Lösungsfreier Parkettkleber?

19.06.2005


Kann man ohne Bedenken einen "lösungsfreien" Parkettkleber (z.B. Sikabond T52) im Kinderzimmer beim Stabparkett verwenden?



Für solche Chemikalien



gibt es immer ein technischen Datenblatt und meistens auch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Im technischen Datenblatt findest Du die genauen Inhaltsstoffe des Materials.
Beides anfordern, lesen und dann entscheiden ob es was taugt.

Gruß

Martin



Wie's



Martin Weishaupt beschrieben hat, das technische Merkblatt kann man sich zu jedem Produkt besorgen. Unbedenklichkeitsbescheinigungen helfen da weniger. Zu manchen Produkten gibt es Gutachten die man sich aber genau ansehen muss. Inhalt, Labor, Auftraggeber ...
Unproblematische Kleber sind aber nicht auf dem Markt. Versuchen sie an eine Volldeklaration (Angabe aller (!) Inhaltsstoffe des Produktes, gibt es aber in der Regel nur bei den Naturfarbenherstellern) zu kommen. Sollte der Bewohner Allergiker sein, die Inhaltsstoffe auf jeden Fall mit dem Arzt absprechen.



Besser einen Kunst- oder Naturharzklebstoff in Wasser





Besser einen Kunst- oder Naturharzklebstoff in Wasser



gelöst verwenden!

Der Sikabond T52 ist meines Wissens ein Reaktionskleber, der zwar lössemittelfrei ist, aber dafür andere Gefahrstoffe enthält!

Das belesen der Merk- und Sicherheitsblätter ist natürlich vorteilhaft, aber umfangreich mit Kürzel'n bestückt,den Laien bringt es nicht gerade weiter!

Als Einstiegshilfe, bei Lösemittelfreien Dispersionsklebern, sollte man auf den Giscode von D1 und auf den Emicode EC1 achten! Je höher diese Werte angegeben werden, umso höher ist der Schadstoffgehalt bzw. der Weichmacher u.ä.!

Ehrliche Firmen haben die TRGS 610 als Vertragsgrundlage!
Beratung und Verwendung von schadstoffarmen Klebern ist dann gegeben !!!

p.s. Auf welchem Untergrund soll den das Stabparkett verlegt werden?


Schöne Grüße von der Schöneberger Insel



Lösemittelfreier Parkettkleber?



Vielen Dank für die hilfreiche Antwort. Das Stabparkett soll auf einem Estrich verlegt werden.



entschuldige Michael



da muß ich Dir Nachhilfe geben.
Gugst Du hier: http://www.sika-bau.de/con/con-katalog/con-katalog-details.htm?id=115
Der T52 hat EC1.
Und glaub mir, die Kunstharzkleber sind die Pest.
Grüße Lukas
PS ich glaube wir sollten uns mal zusammenhocken.



noch ´ne Entschuldigung



diesmal an Xanthe,
dafür, daß ich nicht auf die Eingangsfrage direkt einging.
Untergrund ist nun klar. Aber welche Sorte Holz soll es denn sein? Und in welcher Dicke?
Grüße Lukas



noch ´ne Entschuldigung



Eiche 22mm. Nichts zu entschuldigen. X



Ich hätte da keine Bedenken.



ganz im Gegenteil.
Der PU-Kleber ist nach meinem bescheidenen Wissensstand nicht sehr schädlich (nageln fällt nun mal auf Estrich aus), kann aber durch seine Elastizität die Kräfte des Holzes gut auffangen. Das halte ich für sinnvoll, da man nicht gleich einen Sanierungsfall baut.
Noch zu bedenken wäre, falls es ein Neubau ist, die Restfeuchte im Estrich.
noch mehr Grüße
Lukas



Die Wirkung von PU-Klebern



ist noch nicht untersucht. PU-Kleber sind Isocyanatkleber. Die Isocyanate heören zu den 10 gefährlichsten chemischen Stoffen in Bauprodukten, die noch nicht untersucht wurden. Offizielle Grenzwerte gibt es noch nicht. Der empfohlene Grenzwert der WHO liegt um ein 20-faches unterhalb der Nachweisgrenze üblicher Laborverfahren.
Daher kann man in vielen Gutachten lesen:
Isocyanate unterhalb der Nachweisgrenze. Was in diesem Fall nicht mit ungefährlich gleichzusetzen ist.



Wofür die Nachhilfe!



@Luckas
Hatte ich in meiner Äußerung erwähnt, das der Emicode höher ist, als wie in deinem Link angegeben? Nö!

Ich hatte nur darauf hingewiesen, wie unser Baubiologe schon beschrieben, das es Probleme mit den schwer flüchtigen Stoffen wie Weichmacher u.ä. gibt!
Du lesen unter Sicherheitsdatenblatt http://www.sika-bau.de/42408.pdf unter Punkt 15!

Emmisionarm heißt nicht Emissionsfrei!

Warum sind deiner Meinung nachKunst- und Naturharzklebstoffe in Wasser gelöst die Pest?



Atmende Grüße

Micha



Natur- oder Kunstharze,



hallo Micha,
ohne, daß ich da jetzt chemisch wasserdicht bin, dürften kaum von sich aus wasserlöslich sein.
Ich glaube, "dispergieren", ist das, was da die Hilfsmittelchen machen.
Sagt man nicht:"Gift ist eine Frage der Dosis"?
Das Wort "Isozyanat" läßt in mir Übelkeit aufkommen. Ich denke aber, daß es in unserem Alltag so viele Gifte gibt, atme einmal "Berliner Luft", daß es wohl am sichersten ist, daß das Leben eine Krankheit mit garantiert tödlichem Ausgang ist.
Kurz gesagt, mit Quark und Ei kann man kein Parkett kleben. Dafür hat Holz zu viel Kraft. Über die Luft bekommt man einen Giftcoktail verpasst, den niemand auch nur annähernd abschätzen kann. Wer sich dem entziehen möchte, der muß wohl in die Polgebiete ziehen. Dort herrschen allerdings auch lebensfeindliche Bedingungen.
ratlos Lukas
PS ich rauche, ich trinke Alkohol, ich habe gekifft, ich fahre Auto, ich schleife Eiche, ich gehe über die Straße..., ich verarbeite Materialien, die sicherlich nicht immer unbedenklich sind. Lebe ich länger, wenn ich ein oder mehreres weglasse? Wenn ich alles sein lasse, dann bin ich irgendwie auch tot.




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