Kork auf Zwischendecke EG unbeheizt / OG beheizt. Gute Wahl...?!?

04.08.2017



Hallo Zusammen,

möchte Rollenkork als flache Dämmung auf den Fußboden im bewohnten OG verlegen. Darüber soll dann Teppich oder Laminat/Parkett. Den Rollenkork würde ich an den Stößen mit doppelseitigen Klebeband mit dem Boden verkleben. Dies soll auch als Ausgleich kleinerer Unebenheiten und dem besseren Trittschall dienen.

Es ist ein altes Stahlgebäude (früher unten Tiere, oben Heuboden)Das OG wurde zu Wohnzwecken ausgebaut (Bestand), das EG ist nicht beheizt. Die Zwischendecke ist eine typische Kappendecke mit Stahlträgern und Ziegel, Füllungen aus vermutlich mineralischen Baustoffen (Ziegel, Tonziegel, Mörtel, Zement, etc.) und eine teilweise mehrlagigen Estrich- / Betonschicht als Abschluss mit über die Jahre entstandenen kleinen Rissen.

Meine Frage. Ist hier Kork als Material geeignet oder müsste es eine dichte Trittschall- / Dämmmatte sein aus Kunststoff? (Thema Aquastop)

Auf Kork bin gekommen weil natürlicher Baustoff (Fahrweg aus Südeuropa mal nicht betrachtet), je nach Dicke ordentliche Dämmwerte, kann Feuchtigkeit (hab ich gelesen)aufnehmen/abgeben, diffusionsoffen, robust, widerstandsfähig...

Oder schaffe ich mir hier ein Problem, weil sich irgendwo Feuchtigkeit bildet mit den bekannten Folgen für Kork und Belag.

Falls die Frage aufkommt. Dies soll nur als Übergang für ca. 2 Jahre sein. Bei längerer Nutzung würde ich die Kappendecke sanieren wollen und das EG dann bewohnbar machen. Dabei müssten dann die eigentlich zu tiefen Dachbalken im OG überdacht werden, daher geht eine wenn auch einfache und günstige Dämmung mit mehr als 1cm wegen der Höhenproblematik zur Zeit nicht.

Aktuell möchte ich nur etwas gegen kalte Füße machen, dabei aber möglichst auf PVC, Styropor und Co. verzichten wollen und hoffe Kork ist hier die richtige Wahl.

Der Teppich reicht mir als geringes Übel...

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Der Bodenbelag ist bestellt, was soll drunter...?

Vielen Dank! :)



Deckendämmung



Rollenkork ist bei üblichen 2 mm Dicke leider völlig ungeeignet- als Trennlage unter Parkett sinnvoll-
als Dämmung und Höhenausgleich unwirksam bei der Dicke.

Als Dämmung zB Holzfaserplatten mind in 20 mm Stärke oder eh viel dicker verlegen, wenns etwas bringen soll.
Oben könntest du gleich Korkparkett verlegen, was fußwärmer ist als andere Materialien.
Das gibts auch als Klickparkett zur späteren Wiederverwendung

Andreas Teich



Nachfrage



...aber es darf (muss) ein diffusionsoffenes organisches Material (Kork, Holz, etc) als Lage zwischen Decke und Fußbodenbelag sein, auch bei nicht beheiztem Raum im UG?

Oder sollte vorher noch eine PE-Folie auf dem mineralischen Boden verlegt werden.

Wäre bei einem dichtem Material aus Kunststoff (Trittschalldämmung mit gewisser Dämmwirkung) zu erwarten, dass sich unter der wenn auch nur kleinen Dämmschicht Feuchtigkeit bildet und es dann stockt oder schimmelt?

Der Fußboden ist leider i.T. so uneben, das hier vermutlich nur Teppich in Frage kommt. In ebenen Bereich könnte Parkett / Laminat funktionieren.

Möchte aber in erster Linie Feuchteschäden vermeiden, eine effektive Dämmung steht aktuell hinten an, weil es nur für max. 2 Winter gedacht ist, daher möglichst einfach gehalten sein kann. Natürlich auch aus Kostengründen.



Auf was wollen....



...sie denn den Rollkork verlegen, als Ausgleichsschicht?
Ich mutmaße jetzt einmal, eine ältere Holzdielung?

Bei geringen Niveauunterschieden ist der Rollkork völlig okay und kann Anwendung finden.
Stöße verkleben kann man, muss man aber nicht!
Bei größeren Welligkeiten des Unterbodens, würden wir ein Überschleifen dessen, empfehlen.
Man kann auch Rollenfilz aus Hanf verwenden.
Frage mich jetzt nur, warum Herr Teich die Verwendung von Kork fast ausschließt?
Es kommt ja auch auf die möglichen Aufbauhöhen noch mit an.

Eine handwerkliche Empfehlung wäre aber trotzdem noch mit angebracht.
Der Endbelag bitte kein Laminat, sondern eher etwas natürlicheres (Klickparkett, Klick-Linoleum oder auch Klick-Korkböden) und diese entgegen der alten Holzbodenverlegung dann verlegen, soweit eben da einer verlegt ist, auf den dieser Aufbau erfolgen soll.