Scheitholzkessel und Fußbodenheizung

29.08.2012 tobser



Hallo,

ich stehe vor der Qual der Wahl zum Scheitholzkessel eventuell in Kombination mit Pellets (nur für den ernstfall)
Ich habe die Anlage planen und berechnen lassen und es ist ein Kessel mit ca. 25 - 28 kw erforderlich.
Hat jemand hilfreiche Tipps / Erfahrungswerte mit speziellen Typen wäre ich sehr froh und könnte meine Entscheidungsfindung weiter vorrantreiben.

Und ich bin auf der suche nach einer geeigneten Trittfesten Dämmung welche unter den Heizestrich kommt bzw auch der Tackermatte welche der Heizungsbauer benötigt um die Heizschlangen anzutackern.
Leider ist es ja scheinbar üblich das hierfür Polystyrol (Trittfest EPS) zum einsatz kommt, aber genau das möchte ich eben nicht in meiner Bude haben.
Somit suche ich hierfür eine Ökologische Ersatzlösung.

mfg Tobias





Hallo,

a) Kork, ob es ökologisch ist, mit EU Geldern portugiesische Korkeichen zu beseitigen, sei dahingestellt
b) Schaumglasboards, ist aber teuer

Ich würde hochwertige Polyurethane nehmen. Egal was die baubiologen sagen.

Grüße



Heizestrich



Dämmung, Wärmeverteilung, Befestigung...- das ganze System ist die Fußbodenheizung. Hier Materialien und Komponenten zu mischen kann Mängel nach sich ziehen bzw. die Gewährleistung für das Gesamtsystem außer Kraft setzten. Lassen Sie Ihren Heizungsbauer ein System das Ihren Vorstellungen entspricht aussuchen und dann gemäß den Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers montieren.
Noch besser ist es wenn der Heizestrich in das System mit einbezogen wird; beauftragen Sie den Heizungsbauer deshalb besser mit dem komplette Bauteil. Das erspart späteren Ärger falls es zu Mängeln kommen sollte.

viele Grüße

p.s. Was ist mit dem Schaumpolystyrol in Ihrem Kühlschrank?



Neder woch



Hallo

Als Anstoss würde ich vorschlagen: Überdenken Sie die Sache noch einmal!

Die FBH mit der Befeuerung
die Dämmung
die Gesamtheit Ihrer Wünsche und Überlegungen

Bei so einem Kessel - wie viel m3 sollen denn konvektiv beheizt werden?
Massivbau oder Fachwerk?

Warm bei einem Drittel Aufwand?
schätze ich mal!

Florian Kurz
www.slow-house.de



Hallo,



das System an sich ist lange durchdacht und ausgesucht wurden, nur habe ich eine Antipathie gegen Polystyrol entwickelt und möchte es SO GUT ES GEHT aus dem Haus verbannen.
Ich glaube auch nicht das es das "System" zerstört wenn ich statt 3cm Polystyrol Tackermatte etwas anderes, in etwa gleichwertiges von selber Höhe verbaue.
Auch die Sache mit dem Scheitholzkessel sowie die Planung an sich ist fest und nicht bestandteil meiner Frage. Einzig den genauen Hersteller muss ich noch wählen.

mfg Tobias



Ökologisch genug?



http://www.gutex.de/Produkte/Verlegehinweise_und_Produktdaten/_produkte/thermosafe-wd/technische_daten.php



Ach so!



Ich bin ja auch kein Freund von Polysterolplatten.

Welchen Grund haben Sie?

Allerdings bin auch kein Freund von Überdimensionierung, einseitiger und womöglich falscher Beratung.

Sie WOLLEN einen SUV obwohl es geschickter wäre einen smart zu nehmen, weil der weniger Sprit frisst und besser durch die engen Gassen kommt.

Ist gut!

… dann haben Sie m.E. ca 2000 m3 Kubatur warm zu machen?
oder

Gutes Gelingen

Florian Kurz
www.slow-house.de



oder...



