Dämmstoffdicken und Tauwasserbildung

18.09.2006



Guten Tag

Ich habe kürzlich gelesen, dass Holzwolle-Leichtbauplatten und Schilfdämmplatten nicht dicker als 3 cm sein dürfen, da sonst die Tauwasserbildung zu hoch ist. Eine Alterlative wäre Strohlehm, dessen Plattendicke etwa 10 cm betragen muss um den geforderten Wärmedurchlaawiederstand der Wand von 1/"Lambda" = 1,0 m²K/W zu erreichen.

Jetzt meine Frage:
Gibt es noch Alternatieven mehr?
Kann man die 3 cm überschreiten?
Kann man die 3 cm überschreiten wenn man ein Heizsystem nutzt (Wandheizung oder Fußleistenheizung)?
Wie ist das genau mit dem Strohlehm, was für ein Lambda hat der?

Vielen Dank im Vorraus



Bei einem Dämmnachweis



am Einzelbauteil ist der geforderte Wert nicht 1,0 m²K/W sondern nach EnEv 0,35 W/m²K. Diesen Wert kann man noch nicht einmal mit 24 cm Leichtlehm erreichen. Der Mindestwärmeschutz nach DIN beträgt nach meinen Informationen 1,20 m²K/W dazu wäre dann unter Umständen 120 mm Leichtlehm nötig (ich bin immer von 400 kg/m³ ausgegangen), die vorhandenen Bauteile wie Ausfachung und Putz spielen natürlich auch eine Rolle. Will man nach diesem Wert arbeiten, muss die EnEV über andere Wege eingehalten werden oder aber eine Befreiung erwirkt werden.
Die mögliche Dicke beim Einsatz einer Innendämmung wie z.B. Holzweichfaserplatten muss im Einzelfall überprüft werden. Ich bin der Meinung, dass die Fa. Unger Diffutherm bis 6 oder 8 cm (je nach vorhandenem Wandaufbau) eingebaut werden kann.

Strohlehm mit einer Rohdichte von 400 kg/m³ hat einen Lambda-Wert von 0,12, 500 kg/m³ 0,14 und 600 kg/m³ 0,17 W/mK.
Die Vorteile einer Wand- oder Fussleistenheizung würde ich hier nicht einkalkulieren.