Spaltverfüllung Grundsatzfrage

22.12.2010



Hallo und guten Morgen,
nachdem meine Dielenmontage etc gut verlaufen ist (auch dank den Tipps hier im Forum) habe ich jetzt zum Abschluss noch ein optisches Problem auf das es evt. keine Lösung gibt, ich versuche einfach mal mein Glück , vielleicht hat jemand eine Idee:
Ich habe in meinem Raum mehrere Dehnungsfugen 15mm für meine Massivholzdielen offen gelassen. Z.B. an den Fensterelementen die bis zum Boden gehen, an der Ofenplatte, an der Kampmann – Heizung, am Ubergang zum Wohnbereich.
Ich habe Spritzkork getestet und finde das ausgesprochen hässlich und schlecht verarbeitbar, Parkettdicht hat wahrscheinlich zu geringe Dehnungswerte(?),
Kann mir jemand einen Tipp geben was ich tun kann?
Zum Photo: der Boden ist mittlerweile fertig und geölt
Frohes Fest für alle





farbiger Silicon



Dehnfugen



Hi


Profis nehmen Streifenkork, der in die ausgefrästen Fugen eingeklebt wird...


MfG Andreas





Streifenkork wäre eine Idee, Silikon ist nicht so mein Fall.
In wie weit ist der Streifenkork dehnbar bzw "rubbelt" er beim putzen ab?
Gruss



Streifenkork



Hallo


der Streifenkork wird im Normalfall mit Leim in die Fugen vor dem Schleifen und lackieren eingeleimt. Er wird press eingedrückt und durch die Lackierung versiegelt. Damit rubbelt er nicht ab und bröselt auch nicht...

Einfach mal einen Parkettleger fragen, der kennt Bezugsquellen, Leimart und die richtige Technik des Verleimens


Andreas





Und Streifenkork ist schöner als Spritzkork?
Der Boden ist doch fertig geölt,wie macht sich das Öl
auf dem Streifenkork?



geht das jetzt noch?



Hallo,
danke fÜr die schnelle Antwort, meine Dielen sind schon fertiggeölt, die Fuge habe ich manuell beim Verlegen erstellt, sie ist zwischen 13.5 und 15mm breit. Den Streifenkork kann ich besorgen, den gibt es in 15mm. Wenn ich nur zur Dielenseite leime müsste das doch reichen.
Was ist alternativ von Fugenband oder von Parkettdichtstoff zu halten?
Beste Grüsse zum Feste
om



zur Antwort von Thomas,



Streifenkork ist schöner wenn ich es verlege, komme mit dem Spritzkork nicht klar. Ich kann den Kork vor dem Verlegen mit Naturalparkettöl versiegeln, wenns nicht funktioniert war die Arbeit und etwas Geld umsonst, aber die Dielen sind nicht versaut. Ich hoffe mir kann jemand den Tipp geben wie ich den Kork richtig setzen kann, Parkettverleger kenne ich nicht.

Dielendichtstoff ist sicher wie Silikon zu verarbeiten, den gibt es auch in Eichenfarbe, das könnte funktionieren.
Mir fehlt es im Moment einfach an der Überzeugung an einer fachgerechten opt. sauberen Lösung.



Mal gehört …



Pafudima

PArkett
FUgen
DIcht
MAsse

Weiss nicht ob's was bringt.

Im Prinzip sollten ALLE Anschlüsse vorher abgeklärt sein.
Bei einer Planung.

FK



Bei einer Dehnungsfuge zwischen zwei --



-- völlig unterschiedlichen Materialien - wie Holz und Stein -- kann man nicht und NIEMALS eine funktionierende
Dehnungsfuge herstellen. -- Erst recht nicht, wenn beide Materialien bündig verbaut werden sollen ! -- Der hölzernen Dielung muß die Möglichkeit eingeräumt werden, daß Diese
unter der Steinplattenebene frei quellen und schwinden kann ! - und zwar OHNE Dichtungsmittelchen , welche ohnehin
niemals das Quell-u. Schwindmaß des Holzes ausgleichen können. - Bedeutet : Eine kleine " Stufe "von ein paar Millimetern, muß den unterschiedlichen Materialien eingeräumt werden - damit das Holz unter der Steinebene frei quellen und schwinden kann, ohne die Steinplatten durch seinen Quelldruck zu zersprengen. --- " Arbeite niemals bündig, wenn Du es nicht musst " - erst recht nicht
zwischen Holz und Stein !



