Punktbelastung eines Klaviers vermeiden (Deckenstabilität, Belastung, Fachwerkhaus)

21.09.2005



Hallo, ich habe folgendes Problem:
Ich wohne zur Miete im 2. Stock eines alten Fachwerkhauses (erbaut 1700und?)
Ich möchte ein Klavier kaufen und aufstellen. Mein Vermieter hat mir dies mit dem Verweis auf eine zu große "Punktbelastung" der alten Holzdecke untersagt.
Meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit das Gewicht zu verteilen (Beispielsweis durch eine stabile Holzplatte oder Latten unter dem Klavier), so daß die 210 kg des Klaviers besser verteilt sind, und so das ganze dann in den Bereich einer guten Sicherheit kommt, und ich meinen Vermieter guten Gewissens umstimmen kann?





unser Nachbarsmädchen hat auch ein Klavier im Fachwerkhaus... dürfte eigentlich kein Problem sein. Wenn ein Mensch mit 100 Kilo dasteht, ist die "Punktbelastung" ja noch viel ärger...

Oder ein Sofa mit 2 Personen drauf... Das wiegt ja auch über 200 Kilo und da ist die Punktbelastung auch groß, da die meisten Sofas nur 4 Füßchen haben...

210 Kilo wiegt ein Kaminofen und der hat auch weniger Stellfläche.... Wenn die Balken i.O. sind, dürft das kein Problem sein. Früher hat man im Dachgeschoss (Speicher) oft Korn gelagert und die Balken haben das ohne weiteres getragen und die Säcke waren sauschwer...





Hallo Sebastian
Wahrscheinlich meinte er statt Punkbelastung Lärmbelastung :-)
Vielleicht ne Dämmmatte drunter und darauf eine Lage OSb oder Holz. das ganze schwimmend, damit die Balkendecken die Geräusche nicht so gut übertragen, dann ist zusätzlich gleichzeitig das Gewicht besser verteilt.
Im eigenen Wohnzimmer habe ich dort wo das Klafünf steht einen Balken mehr unter die Dielen Gepackt damit sie nicht durchbiegen können (ist allerdings Balken auf Schotter), die Balken und Wände sollten das aber aushalten.
Chaosmusikalischer Gruß aus dem lautesten Haus Mittelhessens
Hartmut



Hi Sebastian



es ist eine schöne Idee mit dem Klavier. Die Idee mit der großen lastverteilenden Holzplatte ist schon gut. Vermutlich liegen die Motive des Vermieters aber eher im Gehörtechnischen Bereich. ;-)
Hast Du ihm schon einmal vorgespielt?
Scherz beiseite. Muß es ein Hammerklavier sein?
Ich bin bei den Domspatzen in Regensburg groß geworden. Wir hatten nur klassische Klaviere und Flügel zum Üben. Dann kam die Zeit der E Pianos und E- Flügel. Die sind mittlerweile so gut und praktisch, daß ich 2 davon besitze.
Ehemalige Mitschüler, die weitaus begabter sind als ich es je war, besitzen diese Klavier schon seit 1988. ... und sind glücklich mit ihren Instrumenten.

Ich denke, daß das eine gute Alternative ist. Mit einem guten Kopfhörer oder der Lautstärkenregelung kannst Du Tag und Nacht die frechsten Dinge spielen.
Hast Du auch an Midi und Capella, etc gedacht. Das wird alles möglich.

Denk mal nach! Hat seine Reize. Nette bandscheibengeschonte Musikergrüße



hm..überzeugt mich noch nicht ganz



Hallo und erst mal danke für die vielen spontanen Antworten.
Mein zu kaufendes Klavier hätte sowieso eine Silenteinrichtung - also zusätzlich zu den Hämmern noch ein Digitalpiano.
Ich spiele mitlerweile seit ca. 5 Jahren auf einem Digitalpiano - und jetzt will ich doch so gerne endlich einmal ein richtiges spielen, hätte ja sogar schon das richtige.

Es stimmt - die neuen digitalen sind nicht schlecht, aber können trotzdem nicht wirklich mithalten.

Ob mein Vermieter den Lärm fürchtet?
Hab ich auch schon gedacht, und wer weiss - es scheinen aber doch eher die statischen Bedenken zu sein...