Mit Holz heizen - welcher Kessel ist der richtige?

08.10.2012



Hallo Fachwerk-Mitglieder,
nach einigen Recherchen zu den verschiedenen Heizsystemen stellt sich mir nun die Frage, ob ein Holzvergaser oder ein Festbrennstoffkessel die bessere Variante wäre.
Eckdaten:
Wohnfläche ca. 130 qm
einzügiger Schornstein vorhanden
Brennstoffe - Restholz aus Tischlerei und Scheitholz vorhanden
ein Gasbrennwertgerät soll als Sicherheit genutzt werden
Pufferspeicher mit ca. 1300 l wird geplant.

Fragen:
Wer hat Erfahrungen mit Festbrennstoffkesseln (welche Typen und Ausstattung)?
Welche dieser Kessel erreichen die erste Stufe der BImSchV?
Empfiehlt sich ein Gusskessel oder sind Stahlkessel gleichwertig?

Wer hat Erfahrungen mit Holzvergasern(welche Typen und Ausstattung)?
Welche Geräte haben robuste Technik und sind wartungsarm?
Bei welchen Geräten kann auf eine Schornsteinsanierung verzichtet werden?

Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten.
Grüße Eckhard



Ich



plane grad ähnliches, momentane Wohnfläche ca 138 qm, mein Schorni meinte für nen wasserführenden Kamin mit 15 kw Wasserleistung im EG ( große Wohnküche ) der unten wärmt und im 1. OG Wandheizung für 5 kleinere Zimmer wäre ein Puffer mit 500l ausreichend. Such grad jemanden der mir das effektiv ausrechnet.
Du hättest ja für etwas weniger qm fast das 3fache an Speicher geplant...
1300 l für Brauch- oder auch Trinkwasser ?
Zur Zulassung des Kamins solle ich nur schauen dass der ein CE- Prüfzeichen hat, mit Emissionsverordnung kam er mir gar nicht, meine Esse gibts wohl her von Querschnitt und Zustand



Die..



..Pufferspeicher werden so "groß" gewählt um bei einer Holz Zentralheizung die Intervalle zwischen zwei Abbränden zu verlängern. Schließlich will/kann man nicht ständig Holz nachlegen und den Ofen am brennen halten.
zudem bringt das den Vorteil, dass der Ofen ständig mit optimaler Verbrennungstemperatur arbeiten kann und nicht gedrosselt werden muss. Dadurch steigt der Wikrungsgrad. Klar hat ein Pufferspeicher Verluste, die nehme ich aber gerne in kauf, wenn ich dafdür im Winter nur 1x täglich den Ofen beschicken muss.

Wir haben einen Atmos DC30GSE mit ACD01 Regelung (Honeywell)+10,5m²Solar und 1850ltr Pufferspeicher, davon sind 300ltr Brauchwasser. Wfl 160m².
Der Pufferspeicher ist i.d.R. Heizungswasser, kein Brauchwasser.

Mit der gesamten Anlage bin ich sehr zufrieden, sowohl bzgl. Funktion als auch Qualität des Kessels. Die Wartung beschränkt sich auf regelmäßige Reinigung des Kessles und vorallem der Wärmetauscher (1x/Monat ca 30min).
In einem anderen Haus haben wir einen DC25GS, der läuft seit 4 Jahren ohne Probleme, jetzt wird der Düsenstein getauscht.
In dem Haus war vorher ein Scheitholzkessel (1m Scheite) installiert. Der Holzvergaser arbeitet wesentlich effektiver, weniger Holzverbrauch, sehr viel weniger Asche.
Heizungbauer und Schornsteinfeger sind auch zufrieden.

Grüße
Michael



großer Puffer?



Ein großer Puffer ist nur sinnvoll in Verbindung mit einem großen Füllraum des Holzvergasers: Ein Holzvergaser wird normalerweise gefüllt und dann brennen gelassen, --> der Puffer sollte die Energiemenge aufnehmen können, die in Form von Holz in den Holzvergaser passt, so habe ich nach dem Abbrand auch die nötige Temperatur im Puffer (z.B. 80°C für Heizkörper).
Zu empfehlen für die Thematik ums Holzbrennen sind zwei Hefte (Umsonst) vom Bundesministerium(?): "Marktübersicht Holzvergaser" und ein ähnliches allgemein über Festbrennstoffe.

Wir selber haben einen ETA SH20 mit 1500l Puffer und Warmwasserbereitung über Edelstahlwellrohr im Puffer (sehr zu empfehlen!)

Schöne Grüße
Frank



link zum Heft



http://mediathek.fnr.de/catalog/product/view/id/338/s/scheitholzvergaser-kombikessel-marktubersicht/category/3/

"wärmstens" zu empfehlen



Danke



für den Link
Mit Brauchwasser meinte ich das Heizungswasser



Die meisten...



... "guten" Hersteller haben Wurzeln in Österreich...

z.B.:
ETA
Windhager
Guntamatik
Fröling
Hargassner

Spannend finde ich Geräte wie z.B. Fröling SP Dual (ohne dass das jetzt direkt eine Empfehlung sein soll)...
Vorteil liegt darin, dass man bei Krankheit/gebrochenes Bein sich nicht in den Keller schleppen muss, sondern das Gerät selbst auf Pellets und damit Automatik umstellt... Die sommerliche WW-Bereitung wäre damit auch wirtschaftlicher... ist aber nicht ganz billig die Kiste...

Dann wäre es möglich, den Gasanschluss adacta zu legen... spart auch 150,- bis 200,-/a Grundgebühr...

Die prinzipellen Vor- und Nachteile bei Vergaser und Brandkessel sind wohl klar...

MfG,
sh



Hier..



..:
"...... "guten" Hersteller haben Wurzeln in Österreich..." würde ich gerne das "guten" durch "hochpreisigen" Hersteller ersetzen.
Sicher hat da so mancher Kessel das ein oder andere Feature (auto. Zünden, usw) was ich bei einem "günstigen" Kessel nicht bekomme.
Aber am Ende verbrennen/vergasen alle nur den Brennstoff.
Wenn nun Wirkungsgrad/O2-Restgehalt/erw. Lebensdauer/Füllraumgröße/etc. gleich(-wertig) sind, worin liegt dann der hohe Preis begründet?

Der erwähnte auto. Betrieb bei Krankheit o.ä. ist natürlich ein Thema, das man auf unterschiedlichste Art lösen kann. Wir haben es noch nicht gelöst :-(

Grüße
Michael