Dehnfuge



Dichtungsmittel auf Silikonbasis sind nur Husch-Pfusch. Sie härten immer weiter aus und reißen dann irgendwann ab. Es wird nie gesagt, daß zum Beispiel Dichtfugen in Bädern Verschleißteile sind, die REGELMÄSSIG erneuert werden müssen.
Ich hab keinen Profi auf einer Baustelle gesehen, der die notwendigen Dehnfugen im Parkett oder Laminat mit Silikon verfugt hat. Es wird immer Streifenkork verbaut...oft noch mit Messingleisten.

Naja Meister Milling, unter die Steinplatte? Hab ich nicht gesehen und wie kommt zB das Parkett unter die Fliesen beim Übergang zur Küche oder Flur???? mit Beate Uhses Hilfe?




Andreas



brunnen



ok, das Kind ist in den Brunnen gefallen, Planung hin oder her, die Tasache ist geschaffen.
Nun lasse ich das mit den Silikon/Parkettdichtstoffen und gehe auf Streifenkork wie hier empfohlen. Ist dieser Dehnfähig genug und ist das ok wenn ich Ihn an das Holz klebe???
Gruss
Obermosel



Streifenkork



@ Obermosel

Es geht nicht um die Dehnfähigkeit, sondern um die jahrzehntelange Kompressionsfähigkeit ohne nachzuhärten. Ob Du den Streifen am Holz befestigst oderr am Boden oder an 3 Seiten, lass Dir von einem Profi erklären. Die Kleben die Streifen nach der Verlegung und nach dem Schleifen ein und schneiden ihn dann bündig ab...
Parkettkleber in die saubere Fuge ganz dünn einspritzen und Streifen einpressen. Diese Art verhindert, daß der Kleber rausquillt. Damit ist die Frage, wo ankleben, auch geklärt...am Boden der Fuge... Nach aushärten mit scharfen Messer bündig saubewr abschneiden...



Andreas



Tcha, Herr Schlaubitzke, ---



-- Ohne eine Schwelle, unter der ein unsichtbarer Dehnungsausgleich stattfinden kann, geht es nicht ! --
Bitte bei folgenden Antworten auf Anspielungen verzichten,
welche meine fachlich fundierten Meinungen und Empfehlungen verächtlich machen ! -- Kannst gerne weiterhin mit Deinen aufblasbaren Gummipuppen von B.U. herumspielen - Aber bringe mich bitte nicht in Verbindung mit Deinen sexuellen Vorlieben ! - - -



Dehnungsfuge



Ne Meister Milling, wir sprachen von Kork als Füllmaterial, nicht von aufblasbaren Gummipuppen...

Und Schwellen sind schon lange out, die dienten in erster Linie zum Spreitzen der Zargen und als sauberer Übergang der Dielen in den zu verbindenden Räumen.


Ich geb jetzt mal ein Bild rein...ohne Schwellen, Absätze oder anderen Woodoo...
Auf allen Baustellen, die ich gesehen hab, gab es keine Schwellen mehr und die Übergänge der Beläge war immer auf gleicher Höhe, ob Parkett oder Laminat.



Andreas





Eine Schwelle hat mehrer Funktionen.

Ich hasse die Schwellenlos gebastelten Buden.
Hellhörig und zugig.

Persönlich halte ich das Schwellenlosgedöns für Woodoo.
Bei mir sind und bleiben die Schwellen drin.



Weder Kork --



-- noch Gummipuppen können dem Holz das Quellen und schwinden abgewöhnen ! - Kapitzke ! - Du kannst Dich gerne auf den Kopf stellen und mit dem Hintern Fliegen fangen und Diese wollüstig zerquetschen. - Nicht einmal der Liebe Gott kann dem Holz das Arbeiten abgewöhnen. ---
Wenn Du Dich hier auch noch so klugscheißerisch gebärdest,
werde ich NIEMALS wegen DIR und Deinesgleichen meinen Meisterbrief zerreißen. - Jeder in sein Fach -- Dachdecker aufs Dach !



RICHTIG ---



--- Oliver ! Türen müssen Schwellen haben ---
- Wegen Zugluft -- Schall - und unnötigem Lichteinfall ! --
Selbst für einen Rollstuhlfahrer stellt eine 25 mm hohe Türschwelle kein Hindernis dar.



