Konzept Sanierung Sockelbereich

12.03.2018 Skrei



Hallo zusammen,

das Frühjahr steht vor der Tür und es ist langsam Zeit, sich über die Außenarbeiten Gedanken zu machen.Speziell geht es mir um die Sanierung des Sockelbereichs.
Ursprünglich stand eine Drainage für mich fest, jedoch bin ich mir da mittlerweile nicht mehr so sicher. In der Nachbarschaft steht z.B. ein Haus, dass trotz augenscheinlicher ordnungsgemäßer Drainage inkl. Kiesbett und Kontrollschächten eine Feuchte Ecke hat.
Nun zu meinen Bedingungen:
Es handelt sich um einen Dreiseitenhof mit mittigem Wohnhaus und das Gelände innerhalb der drei Gebäude ist abfallend zum Wohnhaus hin. Hinter dem Wohnhaus geht es noch ca. 2-3 m gerade und dann etwas steiler hangab. Nach zwei Seiten hin erstrecken sich Felder, die alle höher liegen als das Wohnhaus.
Hinter dem Haus bzw. direkt daran befindet sich die ehemalige Klärgrube, die mittlerweile leer und gereinigt ist. Später kommt dort mal eine Biokläranlage rein. Die Grundmauern des Hauses bestehen aus 50cm Bruchstein.
Zwei drei Stellen konnte ich bisher im Haus ausmachen, die durch Feuchte auffällig wurden. Zum einen sickert etwas Wasser durch eine Wand, die außen ca. 1,20 mit Erde angefüllt ist. Das wird natürlich alles abgegraben und dann dürfte da Ruhe sein. Die zweite Stelle liegt an der Innenhofseite, ca. mittig im Haus und macht sich durch eine feuchte Ecke bemerkbar. An der Stelle ist von außen eine ca. 200x150cm Betonplatte ranbetoniert, die mindestens 25cm dick ist und vielleicht 20cm über dem Niveau der Türschwelle liegt. Die Platte soll auch weg. Die dritte Stelle ist die auf dem Foto. Dort hatte ich innen aus den unteren 20cm die Erde aus den Fugen gekratzt und mit Mörtel wieder ausgefugt. Vor und während der Frostperiode war da alles völlig trocken. Als es mit tauen begann stand einige Tage etwas Wasser im Graben und innen färbte sich der Mörtel dunkel. Vermutlich ist das aber nur passiert, weil der Boden noch gefroren war und das Wasser nicht versickern konnte. Jetzt an dem warmen WE hatte ich die Fenster geöffnet, worauf hin die Stelle innerhalb eines Tages komplett nass war. Meiner Meinung nach war das Tauwasser, da es im Haus deutlich kälter war.
In Zukunft möchte ich in ca.zwei Meter Abstand vom Haus auf der ganzen Länge eine Bruchsteinmauer errichten, die ca. 1-1,20m hoch wird. Somit habe ich eine gerade Ebene vorm Haus und kann den Hof auch ziemlich einebnen. Momentan geht die Erde praktisch bis ans Haus.
Und nun frage ich mich, wie ich am besten vorgehe.
Ringsum abgraben, Sockel reinigen, Betonvorsatzschale, Noppenbahn, Kiesbett, Drainage, und und und....Möglichkeiten gibt es derer viele.
Was würde aus eurer Sicht am meisten Sinn machen?

Gruß, Steven





Bitte nicht mit einmal das ganze Haus ringsum aufgraben. Das kann richtig schief gehen. Auf deinem Bild kann ich jetzt keine Feuchtigkeitsprobleme erkennen. Der gediegene Außenputz steht doch noch ganz gut da.

Ich würde meine Kräfte erstmal sammeln und die wirklichen Probleme lokalisieren um diese dann möglichst kostensparend beseitigen zu können.

Wie du schon selber mittbekommen hast rührt das Wasser im Keller zumindest auch aus anderen Ursachen. Warum nicht erstmal dies abstellen?



Komplett aufgraben



werde ich auf keinen Fall. Anfangen werde ich auf jeden Fall mit dem abgraben der aufgeschütteten Erde am Giebel. Dann erstmal ne Zeit austrockenen lassen und schauen, wie ich da weitermache.
Die Rückseite würde ich im Frühjahr machen, aber ohne Drainage, da nach hinten der Hang abfällt und im Normalfall keine größeren Wassermengen da hingelangen.
Ich würde da so ca. 40cm tief graben, Bruchsteinfundament reinigen, ca. 5cm anbetonieren, Bitumenanstrich, Noppenbahn, Split/Kies als Randstreifen.
Oder ist das noch einfacher auszuführen?
Auf der Hofseite mache ich erstmal nur die Betonplatte weg und schaue was mir da entgegenspringt.





Gut, ich dachte du wolltest konkrete Feuchteschäden beseitigen. Es geht also um die vertikale Abdichtung der Grundmauern.

Wenn du da aber noch eine "Stufe" an die Grundmauern betonierst, musst du die Abdichtung auch über diese nach oben führen oder oben abgedeckt werden.

Wichtig ist nur und darauf weist der Herr Böttcher zu Recht immer hin, dass man sich nicht mit solchen Schacht- und. Drainagearbeiten an den Grundmauern eine "Bewässerungsanlage" baut.



Eben



eine Bewässerung möchte ich keinesfalls. Deswegen muss ich mir auch reiflich überlegen, ob Drainage überhaupt notwendig ist. Drei Baufirmen hatte ich letztes Jahr schon mal da, aber da scheint es auch nur Schema F zu geben, deswegen wollte ich mir mal ein paar Meinungen im Forum einholen.
Und ja, es geht hauptsächlich um eine vertikale Abdichtung, bzw. Ertüchtigung der Grundmauern. Konkrete Feuchteschäden habe ich keine und bis auf die Stelle wo außen die Betonplatte sitzt ist alles plausibel erklärbar, bzw. durch gezielte Maßnahmen zu beseitigen.
Ich hoffe mal, das Bild wird jetzt etwas klarer. ;-)



Weitere Einwände



bzw. Vorschläge scheint es ja nicht zu geben. Eine Frage zum ganzen Vorhaben stellt sich mir aber noch, vielleicht kann doch noch jemand was dazu schreiben.
Vor dem Haus möchte ich ja eine ca. 2m breite ebene Fläche schaffen, die ich mit großen Bruchsteinplatten auslegen will. Wäre es besser, die so entstehende Fläche bzw. die Fugen zu versiegeln und das Regenwasser mittels Ablauf und KG-Rohren vom Haus wegzubringen, oder sollte man bei solchen Platten die Fugen eher offen lassen? In dem Fall wäre ja wieder Drainage nötig, was ich eigentlich vermeiden wollte.