Kiesstreifen ja oder nein

07.04.2010



Hallo miteinander,

der Unterputz im Außenbereich hat erfolgreich überwintert und bald folgt der Oberputz. Jetzt sind wir momentan voll in der Vorgartengestaltung und es stellt sich die Frage, ob wir die Bepflanzung bis direkt an die Hauswand führen oder den berühmten Kiesstreifen machen sollen. Vielleicht geht auch eine Kombination aus beidem, also eine Art bepflanzter Kiesstreifen ?

Vielen Dank im voraus.
Beste Grüße

Thomas Sedlaczek





Hallo,

Den “berüchtigten” Kiesstreifen würde ich auf keinen Fall machen.
In dem Graben der dann mit Kies verfüllt wird kann sich bestens Wasser bei starkem Regen aufstauen.
Wenn, dann sollten nur oberflächlich Kieselsteine verteilt werden um das hochspritzen von Muttererde an die Hauswand zu verhindern.
Bodendecker erfüllen hier den selben Zweck, nur viel schöner.


Grüße aus Schönebeck



klassisch



Hallo

dem einen ist der so genannte Kies- oder Traufstreifen "berüchtigt" und ein Graus - dem anderen ist er ein perfektes Mittel seine Wand trocken zu halten.

M.E. ist der Traufstreifen sehr gut.
Im unteren Bereich Schotter oder Kies - im oberen Bereich Kies oder Humus mit Gras.
Sie können auch gerne einen Baum reinpflanzen - Spalierobst hat sich da gut gemacht.

Obwohl manchem das auch wieder ein Graus ist!

Immer die zwei Seiten: dunkel und hell oder links und rechts oder gut und böse!

Gutes Gelingen!

FK





Herr Kurz,

wie oben schon gesagt schaffen Sie bei bündigen Böden so mit unter eine große Bewässerungsanlage um das Haus.
Schlimmstenfalls machen Sie so aus dem Lastfall “Bodenfeuchte” den Lastfall “aufstauendes Sickerwasser”
Was das für die Abdichtung heißt wissen Sie!?

Grüße aus Schönebeck



man lernt ein Leben lang



aus!

oder dazu!

Sie sollten noch mal in dem Fachbuch schmökern, in dem die Zusammenhänge stehen. Von "bindigen Böden" und weiteren Lastfällen.

Danke

Und wenn Sie nicht meiner Meinung sind ist es mir auch recht!

FK



Was wird denn das Jetzt?



Herr Kurz,

Machen Sie doch mal im Sandkasten eine kleine Kuhle aus einem Sand/ Lehmgemisch und füllen dort Kies rein, kippen dann Liter für Liter Wasser bis sie überläuft drauf.
Dann machen Sie den Kies raus und füllen die Kuhle mit dem selben Lehm/ Sandgemisch.
Und jetzt wieder Wasser marsch.

Dann beachten Sie mal den feinen kleinen Unterschied.

Sehen Sie mal in die DIN 18195-1 unter 4.4 Grundsätze, was dort steht.
Bei einem Blick in die DIN 4095 sollte Ihnen dann auch auffallen das Sie mit Ihrer Empfehlung hier eine Dränschicht einbauen würden.

Der perfekte Pool unterm Haus wenn das Teil auf Böden steht deren Wasserdurchlässigkeit < 10 -4 m/s ist.

Für die Fälle gibt es ja dann die Bauwerksabdichter.

Grüße aus Schönebeck



Nein soll Herr Kurz besser nicht machen, denn sonst verplasst sein Weltbild



Es ist einfacher auf irgendeine Literatur zu verweisen als selber zu denken.
Herr Struwe er geht auf Ihre Fragen überhaupt nicht ein.
Dies heißt doch nur - er kann nicht anders.



Kiesstreifen



Zunächst erstmal Dank für die Antworten. Vielleicht noch ein paar Detaisl zu meiner Situation vor Ort. Das Haus ist nicht unterkellert, die massive ca. 70cm starke Lehmaußenwand ruht auf einem ca. 1,2 m hohen Bruchsteinsockel, welcher ca. 50cm im Erdreich (Lehm-Ton-Gemisch) auf der blanken Erde gegründet ist.
Der Unterputz außen ist bis kurz über dem erdberührenden Bereich gezogen.
Eine Bepflanzung bis direkt ans Haus ist schon erwünscht, leider scheidet Spalierobst aus, da es v.a. die Nordost bzw. Westseite betrifft, aber ein paar schöne Schattenstauden hat die Bauherrin schon im Blick...
Also Bepflanzung bis direkt ans Haus und lediglich ein Kiesstreifen als leichter Spritzschutz ?!?!??!





Hallo Thomas,

wie sah es denn bisher am Sockel aus? Bei einer ohnehin nicht frostsicheren Gründung würde ich nun keinen Kiesstreifen ausheben, der Wasser an die Gründungsebene führen kann. Eine Bepflanzung ist sicherlich gut, jedoch sollten dort nur Gehölze zum Einsatz kommen, die keine ausufernden Wurzelsysteme in die Gründung treiben (Eher Staude statt Efeu). Etwas Gefälle führt Oberflächenwasser bei Starkregen gleich vom Haus weg.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Nach den Gegebenheiten



… ist die letztgenannte wohl die beste.

FK





Hallo,

@Christoph
der Sockel war jahrzehntelang mit einen dicken Zementputz verputzt und als "Wasserabführung" hatte man aus Beton eine Art Kehle gegossen, welche erstens völlig hinüber war und zweitens das Wasser sicher auch drunter gelaufen ist. Momentan sind die Wände im inneren ziemlich trocken, wobei die 70cm Lehm sicher auch ziemlich viel Wasser speichern.
Als Bepflanzung sind nur Stauden und kleine Sträucher geplant.
Ein Gefälle von Haus werden wir einplanen, daran hatten wir komischerweise gar nicht gleich gedacht, Danke dafür...

@all
danke für die Hilfe

Gruß
Thomas Sedlaczek