Kulturdenkmal Fachwerk freilegen

07.11.2019 heckinen



Guten Morgen zusammen,
wir planen aktuell die Sanierung eines 250 Jahre altem Fachwerkhauses.
Da es sich dabei um ein Kulturdenkmal handelt, benötigt man ja für jede Arbeiten eine denkmalrechtliche Genehmigung (oder?).
Da das ganze Haus noch mit "alten Möbeln" von Oma voll steht wollten wir diese zuerst ausräumen und später das Fachwerk Freilegen um es vorerst einmal untersuchen zu lassen.
Sollte man eine Genehmigung jetzt nur für das Freilegen und untersuchen beantragen? Oder sollte man die Genehmigung schon für mehr anfordern?

Hat zufällig jemand eine Baubeschreibung für solche Arbeiten, die er uns zur Verfügung stellen könnte?

Viele Grüße
Kai



Plan



Wir haben und erst einmal einen Plan vom Haus gemacht - und Wände und Zimmer vermessen.
Dann haben wir versucht für das Haus ein Konzept zu machen - welcher Raum soll wie genutzt werden.
Hieraus ergab sich unter anderem, ob auch Außenfenster und Türen zu verändern waren.

Dann haben wir drei oder viertausend Euro in die Hand genommen und eine Architektin gebeten bei dem Denkmalamt die Genehmigung einzuholen.

Nachdem die Fenster etc. genehmigt waren, haben wir die Detailplanung an einem Stück mit dem Denkmalamt geklärt und schriftlich fixiert (Farben, Material etc.).

Zurück kam ein freundlicher Brief mit kompletter Genehmigung unserer Vorstellungen.



Aufmaß => Plan => Baubeschreibung



Genau so funktioniert das. Zunächst muss man das Ganze aufmessen und Pläne erstellen. Dann wird raumweise ein Katalog mit Bildern erstellt, in dem genau der Bestand des Raumes und die vorgesehenen Maßnahmen beschrieben werden. Ebengleiches zu Fassaden etc.
Du kannst zuvor zur Vorgehensweise bei der unteren Denkmalschutzbehörde in Erbach nachfragen. Herr Volk war das vor ein paar Jahren ...

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer