Heizungswirrwarr




Hallo Fachfreunde,

irgendwann trifft es auch micht......

Die Heizung muss erneuert werdfen!

Was könnt ihr empfehlen? Der momentante Öl-Heizkessel hat 33,7kw und ist von 1982. Ich benötige für 130qm ca. 1500l Öl ohne Warmwasser. Die Abgaswerte sind noch sehr gut (6%).
Der Tank ist von 1967, eingemauert und in den Keller geschweißt.
Der Mischer und die direkt an den Kessel angrenzenden Leitungen sind wohl auch von 1967.
Momentan gibt es 8 Heizkörper, wenn das Dachgeschoss ausgebaut ist, werden noch ca. 30qm und 3 Heizkörper hinzukommen.

Ich suche ein System was kostengünstig, platzsparend und möglichst in Eigenleistung simpel zu installieren ist.

Gas scheidet aufgrund nicht vorhandener Leitung aus.

Mein bisheriger Gedanke ist eine Hybridanlage aus Holz/Kohle und Öl, also der bestehenden Anlage.

MfG



Moin Sebastian,



mit deinem Verbrauch liegst du etwa im Bundesdurchschnitt, ein neuer Öl-Brennwertkessel mit Effizienzpumpe dürfte dir ca. 30% Einsparung bringen bei Kosten um die 6000€.
Wenn ichs richtig verstanden hab, musst du allerdings 20% deiner zukünftigen Anlage aus erneuerbaren Energien bestreiten, also Solar bzw. Holz/Pellets. Dann käme noch ein Pufferspeicher dazu.
Ob es noch zulässige Holz-/Ölkessel gibt, weiss ich leider nicht - mal im Haustechnikforum nachfragen.

Ein Ofen im Wohnbereich wär mal die einfachste Lösung, den müsstest du auch noch an den bestehenden Kamin anschliessen dürfen. Wenn du allerdings einen Brennwertkessel nachrüstest ist Schluss damit - Schorni fragen. Der ist auch deine erste Adresse, weil er dir sagen kann, was bei deinem Kamin geht und was nicht.

Gruss, Boris



Moin Boris



also der Schorni gibt grönes Licht, weil ich ohnehin noch nen freien Schornstein hab.

Was wäre denn mit nem Festbrennstoffkessel wie z.B. so einem

http://www.heizkesselkaufhaus.de/content/heizkesselkaufhaus.storefront/4b3878e109cdeddc2740d43f47020671/Product/View/2495&2D2

taugt sowas nach deiner Erfahrung was?
ist ja wesentlich günstiger und was bringt mir die Einsparung wenn der Ölpreis steigt?
Ich müßte die Brennwertanlage finanzieren, die andere Lösung würde ich noch so irgendwie hinkriegen.

Einen Kaminofen krieg ich im Januar ins Wohnzimmer.
gruß



Tschäh, is die Frage was du willst:



Billig: Machst du ja schon mit dem Ofen.

Umweltfreundlich(z.B.Holz/Solar): Kostet, macht Arbeit und rechnet sich erst in 12-20 Jahren. Vorteil: Tank weg - Platz gewonnen - kann man auch mit 500-1000€/qm gegenrechnen.

Komfortabel (z.B.Öl/Solar): Kostet auch und du bleibst von der Öl-Mafia abhängig.

Ob das Gerät taugt kann ich dir nicht sagen - Pufferspeicher aber mindestens 1000l is gängiger Rat.

Finanzierung gibts bei der KfW, Zuschüsse bei besonders effizienten Kesseln von der Bafa. Die haben auch eine Liste mit Kesseln mit Wirkungsgrad über 90%, da bist du dann allerdings in der 5000€-Zone, Zuschüsse um die 1500€.

Du brauchst allerdings den richtigen Kamin (Säurefeste Ausmauerung, bzw. Edelstahleinzug), weil die Abgastemperaturen wesentlich niedriger sind und sonst Versottung droht. Nochmal ca. 2000€, wenn nötig.
Aus selbigem Grund muss ich meinen Kamin über der Dachkante nachträglich noch dämmen - dann erst gibts Segen vom Schorni für unseren wassergeführten Kaminofen im Wozi.

Bis auf deinen Ofen kannst du dir das mit der Eigenleistung aus dem Kopf schlagen - eher nen Betrieb suchen, wo du als 2.Mann mitarbeiten kannst - sind auch ca. 40€/Std. weniger. Alle Hersteller verlangen den Einbau durch einen Fachbetrieb, sonst nix Garantie.

Und wenn die Jungs deinen Schnäppchenkessel nicht kennen und bei dir im Keller erstmal die Anleitung studieren, und noch 5x zum richtig einstellen kommen, zahlst das auch du..........

Gruss, Boris



Elend.....Elend......



Na super, also hilfts alles nix....mh....na dann werd ich wohl sparen müßen und dann richtig geld ausgeben.

HURRA, aber Danke für deine Tipps, da waren Punkte dabei, die ich noch gar nicht bedacht habe.

