Konvektionsheizkörper, Feuchtigkeitsprobleme, Strahlungsheizmatten




Hallo,

bei mir im Haus (Kaffeemühle aus den 30er Jahren, neue Fenster, keine Wärmedämmung) gibt es leider bei so gut wie jeder Außenwandecke sowie teilweise auch auf der Wandfläche selber im Fußleistenbereich Feuchtigkeitsprobleme mit Schimmelbildung. Tägliche mehrfache Lüftung und beheizter Raum ist selbstverständlich, aufsteigende Kellerfeuchte ist nicht vorhanden. Habe jetzt folgende Idee: In jedem Außeneck- und teilweise Wandbereich Einbau von Unterputz-Strahlungsheizmatten (max. 300 W) mit Zeituhr. Ziel: Leichte Erwärmung der Wandbereiche in den Wintermonaten, (nicht als Primärheizung, die erfolgt durch vorhandene Konvektionsheizkörper). Hat hier jemand Erfahrungen bzw. vielleicht sogar andere Ideen?

Vielen Dank im voraus!
Martin



Denkmal ?



Wenn nein, Aussendämmung.

Gab es den Schimmel schon vor dem Fensterersatz ?



Ecken schimmelig



Das werden dann geometrische Wärmebrücken sein.

Ich würde wenn Außendämmung nicht machbar ist innen 60 mm Holzfaserplatten befestigen und verputzten.
Dadurch steigt die Wandtemperatur und Schimmel sollte weitestgehend vermieden werden.
Mineralschaumplatten wären auch eine Möglichkeit.
Zumindest einen Streifen von ca 30 bis 40 cm Breite und 40 mm Dicke in den betroffenen Ecken und Kanten aufkleben.
Elektroheizung wäre viel zuviel Aufwand und auf Dauer viel zu teuer.
Andreas Teich



Ecken schimmelig



Vielen Dank für die Antworten!
Dem Thema Außendämmung stehe ich sehr kritisch gegenüber. Ist m.E. hinsichtlich Materialien noch nicht ausgereift und auch kostenseitig zumindest für mein Objekt wenig attraktiv.
Der Austausch der Fenster erfolgte vor meiner Zeit, kann daher nicht sagen, ob es vorher auch schon schimmelte. Gehe aber schon davon aus, dass zumindest an kritischen Punkten auch schon Schimmelbildung erfolgte.

Innendämmung: Hier habe ich jetzt tatsächlich auch schon mehrere interessante Gespräche geführt und tendiere jetzt auch zu den genannten Holzfaserplatten in Kombination mit hoch-basischem Kalkputz. Hoffe, dass alles gut wird.

Vielen Dank und Grüße
Martin



Außendämmung



Du kannst doch Bilder von außen hier einstellen, daß sich beurteilen läßt, wie die Möglichkeiten für eine Außemdämmung wären.
Nur bei schönen Fassaden oder wenn aus Platzgründen keine Außendämmung möglich ist würde ich eine Innendämmung überlegen.
Technisch ist die Außendämmung immer besser- sowohl vom Ergebnis wie auch bauphysikalisch.
Ich habe bei unserem 1970-er Jahre Haus Holzträger auf die Wand gedübelt, darauf Holzfaserplatten geschraubt,Hohlraum mit Zellulose ausgeblasen, dann Konterlattung und darauf Lärchen-Rhombusschalung geschraubt.
Dämmwert wie beim Passivhaus und keinerlei Schimmel mehr.
Zudem gehen die Innentemperaturen auch ohne Heizung nur langsam nach unten.

Diese Konstruktion kann jeder einigermaßen handwerklich begabte bei guter Planung und Anleitung selber bauen bei geringeren Kosten als bei sonst üblichen Systemen mit EPS.

Alternativ könnten die Holzfaserplatten auch mit Kalkputz versehen werden.

Innendämmung ist natürlich auch fast immer möglich, hat nur das Problem, das Wärmebrücken kaum zu vermeiden sind.

Bei Fragen kannst du mir gerne mailen
Andreas Teich