Wasserinstllation: Kupfer- o. Edelstahlrohr?

07.07.2006



Hi, arbeite mich erst langsam in die versch. Baumaterialien ein...viel zu tun ;-)
muß jetzt aber schnell entscheiden, da nächste Wo. die gesamte Wasserinstallation erneuert wird. Installateur bietet Edelstahl-, Kupfer- oder Friatherm (PVC)-Rohre an.
Hat jemand Ahnung über Vorteile/ Nachteile? Schnelle Antworten wären Super!
Grüße ins Bauland!



altmodisch, preisguenstig und zukunftssicher!



wenn du die moeglichkeit der eigenarbeit haben willst, empfehle ich kupfer, ganz herkoemmlich weichgeloetet.

diese neumodischen systeme sind sauteuer und koennen oft nicht ohne spezialwerkzeug bearbeitet werden. besonders uebel dann, wenn irgendein proprietaeres, nur von einem Hersteller angebotenes system vom markt verschwindet und du keine neuen teile mehr bekommst.

wenn du loeten kannst (einschliesslich der noetigen vorsichtsmassnahmen gegen feuer) und dir das zutraust, kannst du mit kupferinstallation viel geld sparen. auch und gerade bei umbauten/erweiterungen.

doch eine gewisse handwerkliche vorerfahrung und entsprechende planungskenntnisse halte ich fuer wichtig.

vielleicht hast du die wegen dem haus irgendwann, und dann koennte es wirklich sein, dass du froh bist, wenn du mal eben bei bedarf selbst eine Leitung legen oder umbauen kannst.

und das kannst du ohne teure installateure eigentlich zukunftssicher nur mit kupfer geloetet.

gruesse
paulchen



Friatherm



setze ich gerade ein.
Es braucht eine passende Rohrschere und einen Entgrater an Werkzeug.
Ich war begeistert, wie simpel es zu Verarbeiten ist. Da alle Winkel und Anschlüsse konisch sind, lässt sich alles zurechschneiden und probeweise zusammenstecken. Zu guter letzt wird verklebt. Das Material ist etwas teurer als Kupfer aber auch im Fachhandel zu bekommen.



Kupfer oder Stahl



Dachog. Man soll sich aber über den Endzustand der gesamten Installation schon im klaren sein. Erinnere nur an Lochfraß.Manch Meister mit mit noch nassem Zeugnis ist da schon drüber gestolpert. Mfg ut de Oltmark



Verbundrohrmaterial



Verbundrohrmaterialien von der Endlosrolle sind sehr effizient (Polytherm oder artgleiche Produkte), da man mit sehr wenig Formstücken auskommt und pressen oder aufschieben kann. Sehr schnelles Arbeiten und durch die Schneidringverbindungen absolut genial.
Gute Installationsbetriebe sind da aber aussagefähig.

Grüße Udo



schön teuer - aber das lieben wir ja



so ein quatsch. Verbundrohrmaterialien bereichern vor allem einen - den Installateur. Ich persönlich nehme Kupfer (hartlöten mit Sauerstoff/Acetylen) oder sogenannte PER-Rohre
aus Kunsstoff. Man kann zur Not auch Kupfer weichlöten mit Propanflasche...

mfg
Torsten





Hallo,
ich bin selbst gelernter Installateur. Nimm Kuper!!!
Hartgelötet wird schon lange nicht mehr, daß beschädigt nur den kristallinen Aufbau. Du kannst es weichlöten, daß Zubehör kriegst Du in jedem Baumarkt. Und wenn Du mal auf ein anderes System wechseln willst, gibt es Übergangsstücke! Du siehst es ist einfach und variabel. Dazu kommt noch eines, Kupfer wirkt "sterilisierend". Es bilden sich keine Keime im gegensatz zum Edelstahl. Wenn Du viel Kalk im Wasser hast würde ich auch dann Kunststoff und Kupfer empfehlen. Edelstahl wird nur in einem Bereich verwendet, in der Lebensmittelindustrie. Das brauchst Du nicht. Also, die Grundinstallation in den größeren Dimensionen machst Du am besten in Kunststoff, danach würde ich mit Kupfer weiterarbeiten. Das kann man sauber verarbeiten, und Du kannst es bei Belieben selbst ändern.Viel Glück, Andreas.



weichlöten...



