Kreidezeit, Kalkfarbe, Untergrund, Lehmfarbe, tragfähig

22.05.2008 PFlam



hallo zusammen

mir gefällt der Weißton meiner mit Claytec gestrichen Lehmwand nicht. (ich möchte ein Strahlendes Weiß)
Kann ich diese mit Kalkfarbe (Kreidezeit) einfach überstreichen, ode muss ich etwas beachten.
Auf der Seite von Kreidezeit steht: Geeignet zum Überstreichen
aller KREIDEZEITWandfarben und Putze mit Ausnahme von
KREIDEZEIT Leimfarbe.

beste Grüße

Philipp



Wenn der Untergrund tragfähig ist,



sollte eine methylzellulosehaltige Kalkfarbe eigentlich anpacken. Der Tapetenkleister darin pappt ja. Allerdings ist das Zeugs auch schimmelgefährdet. Die Fenster dürfen also nicht zu dicht sein bzw. der notwendige Luftwechsel gewährleistet.

Daß man auf eine Leimfarbe nicht einfach drüber Streichen kann, hängt damit zusammen, daß Leimfarbe bei Befeuchtung anquillt und damit kein stabiler Untergrund für das Abbinden des Neuanstrichs ist. Beim Abbinden entstehen ja Spannungen, die nur ein tragfähiger Untergrund aufnehmen kann. Insofern wäre es interessant, ob in der bestehenden Anstrichschicht quellfähige Zutaten drin sind. Einfach mal beim Hersteller anfragen, vielleicht verrät er was.

Auf jeden Fall würde ich erst mal eine Anstrichprobe empfehlen, dann kann nix schiefgehen.

Viel Erfolg!

Konrad Fischer





danke für die schnelle Antwort.
Ich muss mich da wohl leider verlesen haben.
Die Wand ist nicht mit Leimfarbe sondern sondern natürlich mit Claytec Lehmfarbe gestrichen. Ich kann mich nur leider nicht mit dem abgedunkelten Weiß einer Lehmfarbe anfreunden.
Deswegen möchte ich noch mal mit Kalkfarbe drüber gehen.
Zwei Eimer Kalkfarbe von Kreidezeit habe ich noch da. Können die drauf oder gibt es da Schwierigkeiten?

Ich hatte es bereits einmal mit Volvoc Lehmfarbe probiert (kann ich nur empfehlen: strahlend weiß und super zu verarbeiten). Wie ich bereits im Forum geschrieben hatte, haben sich die beiden Farben leider nicht so gut vertragen.

Gruß

Philipp



Der Leimfarbenhinweis



war nur auf die Kreidezeit-Angaben gemünzt. Wie gesagt, wenn die Lehmfarbe (keine Ahnung, was da alles drin ist, vielleicht eben auch Methylzellulose-Leim?) tragfähig und quellfrei ist, dürfte eine Leim-Kalkfarbe gut drauf bappen.

Konrad Fischer