...er möchte lange intervalle zwischen den Beschickungen und hat deshalb einen entsprechenden Pufferspeicher.
Den mit einem 6kW Kessel zu füllen dauert schon etwas länger.
Vielleicht ist es aber auch nur, weil er gerne min. 50cm Scheite verfeuern möchte, was auch kein 6kW Kessel den ich kenne kann.
Kann aber auch sein, dass er tatsächlich eine riesen Bude hat, wir wissen es nicht.

PS & zur Frage:
Wir haben einen Atmos DC30GSE und sind sehr zufrieden.

Grüße



Keine EPS-Tackermatte...



... WW-FBH geht auch z.B. mit Rohr an Armierungs-Matte, Aufschwimmen verhindern...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



HDG



Hallo,

wir haben einen HDG Euro 30 (30 kW Leistung) mit 2x 1.500l Pufferspeichern.
Die Anlage steht in einem Nebengebäude, dadurch kein Qualm und Gestank im Haus, der Heizkreis im Haus wird über eine Fernwärmeleitung versorgt.
Die Anlage ist wartungsarm, bedienerfreundlich und von der Leistung her für unser Haus ausreichend.
Für Warmwasser haben wir noch einen 500l Speicher im Haus selber stehen, der eben über die Fernwärmeleitung und zusätzlich mit Solar erwärmt wird.
Muß dazu sagen, dass bereits der Vorbesitzer unseres Hauses die Anlage einbauen lies.

Insgesamt sind wir mit der Anlage sehr zufrieden, einzig die verbaute Steuerung (Buderus 4121) der Anlage ist für diese Konstellation der Anlage ungeeignet, da die Steuerung nicht erkennt wenn der Pufferspeicher kälter ist wie der Warmwasserspeicher und somit wird dieser dann kontinuierlich runtergekühlt. Hier hätte es die Buderus 4323 gebraucht, die diese Funktion unterstützt.
Warum dies nicht gleich so ausgeführt wurde ist mir rätselhaft, vielleicht wollte der ehemalige Besitzer Geld sparen, oder der Installateur hat gepfuscht - keine Ahnung.
Ich habe jedenfalls die 4323 schon da - werde sie demnächst installieren.

Zur FBH kann ich derzeit wenig sagen, da wir noch normale Heizkörper haben.
In einen geplanten Anbau des Hauses werden wir jedoch FBH einbauen und es ist auch geplant in ein paar noch zu renovierende Räume des Hauses nach und nach FBH einzubauen.
Wir werden uns allerdings für ein System "aus einer Hand", also für alle Komponenten eines Herstellers entscheiden.

Zusätzlich wollen wir noch die Heizungsanlage so umbauen, dass auch Heizungsunterstützung mit Solar möglich ist - aber alles nach und nach.

Gruß
Volker



Danke



erstmal für die vielen Antworten.

Warum kein Polystyrol?
Ich mag es einfach nicht und denke es ist (für mich) hier fehl am Platz. Es bereitet mit einfach unbehagen in einer Polystyrol und Plastik Bude zu sitzen.

Zum Heizbedarf.
Wir sanieren aktuell ein Gutsherrenhaus, im EG und 1.OG sind jeweils ca. 125m² + 125m² DG (welchen unter vorbehalt bei der Heizungsplanung mit bedacht wurde) des weiteren ist ein Anbau (ungedämmt) am Haus welcher ebenfalls beheizt werden soll mit 2*60m² --- Summe 495m². Des weiteren gehört ein Ausgedingehaus (ungedämmt) mit ca. 100m² welches ebenfallls über eine Fernleitung an die Heizungsanlage angeschlossen werden soll.
Die Heizungsplanung / Berechnung sagt das ein 30kw Kessel es schafft das alles zu beheizen bis minus 16 Grad. (nagelt mich da jetzt nicht fest ich habe die Planung nicht bei der hand.) 'Da wie gesagt das DG nur Optional ist und das Ausgedingehaus vorrerst auch nicht durchgehend bewohnt ist, sind diese 30kw auf ca 25kw reduziert wurden.
Geplant sind 2000liter Pufferspeicher und 1000liter Warmwasser. Unterstützt werden soll das ganze von 16m² Solarthermie auf dem Dach (Südseite).