Das ist witzig, ich habe noch NIE einen Installateur gesehen, der beispielsweise Heizungsrohre weichlötet. Egal. Ich habe auch noch nie Gasrohre weichgelötet gesehen. Hartlöten stört nicht mehr oder weniger den kristallinen Aufbau (vom Kupfer...??) als Weichlöten, es erhitzt einfach besser das Metall und erlaubt eine bessere Verbindung. Aber egal, ich könnte mir auch vorstellen, mit Kleber rohre zu verbinden, könnte vielleicht auch klappen....

torsten



weichloeten scheint akzeptabel, weil...



heutiges installationskupfer ist doch eh schon halbhart.
und weichloetung stoert das gefuege nicht so wie hartloeten und gibt eine elastischere, weniger bruchgefaehrdete (keine hitzeversproedung!) verbindung. soweit das was ich aus recherchen zur gleichen frage in aktuellen quellen finde.

hinzu kommt die moeglichkeit des elektrischen weichloetens.
das ist im Fachwerkhaus ein wesentlicher beitrag zum brandschutz.

von daher solle angeblich im installationsbereich wasser und Heizung bei normalen einsatzbedingungen heute weichloetung auch als akzeptabel angesehen werden.

wichtig: meine recherchen bezogen sich nur auf wasser- und heizungsberohrung. nicht auf gasleitungen! was dies thema angeht, war nicht mein interesse.



weichlöten



dünnere CU-Rohre darf man seit einiger Zeit nicht mehr hartlöten.

siehe

http://www.kupfer-institut.de/front_frame/frameset.php3?idcat=239&client=1&idside=552&idcatside=705&lang=1&parent=13

Dort steht ausch einiges zur Verarbeitung.

Gruß,

Rollie



Weiterhin --



-- gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit,
die Verbindungsstellen der Kupferrohre zu verpressen.
-
A.M.



Legionellen



Ave Fr. Müller,

Kupfer soll tatsächlich einhöheres resistenzverhalten gegenüber dem Legionellenkrankheitserregern haben, um 1oo% sicher zu sein müsste Wasser auf über 60°C erhitzt werden.

Verpressen der Rohre geht Schnell, ist für Selbstreparateure aber ungünstig so eine Presszange soll Richtig teuer sein.

Empfehle ebenfalls, Kupfer Weichlöten.

MfG Heiko



Häää???



Torsten schrieb:

"ich habe noch NIE einen Installateur gesehen, der beispielsweise Heizungsrohre weichlötet"

Wir haben unsere ganze Heizungsanlage sowie die neuen Wasserleitungen mit Kupfer weichgelötet ausgeführt.
Mein beratender Installateur sagte: "Kupfer weichgelötet hält 50 Jahre, gepresst 20."

Wir haben mit einer Lötzange gearbeitet, also ohne Flamme. So lässt sich auch in den engsten Ecken und nahe bei Holz problemlos arbeiten.

Siehe: http://www.rems.de/go.aspx?tid=15&lid=1&pgid=9

Wir hatten zwar ein anderes Gerät, mit dem wird's aber auch klappen.
Die Investition lohnt sich!!!!!


Gruss

Marc



zum Thema HÄAAH? (siehe Kupferinstitut...)



Zitat Kupferinstitut:

" Gilt das o. a. Hartlötverbot auch für andere Anwendungsbereiche?

Nein! Im Gegenteil: In Gasanlagen wird, wenn gelötet werden soll, das Hartlöten sogar zwingend gefordert. Ähnlich verhält es sich in Solaranlagen, bei denen eine besonders hohe thermische Belastung der Rohrverbindungen zu erwarten ist.

In Heizungsanlagen und anderen geschlossenen Systemen wie Solar– oder Kühlkreisläufen ist – im Gegensatz zu Trinkwasser–Installationen – durch das Hartlöten keine Korrosionsgefährdung zu erwarten, da der für Korrosionsvorgänge notwendige Sauerstoff in derartigen Anlagen nicht vorhanden ist."

Was schliesse ich daraus: wenn ich von Installation spreche meine ich Heizung, druck- und hitzebeanspruchte Installationen (Solar). Wenn IHR von Installation sprecht, redet ihr von max. 3 bar Trinkwasser. Aber da tuts ein Gartenschlauch ja auch. Wir sprachen quasi aneinander vorbei. Jedenfalls habe ich jetzt gelernt, dass wenn man Trinkwasserrohre löten möchte, weichlot empfehlenswert ist.

