was Verlegung etc angeht, macht es einem bei der Umsetzung leichter, da man den Plan vor sich hat und weiß wo man hinwill - auch begibt man sich nicht in Irrwege, aus denen man nicht mehr herauskommt, weil das Rohr schon gebogen ist :-)



Prioritäten



Bei der Planung meiner Wandheizung war es mir wichtiger, einzelne, verschieden große Räume mit unterschiedlicher Nutzung und jeweils eigener Steuerung durch Thermostate auch individuell per Etagenverteiler anzusteuern. Dabei ist es nun mal nicht immer möglich, gleiche Rohrlänge pro Heizkreis einzusetzen. Selbst große Räume, die ich mit mehreren Heizkreisen ansteuere habe ich dabei nicht stur rein rechnerisch nach Fläche/Rohrlänge unterteilt, sondern nach Nutzungszonen.
Ob nun deswegen der hydraulische Abgleich schwieriger wird, mag ggf. nicht optimal sein, sollte aber für Fachleute (hoffentlich) lösbar sein.



Danke



"wobei man hier darauf achten sollte, dass die Clipschienen nicht über das Rohr hinausstehen - es putzt sich sonst bescheiden."

@joerjen
und genau solche will ich! Kennt jemand gute bezugsmöglichkeiten?
Danke und Grüße



Die gleichen Gedanken



habe ich mir auch gemacht.

Für den Abgleich ist es wirklich einfacher, wenn der hydraulische Widerstand (=Rohrlänge) in allen Kreisen annähernd gleich ist - er kann dann nämlich komplett entfallen :-) Verbinder - egal welche - vermeide mittlerweile möglichst komplett. Solanger der Platz reicht, ist das ganz gut machbar.

Im Zweifelsfalle verlege ich immer ein paar Rohrmeter mehr (z.B. 100m pro Kreis) - damit gibt es keinen Verschnitt und die Vorlauftemperatur kann u.U. noch ein Grad runter. Wenn die Wandfläche knapp wird, kann man auch mal ein paar Schleifen etwas enger verlegen.

Nutzungszonen gibt es bei mir nicht. Durch die Anbindung an den Etagenverteiler sind (zumindest bei mir) sowieso die meisten Wände warm - ich drehe eher einen kompletten Kreis in der Mitte des Raumes ab.


Klemmschienen habe ich bei einen Händler via Ebay geholt ( http://stores.ebay.de/Shebde ). Ich brauch aber nicht viel, da als thermische Trennung bei mir Schilfplatten zum Einsatz kommen. Da brauchts nur ein Bündel Kabelbinder um die Rohre optimal zu fixieren.



Schienen



Ich habe die Schienen von Viega hier, bei denen ist das so. Alle die ich in der Elektrobucht anfragte wußten es entweder nicht oder sie standen über die Rohre.

Die Viega-Schienen haben mich irgendwas um 1.50 EUR/m gekostet...



Das ist ziemlicher Unfug...



Mit annähernd gleicher Rohrlänge ist noch lange kein Hydraulischer Abgleich gemacht... Es kommt auch auf die zu transportierende Wärmeenergie an.

MfG,
sh



Heizkreislängen



Es wäre schön, wenn Du dann wenigstens den genauen Grund der möglichst gleichlangen Heizkreise nennst. Ich hatte Planungen von 3 Anbietern auf dem Tisch, die in etwa das gleiche aussagten...und alle strebten Heizkreise mit möglichst ähnlichen Heizkreislängen an.

Wenn der Durchfluß annähernd gleich ist, ist doch auch die transportierte Wärmemenge annähernd gleich...?



ritter sport



Meine Räume bzw der Bedarf sind nahezu gleich. Daher gleichlange Kreise. Hydraulischer Abgleich ist dann eher Herausforderung vom Heizi.

Danke für die beiden Bezugsquellen.
Gute Nacht



Eigentlich muss die Fragestellung...



... genau andersherum erfolgen:
Nicht die transportierte Wärmemenge ist entscheidend, sondern die ZU TRANSPORTIERENDE.
Das Auslegungskriterium ist natürlich die Heizlast des Raumes, diese determiniert dann auch die Länge des Heizkreises, resp. der Heizkreise, bedingt durch den Verlegeabstand, was wiederum Voraussetzung für den HA darstellt.

MfG,
sh