Kondenswasser in der Steinwolle...

13.11.2020 Ostfriese


Guten Abend in die Runde

Wir haben ein altes Haus (Doppelhaushälfte) von 1938, welches schon durch mehrere Hände gegangen ist. Weil wir die Heizkosten reduzieren wollten, habe ich die Decken der Räume im 1. Stock mit Mineral/ Steinwolle gedämmt , zwischen die Lattung der Paneele noch 20 mm Styropor eingebracht und die Gipskartonplatten an den Schrägen gelassen, auch hier Lattung und Styropor wie im Deckenbereich. In der "Abseite" konnte man erkennen, dass von einem der Vorbesitzer Steinwolle mit Aluminium- Unterseite eingebaut wurde- dies jedoch ziemlich dilettantisch und mit etlichen Beschädigungen.
Zunächst wurden Löcher in der Außenwand verschlossen, 100 mm Styroporplatten aufgeklebt und offene Fugen verschäumt, ebenso offene Stellen in der Dämmung zwischen den Sparren, durch die es zog wie heißer Tee. Endlich kehrte Ruhe in, alles war soweit gut. In die isolierte Abseite wurden kleine Kommoden geschoben, da richtige Schränke zu groß waren (100 cm Wandhöhe zum Raum)
Um eine eventuelle Kältebrücke zu vermeiden und die in der Abseite verlaufenden Heizungsrohre vor Frost zu schützen, hatte ich vor, eine Art Kasten um die Kommoden herum zu bauen und ebenfalls zu isolieren. Hierzu wurden OSB- Platten (12 mm) an die Balken geschraubt und an den Seiten die Abseite verschlossen.

Am nächsten Tag fand ich eine Feuchte Stelle auf dem Boden der Abseite im Bereich der OSB- Platten, eine Kontrolle ergab, dass die Dämmung feucht war. Damit war das Thema "Isolierung" des Kommodenbereiches erstmal vom Tisch, das Styropor wurde eingelagert.
Zu bemerken ist, dass im gesamten Bereich der Dachisolierung von den Vorbesitzern keine Dampfsperre oder Dampfbremse aufgebracht wurde, ein nachträglicher Aufbau ist nicht möglich.

Da die Abseite zukünftig eine Art Leerzelle darstellt und nicht gebraucht wird, wollte ich sie komplett zu machen. Nun kann ich zwar auf dem (ebenfalls durch Dämmmaterial nur lückenhaft isolierten) Dachboden vielleicht noch agieren, jedoch nicht an den Schrägen oder in der Abseite, da kein Platz vorhanden ist um vernünftig zu agieren.

Um nun eine Hinterlüftung zu bewerkstelligen: Würden evtl auch Lüftungsziegel im Bereich der abgeschlossenen Leerzellen etwas bewirken? Wäre es besser, auf die Isolierung der Kommoden von hinten zu verzichten, wodurch ein offener, langer Raum entstünde? (Hauptsächlich geht es mir um den Frostschutz der Heizleitungen in der Abseite) Bislang gab es wegen des dauernden Durchzuges meines Wissens nach keine solchen Probleme, daher denke ich, dass ich mir hier selbst durch die Isoliererei viellecht selbst ein Bein gestellt habe und "etwas" übermotiviert war...

Ich freue mich auf fachliche Antworten und Hinweise, bedanke mich schonmal vorab für Ihre Zeit und Mühe und wünsche allen im Forum ein schönes Wochenende aus Ostfriesland
F. Baier



nasse Steinwolle



moin, ich habe nun 3 Tage lang Deine Ausführungen gelesen und muss gestehen, dass ich einfach keine Vorstellung, kein Bild bekomme, wie Dein Aufbau aussieht und wo Du wie was gebaut hast. Vor allem die Geschichte mit den Kommoden verstehe ich nicht, auch welche Löcher in der Außenwand verschlossen wurden, wo dann Styropor eingebracht wurde.
Dachgeschosse mit Abseitenkonstruktionen müssen sehr genau ausgeführt werden. Ich bezweifle, dass Du hier im Internet sachdienliche Anleitungen bekommst. Hier kommt es auf Detailausführungen an. Eine vergessene Ecke beim Abkleben kann schon zu Deinem Kondenswasserproblem führen. Das sollte sich jemand vor Ort anschauen, der Ahnung von der Bauphysik hat und Punkt für Punkt mit Dir jede Dämmungsmaßnahe durchgeht.