Küchenfußboden - günstig und ästhetisch




Liebe Fachwerk-Freunde,

ich bin gerade dabei die Küche herzurichten und bin nun am überlegen, wie ich einen Fußboden günstig hineinbekomme. Zur Zeit liegt eine Betonplatte aus und es liegt lediglich PVC darüber. Alle anderen Zimmer haben Holzdielung oder alte Steinfliesen, was natürlich besser aussieht und sich auch angenehmer anfühlt.

Was für Möglichkeiten gibt es, einen Küchenfußboden ästhetischer zu gestalten? PVC ist zweckdienlich. Keine Frage! Aber ich hätte gerne etwas mit mehr Ästhetik, aber nicht wirklich teuer, was an meinem aktuellen finanziellen Umstand liegt. Noch ist die Küche nicht eingeräumt, weshalb jetzt der passende Zeitpunkt wäre, nochmal am Fußboden was zu ändern.

Einen Fußbodenaufbau mit Dämmung usw. ziehe ich nicht in Erwägung. Es geht also nur um die Oberfläche. Sie sollte ästhetischer sein als PVC, aber auch für den Küchengebrauch zweckdienlich.

Wären OSB Platten eine Alternative? Wenn ja, müsste man deren Oberflächen noch behandeln, also z. B. einölen mit Hartwachsöl o. Ä.?

Platz für eine Unterkonstruktion gibt es nicht. Man kann höchstens noch Holz auf den Beton direkt drauf setzen, weil es sonst mit den Anschlüssen und den Türen nicht mehr hinhauen würde.

Vielen Dank für eure Hinweise



Bodenbelag



Also auf OSB Platten würde ich an deiner Stelle verzichten - alleine schon weil ich dem verleimten Zeug auch trotz angeblicher Wassefestigkeit nicht über den Weg traue. Es ist und bleibt "Spanplatte".

Ich habe bei mir in der Wohnküche damals Bambusparkett verlegt. Ursprünglich wollte ich Eiche haben, das war mir aber dann für eine Mietwohnung zu teuer und ich wollte definitiv was massives haben, kein Boden der nur auf irgendwas "aufgedoppelt" ist - da gibts ja mittlerweile die irrwitzigsten Sachen.

Das Bambusparkett (3-Schicht verleimt) kostete ca. 23€ /m2 zuzüglich Kleber, Fussbodenleisten usw. und ich bin damit nach wie vor zufrieden. Er ist sogar härter als Eichenholz, was bei mir wichtig ist, da der Boden sich bis zum Wohnungseingang zieht. Geschont wird mein Boden definitiv nicht und trotzdem macht er das ganz gut mit.

Ich persönlich mag "echte" Materialien - deshalb würde ich nie darauf kommen mir Fliesen mit Holzoptik oder so einen Blödsinn einzubauen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ein natürliches Material lebt mit, nutzt sich ab und entwickelt eine Patina.

Aus diesem Grund kann ich auch Solnhofener Plattenkalk empfehlen - ebenfalls ein unkaputtbarer Belag, der je nach gewähltem Format auch relativ günstig zu bekommen ist (denke mal auch so ab 30€ pro m2).

Alternativ wäre vielleicht auch ein klassisches Linoleum schön, ich meine aber Linoleum ist mittlerweile ziemlich teuer.

Wichtig ist, den Untergrund zu kennen. Die Aussage "da ist Beton drin" reicht bei weitem nicht aus...





Vielen Dank für den ersten Hinweis.

Also der Aufbau des Bodes ist in der Tat sehr einfach. Es handelt sich um eine Betonplatte mit einer Höhe von ca. 6 oder 7 cm, teilweise mit wasserundurchlässigem Beton. Es ist keine ebene Oberfläche, sondern grober Beton. Der Großteil ist der normale Estrich Beton.



Ach herrje...



Mit Untergrund meine ich den gesamten Aufbau - nicht nur das was du siehst.

Die Platte wird nicht im lufleeren Raum schweben, sondern irgendwo drauf liegen. Was ist darunter? Keller? Erde? Kies? Abdichtung?

All diese Dinge solltest du erstmal klären - dazu gehört übrigens auch die mögliche Aufbauhöhe die der neue Boden haben darf, gerade wenn Türen in den Raum schwingen ist das nicht unerheblich...





Wie gesagt: Es ist nur eine Betonplatte. Darunter dann lehmige Erde, kein Keller, keine Dämmung, nix.