EG+1.OG komplett Fusbodenheizung
DG, Anbau und Ausgedingehaus Heizkörper

Warum SUV wenn ein Smart vieleicht reicht?
Das ganze bekomme ich von der ILE gefördert (und das nicht unerheblich) so das ich ungern an dieser Stelle sparen möchte.
Natürlich soll das ganze auch passen und nicht sinnlos groß sein. Aber Faul bin ich schon und verfeuer auch gern 50cm Holzscheite, auch weil die sich besser einstapeln lassen.

ich schau mit jetzt erstmal alle angesprochenen Kessel und die Links an und mach mich schlau

mfg Tobias



tobber's Heizung



Hallo

Sie schreiben von ˜ 500 m2 + 100 m2 = 600 m2.
Haben Sie Raum- oder Geschosshöhen von über 3 m?


Zu dem Polysterol denke ich ähnlich.
Allerdings ähnliches zu FBH's, "sau-billigen" Herschenkkrediten, Heizkörpern, zentraler WW-Versorgung.

Bedenken Sie dabei: Sie bekommen immer das, was Sie sich wünschen!
… nicht unbedingt das, was gut für Sie ist!

Viel Erfolg damit

Florian Kurz
www.slow-house.de



Manchmal...



... ist es ratsam, auch die Beschaffung gleich von der Firma besorgen zu lassen, die für Installation und Wartung (Kessel, Heizung etc.) zuständig ist, vor allem, wenn es sowieso die Firma ist, die das Ganze vorher auch geplant und konzeptioniert hat.

Bei den "saubilligen" Herschenkkrediten fällt Eigenleistung ja sowieso flach, bzw. bezieht sich höchstens auf Verbauen von Material welches die ausführende Firma bestellt hat (Konjunkturmaßnahmen müsse ja auch am richtigen Ende ankommen), somit braucht man sich mit diesen Fragen doch eigentlich gar nicht herumzuplagen.



OK



beschaffung von der ausführenden Firma ist ja OK nur möchte ich der Firma genau sagen was ich möchte.
(Der ausführende Klempner ist ein sehr guter Bekannter von mit der auch mein vertrauen hat.)

Die Planung hat ein Ingenieurbüro unabhängig von der ausführenden Firma gemacht.

Was meinen Sie mit Herschenkkrediten?

Und bei der Förderung mit ILE ist Eigenleistung und eigenes beschaffen von Baumaterial unter bestimmten Bedingungen durchaus möglich und wurde von mir auch schon so gemacht.

mfg

Tobias



Glaubensfrage



Hallo

zum Schluss noch:

Die Planung hat ein Ingenieurbüro unabhängig von der ausführenden Firma gemacht.
Auch unabhängig von "Herstellerfirmen" und deren Lobbyarbeit?
Oder die "gängigen" Berechnungsmodule genutzt, die halt so üblich und DIN "gerecht" sind?

Was meinen Sie mit Herschenkkrediten?
Die meisten Kredite werden doch an diese und jene "Ausführungen" gebunden, die dann letztendlich teurer kommen als sinnvolles reales mit Nachdenken und Einfachheit. Oder glauben Sie, Sie bekommen etwas geschenkt?

Die Frage bleibt für mich: Ist das wirklich GUT und nachhaltig.
Sie haben es doch für sich schon entschieden - bloss zweifle ich halt daran!
Darf ich doch - oder?

Wenn Sie ca. 2,6 m RH haben kann es mit einer funktionierenden aber unüblichen "Heizung" auch mit einem 16kw Kessel gehen.
DAS kann SPAREN sein!

Viel Erfolg beim Sparen!