Peace



Mönsch Milling, niemand verlangt, daß Du Deinen Meisterbrief zurreißt.
Ich bin auf zu vielen Baustellen unterwegs gewesen und niemand lässt mehr Dehnfugen unter Schwellen verschwinden. Und Stabparkett wird flächig verklebt und bei den Dielen ist die Dehnfuge unter den Scheuerleisten versteckt...

Und wo willst Du beim ersten Bild bitte eine Schwelle am Ofensockel und am Fenster anbringen? Bei den Türen lass ich mir eine Schwelle einreden....


Holz arbeitet, das ist nicht strittig...


und nun Frieden



Rote Karte ! --



- Habe keine Lust darauf, mich weiterhin von einem Laien als
Dummling abstempeln zu lassen ! -- ENDE !



Lösung



Hallo Herr Milling,
von Ihnen kam kein Beitrag der zu einer Lösung des Problemes führt. Ich bin es gewohnt das man Probleme anpackt und sich eine bestmögliche Lösung erarbeitet. Wie sieht das bei Ihnen aus?
Was würden Sie tun wenn Sie in meiner Situation wären?
Hallo Andreas,
danke für die Beschreibung, ich werde wohl den kork wie beschrieben verarbeiten falls keiner sonst einen LÖsung hat.
Allerdings wenn Kork aushärtet dann kann er sich nicht mehr dehnen und die Dielen können sich heben, ist das richtig???
Gruss
Obermosel



T-Schiene



Bei mir haben die Handwerker zwischen der gefliesten Stelle für den Küchenherd und dem Dielenboden eine T-Schiene verlegt. Der Oberstrich vom "T" ist ganz leicht gebogen, so daß die Schiene Plan am Boden anliegt. Diese Schienen gibt es in verschiedenen Farben.

Nach meinem Geschmack sehen sie mindestens so gut aus wie eine mit Kork verfugte Stelle. Leider habe ich kein Bild.

An den Türen habe ich auch Buchenholzschwellen. Da nicht immer die ganze Wohnung geheizt wird, zieht es damit nicht.



Komischer Disput



Da haun sich welche mit Schwellen wechselseitig ein's drüber - in der bestehenden Einbausituation sind Schwellen aber gar nicht vorstellbar, weder vor dem Ofen, noch vor der Terrassentüre.

Im Türzwischenraum bauen wir zumeist niveaugleiche Querbretter ein, an beiden Kanten mit Korkstreifen beklebt, da die Kunden keine Schwellen wünschen, eine optische Trennung der Räume durch ein Querbrett, auch in abweichender Holzart, als schön empfunden wird. Zugluft ist ja überall da, wo auch der Wohnungsflur beheizt wird, kein Thema.

Sicherlich wäre es eine elegante Lösung gewesen, die Dielung unter den Ofensockel zu führen, das ist aber nicht nachträglich herstellbar.

Silikon hat bei Holzböden nichts verloren. Sollten sie später einmal Boden und Silikonfuge überschleifen, handeln Sie sich die "Silikonpest" ein, d.h. das auf rohes Holz gechmierte Silikon verhindert eine gleichmäßige Endbehandlung des Bodens.

Die "PaFuDiMa" von Berger-Seidle wäre eine Lösung, eine weitere Spritzkork. Das Einkleben von Korksträngen ist schwierig, weil die Fugen ja nicht so ganz gleichmäßig sein werden. Der Korkstrang ist aber feinkörniger und hat einen bessen Zusammenhalt als die Spitzkorkmasse, was für in spräche. Eingeklebt sollte er mit einem füllenden, pigmentierbaren Kleber werden, bei mir hat sich Ponal-Duo (leider teuer), ein 2K-Epoxydharz, das nicht versprödet, bewährt, in Verbindung mit den passenden mineralischen Pigmenten. Bei Eiche wäre das ein Gemisch aus Ocker, Terra di Siena und Umbra.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas





Nee, nee

keiner haut sich hier mit Schwellen eins über.
Es ging lediglich darum, das Schwellen einige andere Funktionen haben als die Zarge zu spreizen, das geht auch mit einer Transportsicherung.
Ich persönlich hätte den Boden erst gar nicht so hoch aufgebaut, dann hätte die Kaminplatte über die Dielen hervorgestanden, am Fenster währ dann eine Schwelle oder auch eine kleine Stufe die die Heizung beherbergt möglich.
Für meinen Geschmack sieht das erheblich gefälliger aus als das ewig grade und glatt.
Ich bin aber auch kein Metaller, und wie gesagt…
mein Geschmack.

