Wiederaufbau eines Giebel in 2-schaliger Ausführung




Bei einem unserer aktuellen BV`s fanden wir folgenden Sachverhalt vor:
Im Zuge einer Giebelsanierung nach Verfall und dessen so erkennbarem Aufbau, wurde die Neuerstellung folgendermaßen ausgeführt.
Eine zweischalige Konstruktion aus 17,5 cm Megalith mit einem dazwischen liegendem Luftraum von ca. 10 cm.
Die innenseitige Wandkonstruktion ist außerdem noch in einer Mischbauweise mit 20x20 cm Holzständern konzipiert worden. Raumseitig wurde eine Wandheizung aufgelegt, die von uns mit einem Lehmputz verputzt werden soll.
Bei genauerem Betrachten dieser Konstruktionssituation machten wir folgende Beobachtung.
Man konnte aus dem Rauminneren in die nächsthöhere Etage durchblicken und erkannte dabei noch die anbindende Dachkonstruktion aus Dachlatten und Eindeckung.
Gleichzeitig verspürte man einen starken Luftstrom an sämtlichen Bauteilanbindungen und Konstruktionsdurchgängen.
Die innenseitige Holzständerkonstruktion wurde mit einem gehörigen Spaltbereich ausgemauert.
Nun bitte wir hier um folgende fachliche Diskussion:
Ist eine derartige Konstruktion funktionsfähig unter der Bertrachtung einer aufgelegten Wandheizung?
Welche Lösungsvorschläge gäbe es, um diesen nun bestehenden Zwischenraum bauphysikalisch und statisch betrachtet, sinnvoll zu schließen?
Die nachfolgenden Bilder sollen einen besseren Einblick zu diesem Sachverhalt vermitteln.



Zusatz zu vorherigem Thema



Giebelreko nach Verfall: zweischalige Bauweise aus 17,5 cm Megalith und einem Zwischenraum von ca. 10 cm Luftspalt (2)




















Giebelreko nach Verfall: zweischalige Bauweise aus 17,5 cm Megalith und einem Zwischenraum von ca. 10 cm Luftspalt (3)




















Giebelreko nach Verfall: zweischalige Bauweise aus 17,5 cm Megalith und einem Zwischenraum von ca. 10 cm Luftspalt (4)

MfG Jannasch LehmHandWerk



zweischalig



hallo,
ich vermute die Konstruktion soll nicht zweischalig bleiben. Insofern ich das sehen kann sind dort unterschiedliche Hohlräume entstanden, einige sind nach unten offen, einige nach oben. Eine einheitliche Abdichtung ist daher schwer zu realisieren. Ich schlage folgendes vor (ohne Anspruch auf vollsändigkeit). Kleinere geschütze Räume mit Hanf füllen (Rohhanf). Andere Hohlräume können mit Strohlehm (keine Strohhäcksel verwenden) verfüllt werden. Besonders dort wo Holz sich befindet. Aber alle Hohlräume sollte vor Feuchte geschützt sein.
Ach ja, ich vermute dass Sie mit "megalith" Heraklit meinen.
Megalit wurde früher sehr oft verwendet, z.B. für Monumente wie Stonehenge, Karnak, usw. Heraklit ist erst seit Anfang des 20 Jh. bekannt.
M.f.G.
J.E.Hamesse