Florian Kurz
www.slow-house.de



ILE



Derartige Förderungen, die noch heute trotz gegenteiliger Erkenntnisse umstrittene Maßnahmen wie Flurbereinigung
(= fortschreitende Verarmung der Landschaft, durch Zerstörung von Biotopen wie Hecken und Gebüschen, Kleingewässern und Feuchtflächen weitere Beschränkung der Artenvielfalt in Flora und Fauna mit jetzt noch gar nicht absehbaren ökologischen Folgen)
und Hinwendung von angepasster und nachhaltiger Landwirtschaft zum Verdrängungswettbewerb der Agrarindustrie vorantreiben, mögen zwar vordergründig strukturelle Verbesserungen in manchen Regionen bewirken, mit ökologischer Verträglichkeit oder Bewahrung von Kulturlandschaften hat es absolut nichts zu tun.

Vielleicht gibt es in Sachsen sinnvolle ILE-Maßnahmen, hier bei uns im bevölkerungsreichen und industrialisierten NRW, fördert sie nur eine rückwärtsgewandte Haltung vieler Bauern, die einerseits über ihre schlechte Finanzlage herumjammern, anderseits aber genau solche Typen zu ihrem Präsidenten wählen, die dafür ursächlich verantwortlich sind.

Sorry, für den offtopic-Exkurs, aber das ist meine Erklärung zum Euphemismus von "Herschenkkrediten".



Hier noch eine Antwort...



...auf die Eingangsfrage:

Wählen Sie statt Styropor doch eine Holzweichfaserplatte, z.B. die von DOSER, mit einer Rohdichte von 0,25. Trittfest und leimfrei. 30mm Aufbauhöhe bekommen Sie durch die überlappende Verlegung von 12+18mm.

Ich bin kein Freund von Heizestrichen. Vielleicht schaun Sie Sich noch mal die Trockenverlegungsvariante von www.ripal.de an? Da können sogar massive Dielen drauf verlegt werden. Näheres gern bei Interesse.

Grüße

Thomas



Moin,



@Achitekturbüro slow-house
ich denke die Planung der Heizung ist ok, unabhängigkeit von der Lobbyarbeit der Herstellerfirmen, ist natürlich nicht zu 100% sicher. Berechnet wurde nach den gängigen Berechnungsmodulen (DIN), in wie weit das gut oder schlecht ist kann ich nicht beurteilen. Ich muss dem Planungsbüro ersteinmal glauben das diese Anlage dann auch die Hütte warm bekommt.
Der Kredit ist keiner sondern "nur" eine Förderung, es ist demnach egal für was ich mich entscheide solange es keine Heizanlage ist die ausschließlich mit fosilen Brennstoffen befeuert wird.
Und was meinen Sie mit "Ist das wirklich gut und nachhaltig?" --- die kw des Kessels und/oder die ganze Anlage mit Fußbodenheizung?,

@De Meinweg
wir haben uns bewußt für dieses alte Haus entschieden ohne von der Förderung zu wissen bzw. war es zu diesem Zeitpunkt auch noch kein Fördergebiet. Nun bekomme ich diese Förderung aber (nach Bürokratischem Hürdenlauf) und die hilft mir persönlich natürlich ungemein beim sanieren dieses Hofes.

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen das ich Ihre grundsätzliche Meinung zu diesem Thema leider nicht teilen kann.

@Thomas
Danke für die Tipps, werde ich mir mal genauer anschauen.
Nur was haben Sie gegen Heizestrich einzuwende? Ich finde diese Lösung besser als Trockensysteme.(auser vieleicht beim nachträglichen einbau) ?!

mfg Tobias



@tobber



beides

und den physikalischen und physischen Unsinn warme Luft zu produzieren …

http://www.slow-house.de/slow-house/I-3.html

mittlerer Link

Florian Kurz
www.slow-house.de



Meine grundsätzlich Meinung…



… zum Thema war diejenige, dass ich im 5. Antwortpost statt EPS eine Holzweichfaserplatte vorgeschlagen habe, also nichts anderes als Herr Böhme auch.