Man lernt ja immer wieder was dazu.

ciao
Torsten



Wasserdruck



Wir haben aber 10bar Wasserdruck und das weichgelötete hält trotzdem (und die alte Leitung hart auch Jahre gehalten).

Für Solaranlagen ist sicherlich Hartlot vorzuziehen.

Gruss

Marc



...gibt es keinen Druckminderer bei euch??



Wie gesagt, selbst Kleben hält.

mfg

Torsten



Aufklärung ;)



Hallo,

ich mische mich mal ein. Und versuche für etwas Klarheit zu sorgen. Das sind die derzeitigen Verordnungen der TRGI und DVGW !

Gasleitungen dürfen nur Hartgelötet werden oder gepresst!

Cu-Wasserleitungen dürfen nur Weichgelötet werden oder gepresst wenn die Wandstärke weniger als 1,5mm ist. Ab 1,5 mm Wandstärke darf hier auch Hartgelötet werden.

Das CU-Rohr mit 1 mm Wandstärke WEICHEGELÖTET platzt bei 280 Bar (!!!!!) und das Rohr platzt, nicht die Naht!

Das Problem ist der Name, Hart und Weichlöten sagt nichts über die Stärke der Naht aus!

Der Installationsbetrieb muss sich zwingend an diese Vorschriften halten! Als Privatmann kann man natürlich machen was man will. Wenn eine Installation komplett Hartgelötet wurde und immer in ordnung war kann man problemlos wieder Hartlöten. Wobei wenn es dann zu einem Rohrbruch kommt was auch das Hartlöten zurück zuführen ist, zahlt die Versicherung nicht!

Wobei das Hartlöten bei Gas-Leitungen festvorgeschrieben ist! Wird trotzdem Weichgelötet wird die Analge von den Stadtwerken stillgelegt und auch kein Meister wird diese Gasleitung abnehmen!

Heizungsleitungen können Hart- oder Weichgelötet werden, ist absolut unproblematisch! Wobei sich im Heizungsbau das Hartlöten durch seine Schnelligkeit durchgesetzt hat wird aber jetzt schon seit längeren durch das Pressen abgelöst.

Verzinkte Stahlleitungen sind im Trinkwasser gar nicht mehr zugelassen, da es in der Zinklegierung einen Bleianteil gibt (DVGW 2008)

Wichtig wäre auch sich vorher bei den Stadtwerken zu erkundigen welches Rohrmaterial vorgeschrieben wird. Stellenweise ist Edelstahl vorgeschrieben.

Die Aussage:

Torsten schrieb:

Mein beratender Installateur sagte: "Kupfer weichgelötet hält 50 Jahre, gepresst 20."

ABSOLUTER Schwachsinn! Hartgelötet hält ca. 70-100 Jahre!
Gepresste Leitungen kann niemand sagen weil Sie erst seit 10-20 Jahren auf dem Markt sind. Er meinte vllt das er auf seine Installation 25-50 Jahre Garantie geben muss ;)

Problem beim Weichlöten ist nur das Ständige ausdehnen und zusammen ziehen der Leitung was bei einer nicht richtig verlöteten Naht zum Bruch führen kann.

Beim Hartlöten wird die obere Kupferschicht zerstört und das kann zu Lochfrass führen

Ich hoffe ich konnte etwas helfen!

Mit freundlichem Gruß
Stefan



örtlichen Wasserversorger fragen



Hallo,

bevor ich Kupfer im Trinkwasserbereich verbauen würde, würde ich die Verträglichkeit beim zuständigen Wasserversorger erfragen. Das ist je nach Region unterschiedlich. Es kann sonst zur Freisetzung von Kupferionen kommen. Aber das sollte der Installateur auch wissen, sofern er beim Versorger im Installateurverzeichnis eingetragen ist.
PVC würde ich persönlich nicht verbauen wegen der Aushärtung des Materials über die Zeit und der Freisetzung von Weichmachern ins Wasser. PE-Verbundrohre sind da unproblematischer, aber eben auch teurer.

Beste Grüße,
Kalle.