Nochmals Lärchenholz




Guten Abend!
Dank Hilfe hier vom Forum habe ich alle Informationen bekommen und nun mein Lärchenholz ins Sägewerk gebracht.
Heute ruft mi8ch der Sägewerksbesitzer an und teilt mir mit, das sei kein Lärchenholz, sondern Kiefer. Ganz verzweifelt fuhr ich sofort hin und hab mir die geschnittenen Bretter angesehen. Sie sind rot - etwas dunkler als die daneben lagernde frische Lärche - mit ganz hellen Flecken.
Die Holzqualität ließ ich schon früher durch 2 unabhängige Tischler feststellen. Dabei wurden einige Balken zerschnitten und auch die Schnittfläche begutachtet.
Gibt es eine Möglichkeit, die Holzart exakt festzustellen?
Selbstverständlich kann ich bei Bedarf Fotos einstellen.
Vielen Dank und liebe Grüße
Erika Krischke



tja



wie war das doch mit den 5 juristen und den 6 meinungen :-)))
sie sehen, auch Holz ist ein weites feld. und wenn sie noch einen experten fragen, wirds vielleicht sogar Eiche :-)))
einfach scheint das wirklich nicht zu sein, von den drei (erfahrenen) tischlern, die ich rahmen meiner dielen-auschreibung da hatte, kam tasächlich von kiefer, über pechkiefer und tanne alles. wirklich wichtig ist es in meinem fall natürlich nicht.



Hmmmm



eine Möglichkeit könnte darin bestehen, das Holz zu wiegen und mit Proben, deren Herkunft klar ist, vergleichen. Lärche hat bei Normbedingungen eine deutlich höhere Dichte als Kiefer. Lärche liegt bei ca. 620kg/m^3 während Kiefer bei ca. 490kg/m^3 liegt. Dieses Verhältnis sollte auch nach der Trockung weiter bestehen, wenn auch nicht in der Ausprägung, wie im Rohzustand. Fazit: Sägen und wiegen.
Ggf. bietet ja auch ein Test mit Eisennägeln und den durch Oxidation entstehenden Verfärbungen einen Hinweis, das aber wäre eine Frage für die Experten.



Einfacher ...



... wäre es, wenn Sie sich einen Holzschutzsachverständigen in Ihrer Nähe suchen. Dieser müßte die Holzart recht schnell bestimmen können, da es eine Reihe von makroskopischen und insbesondere mikroskopischen Unterschieden gibt. Für die mikroskopische Bestimmung reicht im Allgemeinen ein Taschenmikroskop bzw. ein Mikroskop mittlerer Vergrößerung.

Grüße aus Thüringen
von Günter Wilmanns





Hallo!
Vielen Dank für die INFO. Das mit dem Gewicht haben wir heute im Sägewerk besprochen.
Vorerst suche ich mal im Internet nach einem Holzsachverständigen und hoffe rasche einen zu finden.
lög Erika



Lärche vs. Kiefer



Wenn noch ganze Stämme da sind, ist auch für den Laien die Bestimmung einfach:
Kiefern haben einen klar vom (hellen) Splint abgegrenzten roten Kern im Stammquerschnitt.
Lärchen haben keinen Splint sondern einen leichten Rotschimmer im gesamten Querschnitt, d.h. der Stammschnitt sieht gleichmäßig aus.





Vielen Dank für den Hinweis betreffend ganze Stücke. Leider habe ich nur mehr Balken die mahr als 150 Jahre alt sind.
LG Erika



Auch wenn...



...diese Frage schon etwas betagt ist, Unsinn bleibt Unsinn! Lärchenholz hat ganz eindeutig einen, wenn auch mit 1-2cm recht schmalen Splintanteil. Hier irrt D.B.

Alte Balken haben meist irgendwo noch etwas Baumkante. Ein schmaler Splint kann für den Laien ein Hinweis auf Lärche sein, Kiefernsplint ist wesentlich breiter.

Wer eine gute Nase hat, kann es mit Geruchsproben versuchen, besonders im Bereich angeschnittener Äste. Kiefer riecht charakteristisch nach Terpentin.

Ein Bild anbei zeigt gut die Unterschiede im Splint. Lärchenkern ist etwas heller und geht etwas mehr in Richtung grau, Kiefernkern ist rötlicher und dunkeler.

Ein guter Tischler sollte ohne zu zögern Kiefer und Lärche auseinanderhalten können, aber wie es genau beschreiben?

Was ist denn aus den Kiefer-Lärchen-Balken geworden?

Grüße

Thomas



Typisch für Lärche...



...sind ferner häufig schwarz umrandete kleinere Äste (die Rinde wächst hier ein Stück weit mit ein).

Grüße

Thomas