Asbesthaltiger Kleber auf Holzdielen

31.07.2013 tom



Hallo,
wir haben in einem Altbau von 1900 leider feststellen müssen, dass irgendein Vorbesitzer Flexplatten (asbesthaltig) mit asbesthaltigem schwarzen Kleber auf alte Holzdielen verklebt hat. Befragte Handwerker behaupten, die Dielen müssen mit entsorgt werden, da der Kleber ins Holz eingezogen ist und nicht geschliffen werden kann. Stimmt das oder kennt jemand Alternativen?

Beste Grüße!



Die befragten Handwerker...



... haben durchaus recht, bzw. werden mögliche Verfahren zur mehr oder weniger dauerhaften Versiegelung oder auch Rückbau den (finanziellen) Aufwand gegenüber sachkundiger Entsorgung und Erneuerung der Dielung wohl übersteigen, vom Ergebnis, optisch wie baubiologisch, mal abgesehen.

Wenn man sich mal informiert, welcher sagenhafte Aufwand (zu recht) beim Rückbau von eher "einfach" zu handlendem Platten- oder Matten-Material betrieben werden muss, ist leicht vorstellbar, dass Schleifarbeiten im Zusammenhang mit Asbest im Innenbereich in der Regel die letzte Wahl und üblicherweise ein No-Go sind...

MfG,
sh





Da gibt es eigentlich keine zu verantwortenden vernünftigen Alternativen, das sehe ich hier wie Herr Hausleithner.

Wenn man an den Bodenbelag rangeht sollten PAK- und asbestbelastete Bauteile fachgerecht ausgebaut und entsorgt werden. Die Betonung liegt hierbei auf fachgerecht. Das ist nichts für den privaten Einsatz, genau genommen dürfen das noch nicht einmal alle Firmen ausführen, je nach Anforderungen gar nur unter Luftabschluss.



Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Möglicherweise...



...bilden alte Lacke und Wachse eine Trennschicht, die bei moderater Erwärmung (Wärmestrahler) munter wird. Mit einer guten Atemschutzmaske könnte dann versucht werden, abzuspachteln.

ABER: Davor muß zwingend ein Test auf PAK gemacht werden. Findet sich davon etwas, bleibt nur die komplette und aufwändige Spezialentsorgung.

UND: Es gibt keine Garantie, daß der Dielenboden, auch wenn kein PAK gefunden wird, nicht doch nach dem Schleifen ausdauernd strinkt.

Dazu kommt, daß Sie das wohl alleine machen müssten. Und, daß der Aufwand in keinem auch nur annähernd gesundem Verhältnis zum Nutzen steht. Manchmal muß man eben auch loslassen können.

Grüße

Thomas



Ich kann definitiv nicht...



... dazu raten, die Hoffnung auf irgendwelche undefinierbaren Lack- und Wachsschichten aus den wahrscheinlich 70er Jahren zu setzen.

Vernünftiger Abbau mit fachgerechter Entsorgung ist angesagt...
Ersteres darf man im privaten Bereich selber machen, sollte man allerdings nicht, zweiteres gehört definitiv in Profihand...

MfG,
sh



Vielen Dank ...



... für die Bewertung der Situation. Ich werde zwar mit Tränen in den Augen da stehen, wenn die Dielen raus kommen, aber lieber von Profis das Zeug beseitigen lassen.

Beste Grüße aus HH!



Die gute Nachricht:



Es gibt immer noch lange, breite, dicke Dielen; ganz nach Wunsch und Laune.

Grüße

Thomas