Kunstharzputz statt Tapete???

28.05.2007



Glück Auf!

Ich hab da mal ne Frage:

Kann man Innen statt einer Tapete auch den "Malerputz", der sonst Aussen auf die Wärmedämmung kommt, verwenden???
Habe folgenden Wandaufbau:
- Fachwerk ausgemauert mit Ziegel
- Zementputz

Hatte jetzt folgendes vor:
- Gaze mit Flexkleber drauf, und dann der Kunstharzreibeputz

Klappt das? Atmungsaktiv müsste der doch sein - oder???

Danke für Eure Antworten!!!
(Hoffe meine Frage ist nicht zu Blöd) :-)



Kunstharzputz



Prinzipiell kann man auf den von Ihnen geschilderten Aufbau Kunstharzputz aufbringen, technisch funktioniert das so, abgesehen davon daß der Wandaufbau der vorhanden ist nicht gerade ideal für Fachwerk ist, die Risse, die entstehen werden, kommen nicht durch den Kunstharzputz, sondern durch die zu harte Ausfachung. Falls der Wandaufbau nicht schon fertiggestellt ist, würde ich Ihnen dringend raten, die Suchfunktion zu nutzen und sich hier nochmal zu informieren.

"Atmungsaktiv" ist ein Kunstharzputz am wenigsten, außerdem ist ein Kunstharzputz für außen auch noch mit Bioziden versetzt, welche im Innenbereich überhaupt nichts zu suchen haben.



Hmmmmmmmmm!



Geh'n tun, tut alles, doch ob's funktioniert, wird die Zeit uns weisen!
Täglich werden uns derartige Probleme aufgezeigt und man muß feststellen, daß zwar lt. Datenblättern alles irgendwie funktionieren müßte, doch dies leider eben nicht der Fall ist.
Natürliche Anstriche und atmungsaktive Farben sind im Wohnbereich stets der richtigere und sinnvollere Weg der Entscheidung, auch was hinsichtlich Ausgasungen betrifft.

Grüße Udo



Hallo



Haben wir auch gemacht.





Sehr geehrter Herr Wiechmann,

um den Wandaufbau noch etwas zu verfeinern, sollten Sie innen und außen mit Latexfarbe streichen.
Spaß beiseite, der von Ihnen beschriebene Wandaufbau ist mir hin und wieder so oder ähnlich bei verschiedenen Schadensuntersuchungen begegnet. Die Auswirkungen für das FW sind fatal.
Diffusionsdichter bekommen Sie den Wandaufbau kaum.
Wenn Ihnen Ihr Eigenheim wirklich lieb ist und Sie in 10-15 Jahren keinen Neubau planen, ziehen sie kompetenten Rat vor Ort hinzu.
Ansonsten, wie Sie schon sagten: „Glück auf!“
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies

P.S.: Falls Sie Ihre "Bastellösung" doch durchziehen wollen, öffnen Sie in einigen Jahren mal einzelne Wandteile zur Kontrolle.



Frage ist doch, was für ein Putz



Sehr geehrter Herr Kibies
Da Sie offensichtlich beruflich mit Schadensbegutachtung in Berührung kommen, wissen Sie doch anscheinend mehr. Weshalb engen sie die Problematik dann eigentlich nicht ein. Ich stehe eigentlich vor der gleichen Problematik. Ich habe ein 24cm Bimsmauerwerk aussen zwischenzeitlich mit 10 cm Dämmung und mit einem Silikatputz versehen. Silikatputz ist auf Kaliwasserglasbasis aufgebaut und wird vornehmlich auch in der Denkmalpflege eingesetzt. Innen habe ich ausgemauertes Holzfachwerk. Das Holz werde ich mit Ölpapier u. Bewehrung abdecken und über alles nochmals ein Gewebe ziehen. Nach dem Vergipsen steht Putz an. Dabei ist noch offen, ob ich den für das Holz unproblematischen mineralischen Putz nehme oder den Silikatputz. Silikatputz ist ja wohl relativ diffusionsoffen, Kunstharzputz scheidet natürlich völlig aus.
viele Grüße Rudi




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