Bis dann



Heizung



Und im Bezug auf das Büro bedeutet das, erst die Problematik Heizung konzeptionell und planerisch lösen, dann kann an das Büro gedacht werden!
Die wilde Ansicht mit dem Leitungkuddelmuddel löst sich z.B. dann von selbst.

Viele Grüße



(-;



das sieht nur so wild aus, mein Elektriker blickt da durch



Kannst ja dann



die blöden Kabel geschickt im neuen Abgasrohr verlegen, dann sind die schonmal weg..........

;-) Boris

P.S. Die Geschichte is ähnlich wie mit alten Autos: Heizung benutzen bis sie wirklich im Eimer ist, ist ganzheitlich betrachtet immer noch das ökonomisch-ökologischste.

Also erstmal viel Freude mit deinem Ofen!



An dem Abgasrohr.....



ist erst seit kurzem Platz, da stand vorher ein Holzschrank!

Gruß



Wärmecontracting



Was haltet ihr davon?



wenn Du ein klug durchdachtes Heizkonzept hast,



das mögliche zukünftige Wärmedämmung aber auch eine spätere Wohnraumnutzung berücksichtigt, dann schlag zu!

Die kfw-Bank(erst marshalplan, dann erp-kreditbank) bietet Dir eine zinsgünstige Finanzierung...Motto: Heiz heute-zahl später.

Gruß...J.



Pelletszentralheizung



Ich habe 2008 eine Pelletsheizung eingebaut mit Silo in Eigenleistung. Für diese Heizung habe ich von der BAFA 5.000€ Fördermittel kassiert. Pellets sind relativ Preisstabil und sind allemal billiger als Öl oder Gas.
Bei einem Pelltskaminofen hat man dann nur einen Brennstoff im Lager. Es sei denn Stückholz ist ausreichend vorhanden.



eigenleistung



grundsätzlich könnte ich mir auch vorstellen sowas in Eigenleistung zu machen, wie schaut es denn mit der garantie des kessels aus, wenn man das selbst macht?



Kessel selbst nicht als Eingenleistung



Der Kessel selbst und zugehörige Pumpen sind natürlich keine Eigenleistung. Über den Silo und die weitere Perepherie sollte man sich mit dem Lieferanten/Monteur verständigen und schriftlich einigen. Das ist wichtig für die Gewährleistung und Inanspruchnahme von Fördermitteln.



Eigenleistung bei Heizungsanlage



Hallo Sebastian,
habe bisher 2 kleine Zentralheizungsanlagen komplett selbst zusammengebaut.

Variante 1 (Gas-Kombitherme mit HK für 150 qm WFl) war: Kauf eines sog. "Bausatzes" bei einer der inzwischen zahlreichen "Selbstbaufirmen", überteuertes Material, das gegen knallharte Barzahlung auf der Baustelle abgekippt wurde. Der mitbezahlte garantierte Service für Unterstützung und Hilfe war lachhaft. Es wurde eine Strichmännekin-Zeichnung der Verrohrung geliefert (der auch noch von meinem Plan falsch abgemalt wurde) und eine einminütige Unterweisung durch einen Ahnungslosen arrangiert.
Fazit: Finger weg ! Nur durch monatelanges Durchbeißen und Kleinkrieg mit der Firma bin ich überhaupt nach 4 Monaten fertig geworden.

Variante 2 (Gas-Brennwertkessel für 100 qm ohne WW (elektrisch) mit HK) war:
Heizungsfirma gesucht, die einem "Mitbau" aufgeschlossen gegenüber stand. Vom Meesta alles erklären lassen, was beim Kesselanschluß usw. zu beachten ist (der gute Mann hat mich als ne Art Lehrling 2 Monate lang "schnell-eingewiesen"). Elektrik und Gas natürlich vom Fachmann, Verrohrung, HK, Abgasrohr, Kesselanschluß selbst (weich) gelötet.
Fazit: wirklich was gelernt dem Meesta sei Dank, viel Geld gespart.

Variante 3 ist geplant:
Diesmal wirds knifflig mit Thermokamin, trad. Kamin, Pufferspeicher, WW-Speicher und 50 kW-Gaskessel für ca. 400 qm. Deshalb werd ich nur noch den Heizkreis komplett selber Verlegen (an meine sanierten Wände und Decken laß ich eh keinen ran ;-) Die gesamte Kessel-und Puffergeschichte und vor allem den Anschluß des Thermokamins (wasserführend) mit TAS usw. überlasse ich komplett dem Fachmann. Vielleicht werd ich als Laie doch langsam alt ... nee, aber ich kenne meine Grenzen. Rohrführung, Steigleitungen, Rohrdurchmesser mit Firma planen, die Löterei dann selbermachen. Auch hier wird wie beim Elektriker nach Metern abgerechnet - und das metert dann enorm, wenn die Firma den Heizkreis macht.

Sparen: ja, aber nicht um jeden Preis. Deshalb am besten von Anfang an mit einer guten Fachfirma im Ort zusammenarbeiten, kein Risiko bzgl. Abnahme, Gewährleistung, Versicherung eingehen und trotzdem sparen.

Guten Rutsch !