Dämmung OG zu Dach mit oder ohne Dampfsperre?

28.01.2008



Hallo,
mein Haus ist BJ 1905. Ich möchte das OG besser dämmen, indem ich Isomaterial auf dem Dachbodenfussboden auslege. Ich möchte natürlich nicht, daß mir die Balken in der Decke zwischen OG-Wohnung und Dach wegfaulen. Benötige ich eine Dampfsperre. Wenn ja, wo? Bereits an der Decke der OG-Wohnung oder erst an der Warmseite des Dämmmaterials? Hängt dies evtl. auch vom verwendeten Dämmmaterial ab?
Gruß
Klaas



Eine



Dampfsperre oder -bremse sollte möglichst nahe der Warmseite einer Wand- oder Deckenkonstruktion installiert werden. Allerdings ist das nachträglich nicht so ganz einfach, da Schwachstellen nicht entstehen dürfen. Dabei kann man auch einzelne Bauteile nicht isoliert betrachten. Am besten einen Fachmann hinzuziehen, die Gesamtsituation erfassen und ein Konzept erstellen. Und dann werkeln.
MfG
dasMaurer



Es ist richtig



was Ulrich Warnecke schreibt. Darüber hinaus gibt es bereits viele Einträge hier im Forum, die sich genau mit diesem Thema befassen.
Genauer antworten kann man sowieso nur, wenn man mehr vom vorhandenen Deckenaufbau weiß. Soviel kann man aber sagen: Eine Dampfsperre ist nur ganz selten erforderlich. Eine Dampfbremse aber häufig.



Kondensation ist oben



Hallo

das Wasser kondensiert (wenn überhaupt) üblicherweise AUF der Dämmung. Wenn Sie also das Isomaterial auf dem Fussboden Verlegen UND der Dachboden gut durchlüftet ist, sollte nichts passieren.

Gruss
stt



Dem



will ich mal leichtsinnigerweise widersprechen. Die Kondensation erfolgt am Taupunkt, der je nach Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsverhältnissen durchaus auch im Bereich des Dämmstoffes liegen kann, wenn keine Dampfbremse vorhanden ist. Und dann muss der Dämmstoff in der Lage sein, die Feuchtigkeit kapillar nach oben zu transportieren und somit die Schwerkraft zu überwinden, sonst tropft´s unten. Durch die Dampfbremse soll der Feuchtigkeitseintrag reduziert werden, und somit der Taupunkt sicher mindestens an die Aussenseite des Dämmstoffes verlegt werden. Ausreichende Belüftung der Aussenseite ist natürlich erforderlich.
MfG
dasMaurer



ok ok



Stimmt auch, das Maurer - kommt eben auf den Isolierstoff an, ob es INNEN DRIN zu Kondensation kommen kann. Meine Aussage stammt von der hotline von Rockwool. Beweisen kann ich's nicht.

Ich hab auf dem Dachboden bis zu 40 cm Zellstoff als Dämmung. Theoretisch müsste es da immer innen drin zur Kondensation kommen. Beobachtet und gefühlt hab ich Feuchte aber bis jetzt immer nur an der Oberfläche. Warum? Weiss ich ja auch nicht.


Beste Grüsse

stt



Hatte da eine Theorie Stefan.



Zellstoff kann relativ gut Feuchtigkeit aufnehmen. Damit ist eine oberflächlich fühlbare Nässe nicht unbedingt vorhanden. Das langsam in deinen 40cm Zellstoff anfallende Kondeswasser (keiner weiß ohne Rechnung wie viel) wird aufgenommen. Wenn du oben so kleine Tröpfchen dran hast, denke ich mal dass diese aus der Luft im Dachboden kommen. An den feinen Fasern kann die Luft recht gut Feuchtigkeit ablagern. Da die Oberfläche durch die gute Dämmwirkung auch recht kühl bleibt und durch das Dach ja die Sonne dies nicht erwärmen kann, muss die Erwärmung bei Wetterwechsel durch die Luft erfolgen. Es kann also Zeiten geben wo die Oberfläche des Zellstoffes die kälteste Stelle im Dachboden ist. Den Rest kanst du dir jetzt wohl ausmalen. Aber wie gesagt, ist eine Theorie.

Gruß Marko