Grüße aus Schönebeck



Ein Schwellbrett...



...vor der Terrassentür ist zunächst eine üble Stolperkante. Als Fußbodenbauer würde ich sowas nicht herstellen, es sei denn, das ganze hätte wenigstens eine Trittiefe.

Das Problem mit dem Abstand zur Terrassentür wäre damit aber nicht gelöst: Entweder es wird der gleiche Abstand beibehalten (sinnlos), oder die "Schwelle" wird fugenlos bis an die Tür geführt, dann arbeitet der Boden gegen den Türrahmen. Wandabstände müssen aber gleichmäßig zu allen festen Umgrenzungen oder eingeschlossenen Bauteilen gewahrt sein.

Grüße

Thomas





Stolpern kann man sicher auch über seine eignen Beine.
Die Trittstufe wäre hier schon durch die darunterliegende Heizung breit genug.
Und wenn die Stufe Fugenlos bis an die Tür geführt wird, wird lediglich das für die Stufe verwendete Brett gegen die Tür und eben auch in die andere (offene) Richtung schwinden und quellen und das ist so gering, das sich dieser Spalt nicht sichtbar verändert.
Nicht zu vergleichen mit einem kompletten Fußboden wo sich alles summiert.
Die einfachste Problemlösung ist nun mal Dehnungsfugen abzudecken, sei es mit Sockelleisten, Blendrahmen, Schwellen oder Stufen.
Wer alles gerade und glatt haben will muss halt mit meist auch sehr wartungsintensiven Dehnungsfugen leben.

Erlaubt ist was gefällt.

[pubimg 24094]



Für Obermosels Gegebenheiten...



...wäre das aber eben keine Lösung. Und vor einer Terrassentür hat die Schwelle keine Abdichtungsaufgaben gegen Zug oder Schall. Ein Höhenunterschied, der eine Treppenstufe rechtfertigt, ist auch nicht da. Sinnvolle Lösung unter den fotografierten Gegebenheiten, aber eben nicht für den Fragesteller.

Hinsichtlich des Ofens ist es oft (hier nicht mehr realisierbar) eine Lösung, zunächst nur einen Betonsockel bis OK Dielung (mit dem gebührendem Abstand) herzustellen, und anschließend eine z.B. 2mm starke Eisen, Edelstahl - oder Zinkplatte bis über den Dielungsrand zu verlegen, die Dielung arbeit dann darunter.

Grüße

Thomas



spritzkork



Hallo,
danke für die zahlreichen Tipps, super.
Zur Steinplatte: Diese muss ebenerdig sein da die Räume so angelegt sind das man hier täglich vorbeiläuft.
Zur Terassentür: Das Niveau ist hier festgelegt da sich eine Terassentür nach innen öffnen lässt und somit keine grössere Höhe möglich ist, ebenso wird die Terassendielung später auf selbigem Niveau liegen, passt alles.
Zum Kork: Ich war eben im Baumarkt und der Kork lässt sich kaum komprimieren, das sehe ich als Problem an, was bringt eine Dehnungsfuge von 15mm die kaum dehnbar ist.
Also habe ich das übel gewählt und Spritzkork gekauft, jetzt geht es in den Keller zum testen.
Ansonsten bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, auch wenn es techn. nicht als perfekt anzusehen ist.
Gruss
obermosel



Lieber Obermosell,



Deine Dielung ist stärker als Du :-)

Bewusste Korkstreifen sind sehr wohl komprimierbar, allerdings nicht nennenswert durch Deinen Daumendruck. Ich habe schon erleben müssen, daß eine von mir fachgerecht verlegte Dielung ein Jahr später munter wurde, als der Bauherr mit unvorhersehbaren und feuchteintensiven Baumaßnahmen begann. Ein 16mm breiter Korkstreifen im Schwellenbereich wurde auf 1-2mm zusammengedrückt.Betrachte doch 'mal, wie groß selbst ein Sektkorken nach dem Plopp wird (Sektflaschen, die zu Studienzwecken geöffnet werden, sind steuerlich absetzbar:-)

Wie auch immer, Spritzkork ist eine passable Lösung, besonders am Rand, weil er da keiner mechanischen Belastung ausgesetzt ist. In dieser Position ist er auch keinesfalls "sehr wartungsintensiv", das mag woanders zutreffen.

Grüße

Thomas