Billiger Boden



Feuchtigkeitssperre auf den Beton legen, zB Erika von Bauder oder Katja Sprint von Knauf oder nur 0,2 mm PE-Folie.

Darüber geschliffene 13 mm OSB-Platten oder ESB-Platten, mindestens die Stöße von Hand nachschleifen, dann lackieren oder ölen,
oder billiges Parkett oder Korkparkett verlegen.
Der Boden muß einigermaßen eben sein.

Laminat ist das allerbilligste aber nur Schrott und Sondermüll beim Entsorgen und viel kälter, lauter und unangenehm zu begehen.

Ich würde ja zumindest 2 cm XPS oder PUR/PIR-Platten zur Dämmung unterlegen.





Bei der Dämmung weiß ich nicht, ob und inwieweit diese notwendig wäre. Klar hat sie ihre Vorteile, aber da das ganze Haus eh nicht gedämmt ist und ich das auch in absehbarer Zeit nicht ändern möchte, weiß ich nicht, ob der Küchenboden da notwendig wäre. Es würde dann auch mit der Bodenhöhe sehr eng werden.

Die Maße habe ich aktuell nicht zur Hand, weil ich unterwegs bin. Ich denke, so vom Gefühl her, könnte man eine normale Rauspund draufkleben, dann könnte die Höhe noch hinhauen. Aber wie gesagt: exakte Maße grad nicht da.

Der grobe Beton ist zwar von der Oberfläche her gerade, aber "eben" wohl eher weniger, weil es große Poren gibt; Poren = korrekter Begriff?



Na,



da passt der Rat des Vorschreibers 'mal wieder nicht zur Ausgangslage. Unebener Boden vs. stattliche 13mm OSB.

Desweiteren:

Ohne Dämmung bekommen Sie den "Komfort" eines Garagenfußbodens. Dann seien Sie ehrlich und machen Sie Sichtbeton. Ob das ästhetisch sei? Geschmackssache, genau wie OSB.

Grüße

Thomas



Naja...



Ohne eine Abdichtung würde ich da gar nix einfach so drauf legen. Wenn Holz, dann nur unterlüftet, egal ob jetzt Spanplatte oder Dielung - wobei ich in dem Fall IMMER eher auf eine Dielung gehen würde als mir so ein "Gelump" ins Haus zu holen - denn auch OSB entsorgt man irgendwann teuer, wie jedes andere Kunstmaterial auch. Zudem gast der Dreck IMMER aus, stinkt und kein Mensch kann sagen ob am Ende nicht irgendwann doch festgestellt wird (trotz aller heute gültigen Zulassungen, Prüfungen etc.) dass der Kram gesundheitsschädlich ist.

Mal abwarten weiviel Bodenaufbau möglich wäre, dann kann man viel besser beurteilen was da geht.

Die billigste Variante wird am Ende eine ordentliche Abdichtung und ein Fliesenbelag sein - was allerdings ohne Temperierung auf Dauer auch nicht wirklich bequem und angenehm ist - dafür aber billig...



Belag für unebenen Betonboden



es kommt darauf an, ob es kleinflächige Unebenheiten sind- die wären egal-
nur wenns größere Mulden sind müßten die ausgefüllt werden.
dazu zB feinen Sand und Zement mischen und abziehen, anschließend mit Wasser besprühen.
Sobald es begehbar ist kann Folie und Boden aufgelegt werden





Also das Level eines Garagenbodens stört mich nicht. In den anderen Zimmern bin ich an diese Temperaturen gewöhnt und wirklich stören tun sie mich nicht. Dann ist es halt mal kalt. Die anderen Zimmer haben Holzdielung mit Unterkonstruktion, unterlüftet. Flur und Bad haben Betonbett und Steinfliesen. Die sind im Winter auch a***-kalt. Aber wie gesagt: Ich empfinde es nicht als störend.

Mit den OSB-Platten und dem Hinweis auf Ausdünstungen ist ein guter Tipp. Daran habe ich bisher nicht gedacht. Im OG haben die Vorbesitzer auch komische Bodenplatten drinnen, die ich gar nicht kenne. Die sind gräulich, aber welches Material: keine Ahnung.

Von Sichtbeton habe ich noch gar nichts gehört. Sind das Platten oder ist das "Sackware"?

Es ist, das weiß ich, auch wenn ich die genauen Zahlen gerade nicht dabei habe, nur ein flacher Aufbau möglich. Es würde eine feine Betonschicht z. B. noch drüber passen, aber Dielung könnte man dann nur kleben. Da wäre also nichts mit Unterlüftung.

