Versiegelung eines Holzdielenbodens mit Lack

20.12.2004



Liebes Forum,
in unserer Küche wird in den kommenden Tagen unser Vermieter den mit Lack versiegelten und inzwischen an einigen Stellen aufgeplatzten und verschmutzten Dielenholzboden (Fichte)abschleifen und anschließend wieder mit Lack versiegeln.
Nun meine Fragen:
Muß für die Neuversiegelung zwingend ein Lack verwendet werden?

Wenn ja, welcher Lack (Fabrikat) ist dann hierfür zu empfehlen?
Ich möchte als Allergiker keine weiteren Belastungen durch unnötige Ausdünstungen des Lackes.

Vorab vielen Dank und allen ein schönes Weihnachtsfest!
Gruß
Frank



Nicht zwingend!



Holzböden lassen sich auch mit Wachsen und Ölen schützen und pflegen!

Entweder selber herstellen oder über Hersteller wie Biofa, Livos und und beziehen!

Gruß

Michael



Warum Dielen versiegeln ??



-- dabei gibt es doch offenporige Öle und Hartwachsöle
von vielen nahmhaften Herstellern.
Wenn wir als Menschen uns versiegeln und lackieren würden,
müßten wir innerhalb kürzester Zeit dran glauben.
Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der, wenn er auch nicht mehr als ein Baum in der Gegend herumsteht, weiterhin durch
Nichts und Niemanden dazu überredet werden kann, seine
natürlichen Eigenschaften abzulegen.

Entweder natürlich belassen oder natürlich behandeln - mit
Öl oder Hartwachsöl

Andreas Milling





@ Andreas,
das hast Du gut gesagt.! Richtig bildhaft. Der mensch will heute immer wieder die Natur überlisten und wundert sich, daß es nicht geht. Auch am und im Haus sollten wir auf Natürlichkeit achten. Und Holz eben Holz lassen.

Viele Grüße
Dietmar



Auch ich



bin der Meinung: auf jeden Fall ölen und nicht lackieren. Geölte Böden sind pflegeleichter (beim putzen) und länger haltbar wie lackierte. Außerdem ist die Oberfläche viel schöner, da man das Holz spüren kann und keine Kunststoff-Oberfläche hat.
Man sollte aber einkalkulieren, dass sie in gewissen Abständen (Herstellerangaben beachten) nachgeölt werden müssen. Dies ist allerdings keine sehr aufwendige Arbeit.
Gute Produkte wurden von Michael Eckardt schon genannt.





Hallo,

Dies ist mein erster Beitrag hier. Ich lese seit langem mit und finde das Forum klasse.

Habe letztes Jahr ein 3-stöckiges Fachwerkhaus von 1860 renoviert. Hatte einen super Architekten zur Seite. Wir spassten immer darüber dass er so viel über die Alten Häuser weiss weil er damals schon Berufstätig gewesen sein muss als sie gebaut wurden (er ist über 70).
:-)

Doch nun zum Thema... das was ihr da über das Holz sagt ist ja alles schön und gut, doch im Bad ist mir das zu riskant gewesen. Ich habe aus Angst vor Wasserschäden an meinen tragenden Balken den Dielenbolden im ersten Stock komplett lackiert und auch sonst den Durchgang von Wasserdampf aber vor allem Wasser unmöglich gemacht (in die Wand eingelassene Folie zwischen auf Sand schwimmender Weichfaserplatte und Dielenboden). Es haben mir zwar viele davon abgreraten, aber eine wahre Alternative wurde mir nicht geboten.

Gruß,

Bo



Lack



bei einem Dielenboden im Bad, halte ich für riskant. Es gibt keine Lackschicht ohne Schäden. Durch die feinen Risse dringt die Nässe in den Holzboden, und kann nicht schnell genug wieder entweichen um keine Schäden zu verursachen.
Also Bo, ich drücke dir die Daumen, dass deine Lackierung lange ohne Schäden dicht hält.
Über die Folie ließe sich trefflich streiten.





Was hätte mir ein Fachmann anbieten können um mich zu überzeugen? Ich werde nämlich im Herbst ein Stockwerk höher vor der selben Frage stehen? Ich lerne gerne dazu.

Wäre eine Membranfolie (also von unten her Dampfdurchlässig), unter einem geölt-gewachsten Boden eine alternative?

Gruß,

Bo



Warum?



Welche Funktion soll die Folie erfüllen?



Na ja...



mein Statiker meinte ich solle meine leicht lädierten Balken gegen Feuchtigkeit schützen oder austauschen. Das war/ist der Grund für den Aufwand...



Klar,



man soll jeden Balken vor Feuchtigkeit schützen, aber wo kommt die Feuchtigkeit denn her. Ein Bad ist bei richtiger Nutzung kein wirklicher Feuchtraum (wie z.B. eine Wäscherei oder ein Schwimmbad). Hohe Luftfeuchtigkeiten treten nur kurzzeitig auf und sollten durch möglichst viele diffusionsoffene Flächen (Wände, Decke ...) gepuffert und dann durch die richtige Lüftung schnell abgetrocknet werden. Pfutzen werden nicht auf dem Holzboden stehen bleiben (würde ihm nicht bekommen).
Also frage ich mich, wo ist das Problem?