Dämmung & Wandheizung in Fachwerkhaus

01.07.2006



Hallo,

wir haben schon viele Fragen über das Forum klären können, einiges ist uns aber noch nicht klar.

Wir haben ein Fachwerkhaus bekommen. Das Fachwerk ist ausgemauert und ca 10cm dick (die komplette Wand). Wir wollen nun eine Innendämmung Verlegen und dort eine Wandflächenheizung einbauen.

An Dämmung dachten wir da an DIFFUTHERM Dämmplatten (10cm) http://www.claytec.com/download/produktblaetter/pavatec.pdf . Zumindest haben wir nichts besseres gefunden. Gibt es noch vergleichbares? Und was für Hersteller bieten eine Wandflächenheizung an. Ich habe da bisher erst ein Anbieter gefunden. Gut wäre eine Anbindemöglichkeit an ein EIB-Systembus. Bei der Wandflächenheizung stellt sich mir auch die Frage, wo ich das Wasser zum kühlen im Sommer herbekomme. Wie läuft das und funktioniert das.

Ich freu mich schon über die tollen Antworten :)

Carsten



machbar ist alles...



Hallo,

die Frage, was ein alternativer ("...nichts besseres...")Dämmstoff leisten soll oder was ihn unterscheidet (erzielbarer U-Wert?, geringere Kosten?), endet nicht beim Hersteller sondern beim Material. Eine Holzweichfaser ist wie alle Naturfasern aufgrund Ihrer kapillaraktiven Eigenschaften immer eine gute Wahl, egal von welchem Hersteller. Alternativ und ebenso funktionsfähig ist Schilfrohr als Dämm-Material. Entscheidend im System 'Fachwerk' ist die Homogenität des Aufbaus; also den Dämmstoff satt und vollflächig in eine Ausgleichsschicht (s. Bild: HWF in Ausgleichsschicht)aus Lehmmörtel setzen, damit der Feuchtetransport in alle Richtungen gewährleistet ist.

Wandheizung und EIB widerspricht sich nicht und läßt sich mit jedem Wandheizungssystem realisieren; die Frage des Aufwand/Nutzen-Verhältnisses immer auch eine Ansichtsache.

Gleiches gilt bei der Frage nach der Kühlung; ist die Lösung wirtschaftlich und erfordert ein solide und mit den geeigneten Materialien gedämmtes Fachwerkhaus in unseren Breiten eine Kühlung, wobei ein Fachwerkhaus mit viel alter Substanz (Lehmgefache) wunderbare Eigenschaften in Bezug auf den sommerlichen Wärmeschutz bietet. Trotzdem: eine Kühlung in Verbindung mit einer Wandheizung ist umsetzbar. Idealer Wärmeerzeuger wäre hier eine Wärmepumpe, welche im Sommer einfach zur Kühlung umschaltbar wäre, denn wer kühlen will, muß die aufgenommene Wärme abführen und aus dem Kühlwasser bringen (Wärmetauscher).

Viele Grüße aus Limburg
Uwe Berghammer



Einfach ?



Technisch stimme ich meinem Vorschreiber vollumfänglich zu. Aber übertreiben Sie vielleicht ein wenig ? Kälte ist gut dreimal so teuer wie Wärme, also vervierfachen sich die Energiekosten mit Kühlung. Es geht mit richtiger Verschattung und Luftführung auch preisbewußter. Und was soll der EIB ?
Im Einfamilienhaus hat man mich damit noch nie überzeugen können, es steigen alllerdings die Honorare für den Planer - was ich natürlich nicht schlecht finden kann -. Oder wollen Sie die Kühlung per laptop einschalten können, wenn Sie im klimatisierten Auto nach Hause fahren ? Dann allerdings ist er unverzichtbar.

Grüße vom heute mal recht warmen Niederrhein (Kühlung wäre doch nicht schlecht).



dreimal so teuer?



Kühlung ist bei vorhandener Wärmepumpe quasi mit eingebaut und kostet kaum zusätzlich (nur Pumpenstrom).
Aber auch ohne Wärmepumpe sollte sich eine Kühlung mittels Wärmetauscher (kosten nicht die Welt) und geeignetem Brunnen einfach und preiswert realisieren lassen.
Ohne Brunnen brauchts einen Wärmetauscher zum Erdreich. Man verbuddelt ein Register im Garten, in dem man dann Wasser zirkulieren lässt, welches wiederum über einen Wämetauscher mit der Wandheizung gekoppelt ist.
Laufende kosten sind der Strom für zwei Pümpchen mit ein paar 100 Watt.





Hallo,

also ich denke auch, das eine Kühlung nicht soviel kostet. Ich will ja nicht elektrisch kühlen, sondern durch einen Brunnen.

Zu EIB ein paar Beispiele:
Heizung fährt automatisch runter bei verlassen des Hauses.
Heizung fährt runter bei Fensteröffnung.
Heizung fährt auf minimalwert bei Frost.
Heizung geht Zeitgesteuert an und aus.
...

Carsten