Daher erschienen mir OSB Platten als Alternative, weil sie flach sind und schwimmend verlegt werden können.





größere Mulden sind es nicht im Beton.
Es ist halt grobkörnig. Hier und da dünne Risse, aber größerer Materialverlust wie Schollen oder Brocken etc. nicht.





größere Mulden sind es nicht im Beton.
Es ist halt grobkörnig. Hier und da dünne Risse, aber größerer Materialverlust wie Schollen oder Brocken etc. nicht.



OSB-Platten



Du solltest natürlich nicht die billigste Baumarktqualität nehmen, ansonsten sind OSB-Platten sehr gut dokumentiert.

Wenn die lackiert sind kommt eh nicht mehr viel raus- dann ists ganz unbedenklich, vor allem wenn nicht das ganze Haus damit verkleidet ist.

Raucher müssen sich ohnehin keine Sorgen machen- die liegen in ein paar Minuten im geschlossenen Wagen über allen MAK-Werten...

Graue Platten waren evt Trockenestrich, der aber nicht sehr abriebfest ist und auch nicht ganz billig.

Sichtbeton ist die originale Betonoberfläche, die beim Ausschalen verbleibt, wenn entsprechende Sorgfalt verwendet wurde.

Du kannst das nur hinbekommen, wenn du den Boden abschleifst oder evt mit Zementspachtel überspachtelst, was aber viel Aufwand ist.





Ob es Trockenestrich ist, weiß ich nicht. Man kann hier und da in diesen Platten Spähne erkennen. Vielleicht noch ein altes DDR-Produkt. Die Vorbesitzer waren sehr alte Menschen.

Ansonsten ja: Sichtbeton wirkt tatsächlich sehr aufwendig. Es sollte etwas sein, was relativ zügig geht, da der Raum bald benutzt werden soll. Wie wäre Rauspund verkleben oder ist das eher eine unangemessene Idee? Soll so langlebig wie möglich sein, den Bedingungen einer Küche standhalten, günstig und schnell verarbeitbar.

Fliesen wäre mir auch zu aufwendig.



Bodenbelag auf Beton



Du könntest auch 19 mm Dreischichtplatten auf PE-Folie verlegen.
Bei rauhem Beton unter die PE Folie Geotextil oä als Schutz legen.
Wenn du die in den Raum bekommst sind die Platten in Größen von ca 2 x 5 m erhältlich- Kosten EK bei uns ca 12,5 netto/qm





Also wenn dir Beton spachteln und Schleifen schon zu aufwendig ist, dann würde ich auch keine Rauhspundbretter verkleben - denn die musst du ja anschließend auch schleifen und behandeln.

Schnell und haltbar geht das auch nicht, denn die Bretter solltest du minimum 14 Tage in dem Raum in dem sie verlegt werden sollen lagern.

Kauf dir Betofix von Remmers oder andere spezielle Reparaturspachtel für Beton. Betofix ist nach 2 Stunden bombenhart und schleifbar...

Ansonsten: Deine Anforderungen sind so eng gestrickt: Bleib einfach bei PVC... :-)



Eine komische Diskussion!



Holzwerkstoffe jeglicher Art, auf den ungedämmten Boden verklebt, werden nicht alt. Sie haben da schlicht und einfach ein Kondensatproblem. Zudem der Schutz gegen aufsteigende Feuchte: Eine Sperrbahn bekleben? Was für ein Risiko...

Nach den Aufbau folgt ja immer der Abriss, nur, sollte nicht etwas Nutzungszeit dazwischen sein?

Ihren extremen und für mich unverständlichen Anforderungen entspräche der Sichtbeton am besten. Den können Sie auch färben oder eine Handwoll Glimmer hineinwerfen lassen. Als rein mineralischer Boden ohne Hohlräume zum Untergrund funktioniert das auch in dünnen Schichten.

Dann geht es nur noch um die kalten Füße, aber da müssen ja nur Sie wohnen.

Grüße

Thomas





Wäre es eine Alternatve eine Korkrolle auszulegen, die man eher als Trittschalldämmung nutzen würde?

In unserer vorherigen Wohnung hatten wir Kork Parkett. Das hatten wir unbehandelt ausgelegt und war an sich ein guter Fußboden. Wäre das auch mit Kork Rollen möglich?

Wieso extreme Anforderungen?

Also Holz draufkleben, Unsinn. Gecheckt!
OSB Platten auch eher fraglich. Gecheckt!