Kosten sparen im Unternehmen - darauf sollten Handwerksbetriebe achten


Im Fachwerkbau übernehmen Handwerksbetriebe wichtige Aufgaben. Traditionelles Handwerk besitzt in Deutschland einen hohen Stellenwert. Steigende Material- und Lohnkosten stellen jedoch zahlreiche Kleinbetriebe und Familienunternehmen im Handwerk
vor große Herausforderungen. Wie können Handwerksbetriebe sparen, um ihre Dienstleistungen weiterhin zu günstigen Preisen anzubieten?


Die wichtigsten Kostenfaktoren im Handwerk

Zu den wesentlichen Kostenfaktoren in Handwerksbetrieben gehört neben den Lohn- und Materialkosten auch der Energieverbrauch. Fachleute schätzen, dass mit den richtigen Maßnahmen im Handwerk im Durchschnitt 20 Prozent Energie gespart werden könnte. Zwar wird durch moderne Produktionsmethoden automatisch weniger Energie verbraucht, da Strompreise jedoch jedes Jahr steigen, erhöhen sich bedingt durch den großen Energiebedarf in Handwerksbetrieben ständig die Stromkosten. Die Energiekosten sind im Handwerk circa viermal höher als in anderen Unternehmen. Wenn der Stromverbrauch reduziert wird, können Energiekosten um bis zu 30 oder 40 Prozent sinken. Allerdings hat gerade das Handwerk einen großen Energiebedarf, sodass für Wärme und elektrische Energie im Durchschnitt zwischen 1 und 3 Prozent des Jahresumsatzes eingeplant werden müssen. Zu den wichtigsten Energie-Einsparmaßnahmen im Handwerk zählen deshalb regelmäßige Überprüfungen von Hallenheizungen und Heizanlagen im Betrieb. Die Erneuerung von Heizsystemen kann sich schon nach zwei Jahren kostensenkend auswirken. Energiesparmaßnahmen halten einen Handwerksbetrieb auf Dauer konkurrenzfähig. Da sich Handwerksbetriebe hinsichtlich Gewerbe, Firmengebäude und Materialbedarf voneinander unterscheiden, macht nicht jede Energiesparmaßnahme in jedem Handwerkszweig Sinn. Einige Maßnahmen sind jedoch allgemein anwendbar. Bei der Nutzung von Gewerbestrom kann bereits bei einem jährlichen Stromverbrauch von 2.000 Kilowattstunden gespart werden. Von zahlreichen Stromversorgern werden spezielle Gewerbestrom-Tarife für Unternehmen mit einem Energieverbrauch von bis zu 100.000 Kilowattstunden im Jahr eingeräumt. Beim Gewerbestrom-Stromvergleich der Stromtarife bei Stromvergleich.de besteht die Möglichkeit, einen unabhängigen Gewerbestromrechner zu nutzen. Der Wechsel zu einem neuen Stromanbieter kann direkt online veranlasst werden. Zu viel Wärme in der Werkstatt und im Büro ist kontraproduktiv und wirkt sich negativ auf die Arbeitsbedingungen und das Wohlbefinden der Handwerker aus. Mit der Reduzierung der Raumtemperatur um 1 Grad können bereits 6 Prozent Energie gespart werden.

Sorgfältige Kalkulation erhöht die Leistungsfähigkeit

In Arbeitsräumen sollte die Durchschnittstemperatur maximal 20 bis 22 Grad betragen. Die Verwendung eines Raumthermometers ermöglicht eine exakte Temperaturmessung, sodass die Temperatur bei Bedarf auf ein niedrigeres Niveau abgesenkt werden kann. Darüber hinaus wird empfohlen, in Werkshallen und Büroräumen regelmäßig zu lüften. Mehrmals täglich Stoßlüften über wenige Minuten ist besser verträglich für Leistungsfähigkeit und Konzentration als Fenster, die ständig gekippt sind und Zugluft begünstigen. Kurz vor dem Lüften sollten die Thermostatventile zugedreht und nachts die Temperatur in den Arbeitsräumen grundsätzlich abgesenkt werden. Elektronische Thermostate mit Zeitschaltuhr können entsprechend vorprogrammiert werden, sodass die Heizung in den Abendstunden automatisch heruntergefahren wird. Wenn die Fenster hinter den Heizkörpern mit selbstklebenden Schaumstoffstreifen abgedichtet werden, geht weniger Wärme verloren. Zeit und Kosten können Handwerksbetriebe auch beim Einkauf sparen. In Handwerkszweigen mit hohem Materialeinsatz stellt der Materialeinkauf einen erheblichen Kostenfaktor dar. Die Verantwortung für den Einkauf liegt bei der Geschäftsführung. Sorgfältiges Auswählen von Lieferanten und Dienstleistern sowie genaue Preiskalkulationen erhöhen die Leistungsfähigkeit und wirken sich auf die Kosten aus. Lieferantenverträge und deren Konditionen sollten regelmäßig überprüft werden. Eine gut organisierte und knapp gehaltene Lagerhaltung bietet ein gewisses Einsparpotenzial und kann die Betriebskosten senken.