Bezüglich der ILE-Fördermaßnahmen tat ich weniger meine Meinung kund, als dass ich von meinen konkreten Erfahrungen im ländlichen Raum berichtete. Dazu gibt es im Übrigen auch kritische Dokumentationen, z.B. vom NaBu. Es ist eine fragwürdige neue Mode, Fakten als Meinungen abzutun, demnächst ist womöglich noch jemand der Meinung, dass 3x3 nicht 9 ergibt, sondern diskussionsoffen ist, bzw. die Meinungshoheit mit anderen Kriterien gekoppelt ist.

Die detaillierten Modalitäten dieser Kredite für den Inanspruchnehmer sind mir allerdings nicht bekannt, wenn es sich wirklich lohnt, warum nicht?

Den meisten Usern hier sind wohl nur die KfW-Kredite geläufig, und dort gibt es die geschilderten Einschränkungen, die meist dazu führen, dass es unterm Strich nicht wirklich günstiger für den Bauherrn wird.
Wahrscheinlich haben Sie den Ersterwähner der "Herschenkkredite" übersehen und mir den Begriff zugeordnet.
Mein Tipp: Genauer lesen, dann hätten Sie auch meinen ersten Beitrag mit der Empfehlung der Holzweichfaserplatte Hersteller war nur exemplarisch, es gibt viele Vergleichbare) wahrgenommen.



Heizestriche...



sind für massive Dielung durch die umstrittene Verklebung weniger gut geeignet, im Altbau sind sie häufig problematisch durch den hohen Masseeintrag und die nicht immer zur Verfügung stehende Aufbauhöhe.

Vorallem aber sind sie regelträger als trockene und massearme Systeme. Daraus schlussfolgernd sollte ein massearmes System sparsamer sein. Masse bringt im Bereich der FBH (die ist nun 'mal kein Kachelofen und die Speicherfähigkeit der Masse ist hier nicht erforderlich) keine erkennbaren Vorteile. Die Wärmeverteilbleche von Ripal ermöglichen eine besonders niedrige Vorlauftemperatur und eine exzellente Wärmeverteilung.

Grüße

Thomas



Heizung



Hallo, wir haben uns für einen 35 KW Vergaserkessel der Firma Herlt, mit 6000l Puffer entschieden. Einfachste Technik, wenig anfällig und die bauen alles auch gleich selbst ein. Nur mit Service und Logistik haben dies nicht so. Beim Heizvorgang ist der Kessel immer optimal ausgelastet, alles ist gut aufeinander abgestimmt.
Wir haben 190m² zu beheizen. Ich denke daß ich nur zweimal die Woche feuern muß,dank dem großen Puffer. Gut ist auch der große Füllraum von 250 Liter. Ein bis zwei Füllungen, je nach Holzart, reichen um die Puffer auf 80° zu bringen.
Also ich bin begeistert.
liebe Grüße Holger



Warum …



… lässt man sich erst von einem Ingenieurbüro 25-28 kw ausrechnen, wenn man dann letztendlich 35 kw installiert?



Hallo,



@Thomas W.
Warum ist das verkleben von Dielung / Parkett auf Estrich Ihrer Meinung nach ein Problem. Für mich gab es immer nur das Problem des umstrittenen Klebers, allerdings finde ich das es mitlerweile Kleber gibt die mir keine Bedenken hinsichtlich ausdünstung beschehren.
Den hohen Lasteintrag habe ich durch "Lastumlagerung" relativiert, das heist Schlack und Fehlboden Raus und durch Klemmfilz der Firma Steico Flex ersetzt.
Die Problematik mit der trägheit der Fussbodenheizung ist mir bekannt, allerdings sehe ich auch keinen großen Nachteil darin diese durchlaufen zu lassen bzw mit geeigneter Steuertechnik entsprechend der Anforderungen zu regeln.

