Küchenarbeitsplatte: Welches Material ist das richtige?

Eine Küchenarbeitsplatte kann aus den verschiedensten Materialien bestehen und teilweise sollte das auch der Fall sein. In der Küche wird immerhin auch mit heißem Wasser hantiert oder auch mit Lebensmitteln, welche unter Umständen vielleicht sogar die Arbeitsplatte verkratzen könnten.

Das bedeutet im Klartext, dass eine Küchenarbeitsplatte zu einem hitzebeständig sein muss und zum anderen auch äußerst robust sein sollte. Flecken oder Feuchtigkeit sollten nicht so einfach in das Material eindringen können, denn das ist bei einer Arbeitsplatte äußerst nachteilig.

Abgesehen vom Material ist es außerdem wichtig, dass entsprechende Abstände eingehalten werden, damit auch vernünftig gearbeitet werden kann. Der Verein Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. V. empfiehlt zum Beispiel eine Arbeitsplattentiefe von mindestens 60 cm sowie eine Mindestbreite von 90 cm zwischen der Spüle und dem Kochfeld.


Welche (beliebten) Materialien gibt es für eine Küchenarbeitsplatte?

Wie Online-Kataloge zeigen (Küchenarbeitsplatten im Überblick), gibt es eine große Anzahl an unterschiedlichen Materialien. Welche das sind, werden wir im Folgenden behandeln und entsprechende Tipps hierzu gegeben.


Küchenarbeitsplatte aus Beton

Eine Küchenarbeitsplatte aus Beton findet sich zwar nicht in jeder Küche, hat aber seine Vorteile. Die raue Oberfläche ist äußerst kratzfest und findet sich vor allem in Loft-Küchen. Das Material ist aber selbstverständlich äußerst schwer, weshalb ein stabiler Unterbau errichtet werden muss.

Die Pflege ist äußerst einfach, insofern die Oberfläche zuvor abgeschliffen und poliert wurde. Durch diesen Prozess schließen sich die Poren des Materials und künftig kann die Arbeitsplatte einfacher denn je gereinigt werden. Wenn die Platte häufig verwendet wird, dann sollte mit einem Naturwachs zusätzlich versiegelt werden.

Allerdings kann genauso auch eine synthetische Versiegelung aufgetragen werden, dadurch wird das Material dauerhaft vor Flecken bewahrt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Oberfläche dadurch weitaus weicher wird.


Küchenarbeitsplatte aus Holz

Das wohl beliebteste Material ist Holz, denn dies bringt eine gewisse Natürlichkeit in den Raum. Es entsteht eine wohnliche Stimmung. Selbstverständlich ist das Material aber auch entsprechend anfällig für scharfkantige Gegenstände und Küchenmesser. Wenn ein schwerer Gegenstand auf die Platte fällt, dann können auch Dellen daraus resultieren – dessen sollte man sich bewusst sein.

Eine Arbeitsplatte aus Holz kann aber haltbarer gemacht werden, so zum Beispiel könnte eine Imprägnierung mit Öl bereits helfen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass mit einem speziellen Lack versiegelt wird. Da gibt es sogar noch einen essentiellen Vorteil: Das Holz wird danach glänzen, aber der natürliche Look geht etwas verloren.


Arbeitsplatten aus Glas

Äußerst beliebt sind auch die Arbeitsplatten aus Glas, denn eine Küche gewinnt dadurch enorm an Wert. Glas ist prinzipiell gängig in modernen Einrichtungsstilen. Doch nicht nur aufgrund der Optik wird Glas verwendet, sondern auch wegen seiner Eigenschaften.

Ein wesentlicher Vorteil ist, dass es sehr hitzebeständig ist. Dann ergeben sich aber auch entsprechende Nachteile, denn so zum Beispiel schimmern Wasserflecken und Fett durch und die Platten sind äußerst anfällig für Kratzer. Die Anschaffungskosten sprechen ebenfalls nicht für das Material.

In Villen wird die Arbeitsplatte aus Glas in der Regel für „Scheinküchen“ verwendet. Es wird demnach nicht in der Küche gearbeitet, sondern in einem versteckten Nebenraum.