@Holger Domin
35kw + 6000liter erscheint mir auf einer Fläche von 600m² sehr viel!?
Was hatten Sie für einen Grund?
ICh frage da ich im Grunde der Meinung bin man kann sich eigentlich nicht zuviel Pufferspeicher hinstellen, und bei mir im Moment ca 2,5 oder 3m³ geplant sind ich aber auch lieber mehr hätte.

mfg Tobias



was ich vergessen habe



als trittfeste Dämmung habe ich mich im 1.OG für 30mm Steico therm SD (für Schalschutzanforderungen) entschieden.
In meinem EG benötige ich 10cm Dämmung bin mir aber noch nicht einig ob ich dort auch dieses Holzprodukt verwenden sollte oder lieber etwas Wasserunempfindliches nehme. (Keller ist nass allerdings ist das Haus OK Kellerdecke komplett gesperrt worden ... inklusive dem horizontalem sägen aller Wände)
Gibt es hierzu Meinungen?

mfg Tobias



Hallo tobber,



was Du da auch immer "finden" magst in Sachen Ausdünstung, es steht viel auf dem geduldigen Papier. Kleber werden beim Kunden getestet, und das bedeutet halt, daß zwar der Ausschluß bekannter Problemsubstanzen beworben werden kann, redlicherweise nicht aber die generelle Unbedenklichkeit eines Produktes.

Zum anderen arbeitet Holz immer. Ob der Kunststoffkleber aber seine Materialeigenschaften nicht durch die Jahre gravierend ändern könnte, kann niemand wirklich ausschließen. Jedes Jahr kommen supertollere Kleber auf dem Markt, voller Wohngesundheit und unglaublicher Klebstärke - aber keiner weiß wirklich, wie das Zeugs in 10 oder 15 Jahren aussehen mag. Konventionell befestigte Böden (Schraube, Nagel) hingegen haben jahrhundertelange Tradition.

"allerdings sehe ich auch keinen großen Nachteil darin diese durchlaufen zu lassen bzw mit geeigneter Steuertechnik entsprechend der Anforderungen zu regeln."

Der Nachteil ist der Mehrverbrauch. Die "geeignete Steuertechnik" stellt abends einen Nachheizbedarf fest. Bis der realisiert ist, ist der Film zuende. Der Estrich heizt, der Bauherr schläft bereits. Morgens wird der Estrich vor dem Aufstehen hochgeheizt, und ist am wärmsten, wenn durch die Morgensonne ein zusätzlicher Wärmeeintrag kommt, auf den eben wegen der Trägheit nicht punktgenau reagiert werden kann.

Grüße

Thomas



OK



danke für Ihre Infos, leider muss ich Ihnen bezüglich des Klebers recht geben.
Was halten Sie davon Dielung schwimmend auf den Heizestrich zu legen? Und gibt es da überhaupt zugelassene Systeme?

mfg Tobias



Nichts...



Eine schwimmende Massivholzverlegung auf Heizestrich halte ich für die schlechtestmögliche bis unmögliche Variante.

Da arbeitet alles gegeneinander und Sie bekommen mit Garantie einen teueren Klapperboden.

Grüße

Thomas



aber



habe nun viele Meinungen gelesen und meines erachtens hat es sowohl vor als auch nachteile den Boden schwimmend zu verlegen.
Vor allem das der Kleber wegfällt ist mir aktuel sehr wichtig.
Und einanderes System kommt bei mir nicht mehr in Frage da der Estrichtermin schon steht und ich mangels Fehlboden mit Schüttung auch das entsprechende Gewicht auf der Decke brauche.


Systeme hierführ gibt es viele.

z.b. http://www.junckers.de/?pageid=H2880

...der tobbser



stehender Termin



Hallo
Wenn der Termin schon steht wird die Bauphysik das auch verstehen - bin ich mir sicher!

Nur gut, dass ich da keinen Finger drin habe … aber JEDER ist seines Glückes (oder Unglückes) Schmied!

Viel Erfolg mit dem Planungs- und Ausführungsmischmasch!

Florian Kurz
www.slow-house.de



Wenn...



...unbedingt schwimmend auf Heizestrich verlegt werden muß, dann eine Dreischichtdiele. Massivholz ist dafür ungeeignet!

Grüße

Thomas



Ist es unser Problem...



... wenn die Fa. Junckers für später auftretende Mängel ihres sicherlich schon vieltausendfach verlegten Fußbodensystems haften muss?

Zitat von ihrer Homepage:
"... Niemand weiß mehr über die Hartholzböden und deren Pflege als Junckers...."



Nicht nur Junkers...



...versucht sich in der Quadratur des Kreises. Aber weder deren "einzigartiges " Bügelsystem, noch die dünnen Blechstreifchen von Berthold oder wer das auch sonst noch anbieten mag, hindern das Holz am Arbeiten. Unabhängig von der Einbaufeuchte arbeitet das Holz zwischen Sommer und Winter erheblich.

Hirnverbindungen werden sich lösen, Fugen längs wie quer auftun, oder aber Spannungen aufbauen, die Elemente werden je nach Maserungsverlauf schüsseln oder runden, weil sie nichts dran hindert.

Garantie? Heilige Einfalt! Wie soll der Selberbastler denn nachweisen, daß das Produkt mangelhaft ist? Der Hersteller wird auf das Bauklima, Restfeuchte, falsches Einbauklima, falsche Verlegung und... und... und abstellen.

Wer sowas machen will, verlege um Himmelswillen nicht selber, sondern suche sich einen hungrigen Parkettleger, der mit dem Kampfschrei "Hauptsache Arbeit" seine Sachkenntnis hintanstellt. Den kann er dann später mit seinen Mängelrügen nerven bis zur Weißglut. Am Ende wird das Zeugs dann doch aufgenommen und geklebt - oder der Kunde lebt halt mit einem in miesem Zustand befindlichen Boden. Und davon profitiert der Hersteller. Im übrigen ist der Klapperkram nur mit starken Qualitätsabstrichen schleifbar, falls das 'mal dran sein sollte.

Eine Freundin von mir hatte nicht genug Aufbauhöhe für Lagerhölzer, und hat sich deshalb (heimlich) von einem dresdner Fachbetrieb mit sehr gutem Ruf einen schwimmenden Eschenboden einbauen lassen. Im Sommer bildet der Boden in feuchteren Zeiten ein Bergelein vor dem Kamin, und im Winter gibt es Fugen längs wie hirnseitig. DEr Boden wurde aus meiner Sicht richtig im Sinne von "den Herstellerangaben entsprechend" mit Klammern verlegt, aber das Sytem an sich ist untauglich. Und diesen Nachweis bekommt der Endkunde nicht hin. Seit 4 oder 5 Jahren diskutiert die Frau nun schon mit dem Verleger.

Die Diskussion wird mir hier zu oft so geführt, daß man sich wechselseitig Hochglanzbroschüren vorliest und das für bare Münze nimmt.

Wer Schäden und Streit liebt, nur weiter so. Was spricht denn gegen eine solide Diele im Dreischichtaufbau, 15 oder 20mm stark? Optisch eh das gleiche wie massiv, technisch aber im Gegensatz zur massiven Lösung für eine schwimmende Verlegung nicht nur angeboten, sondern auch geeignet.

Grüße

Thomas



Ich würde sagen, ...



... Junckers wäre der optimale Fußboden für den neuen Hauptstadtflughafen oder die Elbphilharmonie.
(für Sachsen: Die Elbe verlässt tatsächlich irgendwann mal den schönen Freistaat und fließt unglaublicherweise durch die böse und finstere Welt da draußen bis in die Freie und Hansestadt Hamburg, wo der Bürgermeister sich auch endlich mal einen zünftigen Kulturpalast ans Wasser stellen wollte...)



Bitte mal wieder zur Sache...



... die Herren...

Massivdielen schwimmend sind auf Heizestrich i.d.T. nicht optimal... einen Auftrag kann man auch verschieben/stornieren/umgestalten...

Ich befürchte auch mehr Probleme als Lösungen...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner