Erfahrungen mit Scheitholzkessel?

08.03.2008



Hallo alle zusammen,
ich plane eine Scheitholzheizung zur Ergänzung einer bestehenden Gasheizung,die in Zukunft aber nur bei sehr tiefen Temperaturen zum einsatz kommen soll, für ein ca 130 qm Haus(Altbau 30er Jahre)im Raum Hamburg, hat jemand Erfahrungen imn diesen Bereich?

vielen Dank



Erfahrungen mit Scheitholzkessel?



Moin Detlef,

ich heize seit 2005 ausschließlich mit Holz (Scheitholzkessel) und bin eigentlich sehr zufrieden. Ärgerlich ist nur, dass auch die Brennholzpreise ständig steigen.

Man muss sich aber im klaren darüber sein, dass Heizen mit Scheitholz Arbeit bedeutet, selbst wenn man das Holz kauft. Denn der Kessel hat im Winter "Hunger" und will gefüttert werden. Da kann die Brille des "Ökoeuphorismus" doch schnell mal trübe werden!

Ich denke als Ergänzungsheizung ist es eine sehr gute Wahl.
Du solltest vorher aber einige Dinge abklären.
Natürlich solltest du den Bezirksschornsteinfeger in deine Planungen einbeziehen. Wie sieht es mit dem Schornstein aus? Ist ein freier verfügbar, oder muß ein neuer gebaut werden?

Wie sieht die mögliche Brennholzversorgung aus?
Bei uns im "Bergland" haben die Forstverwaltungen mittlerweile eine Höchstmenge pro Haushalt festgelegt. "Mehr gibt´s halt nicht!" Der Energieholzmarkt ist schon jetzt ein "heißumkämpftes Pflaster" und das wird sicher nicht besser.

Alles Dinge, die man in seine Planug einbeziehen sollte.

Sonntägliche Grüße
Martin



Guter Link für alle Heizungen



http://www.haustechnikdialog.de/Forum/

und dann mal die Suchfunktion nutzen...





Guten Tag,

Sind alles vernünftige Praxishinweise, die ich nur unterschreiben kann. Eins nicht: Mehr als 13.000.-- € für eine reine Ergänzungsheizung hinzublättern, macht keinen Sinn.
Holz als Grundlast, Gas als Spitzenlast, das kann ich mir vorstellen. Aber wo sollen im Raum Hamburg denn die ganz tiefen Temperaturen herkommen ?
Es scheint eher eine Grundsatzentscheidung anzustehen: Gas oder Holz.

Grüße vom warmen Niederrhein



HOLZHEIZUNG



Danke für eure Antworten,

hat jemand Erfahrungen mit den Heizkessel der Firma CTC Modell PV20?(Scheitholzkessel)
Falls einer von euch im Raum Hamburg wohnt wurde ich mir deine Holzheizung gerne mal ansehen.



Hallo



CTC ist ein relativ veralteter Kessel und nicht unbedingt viel billiger als namhaftere Produkte aus Österreich. Würde mich mal bei der BAFA nach förderfähigen Exemplaren erkundigen, beiden Billigeren gibt es den Atmos, der auch noch förderfähig ist. Bei Einzelheiten kann ich dir gerne weiterhelfen. Für 130 m2 brauchst du aber nicht mehr als 20 kw Leistung. Wieviel Gas verbraucht ihr den übers Jahr?

Gruß J. Simon



Erfahrungen mit Scheitholzkessel?



Hallo Hr.Simon,

ich suche einen Scheitholzkessel der mindesten 8 besser 12 std.brennt da ich nicht immer im Keller ;nachladen möchte,in der Juni Ausgabe Haus und Energie hat der CtC ziemlich gut abgeschnitten Wirkungsgrad 91 %.Ich bin aber gerne auch für andere Informationen dankbar.
Gibt es von Atmos etwas ähnliches im bereich 20-25 kw?

Gruß Detlef



8 bis 12 Stunden Brenndauer?



Hallo Detlef,

wir haben einen Scheitholzkessel der Firma Eder. Das ist eines solcher namhaften Produkte aus Österreich von denen Joachim Simon schrieb.
Er verfügt über die Möglichkeit der Gluterhaltung. Wenn der Puffer heiß ist, und noch genügend Brennstoff im Kessel vorhanden ist, kann man die Brenndauer um bis zu 9 Std verlängern. Nach Ablauf der eingestellten Zeit, springt der Brenner wieder selbsttätig an.
Rechnet man die Brenndauer von 3 Std. davor und 3 Std. danach dazu, komme ich auf maximal 15 Std Gesamtbrenndauer. Funktioniert auch prima.

Das ist vor allem Nachts oder auch dann von Vorteil, wenn man tagsüber nicht Zuhause ist.

Als Ergänzungsheizung, wie in der Eingangsfrage geschildert, aber sicher zu teuer!

Grüße
Martin



Erfahrungen mit Scheitholzkessel?



Hallo Leute ,

erstmal vielen Dank für eure Hilfe.
Wer kann mir sagen wo ich eine Objektive Beratung zum Thema Scheitholzkessel bekomme?
Ich meine keine Vertreter eines Heizungsherstellers,sondern eine Unabhängige auf mein Haus zugeschnittene Beratung.

Danke Detlef



Holzvergaser



wäre wohl eher das Thema.
Einigen obigen Punkten muss man unbedingt Gehör schenken.
Heizen mit Holz ist Arbeit, auch wenn es einigen Spass macht, den Wärmebedarf auch mit seinen Händen herzustellen.
Rechne mal im Winter mit ner einer StundeArbeit pro Tag!

Nur nachlegen ist ja nicht, Anheizen, Saubermachen, Nachlegen, Holz zum Brennraum schaffen. Es gehen ja einige RM durch.
Abklären, ob Holz in Mengen zur Verfügung steht.
Wenn es teuer eingekauft werden muss. Rechnet sich der Arbeitsaufwand?
Als Nebenheizung mit Sicherheit nicht.

Ich habe selber einen Atmos mit 40kw und 3400l Puffer.

@Martin Wittwar, Dipl. Ing
"Man kann die Brenndauer bis zu 9h verlängern "

Lieber nicht.
Holz sollte man mit Maximum verbrennen, damit es vollständig und optimal verbrennt.

Als Empfehlung für den Frager

Habt Ihr nicht die Möglichkeit euch einen schönen Grundofen einzubauen? Keinen Baumarktkamin!
Dann liegt ihr zwar auf gleichem Preis ca 8.000,-
heizt auch mit Holz, habt aber eine angenehme Wärme und es macht Spaß.
2x heizen früh und abends reicht völlig aus bei tiefen Temp..



Lieber nicht?



@Andreas

Der Kessel ist so konstruiert, dass er eine Gluterhaltung bis max 9 h ermöglicht.
Bisher gibt es damit auch keinerlei Probleme. Der Schornstein ist sauber, der Russ im Schornstein der entsteht (macht ja jeder Scheitholzkessel) ist fein , hellgrau und locker.
Auch der Brennraum bleibt sauber!
Der Schornsteinfeger ist jedesmal ganz angetan von der wohl doch recht sauberen Verbrennung.
Eine vollständige Verbrennung ist trotz alledem gewährleistet.
Es ist bei meinem Kessel völlig ausreichend, die Restasche alle 200 Std zu entfernen. Und dann ist es ein kleiner Eimer voll.

Wenn Holz teuer eingekauft werden muß, rechnet sich der Aufwand meiner Meinung nach aber nicht.
Da kann man lediglich noch den "ökologischen" Gedanken als Rechtfertigung anbringen.

Grüße
Martin



nur die Glut



erhalten ja, aber meiner Meinung nach erst dann, wenn nur Glut da ist.

Wenn man vorher dem Holz den Sauerstoff zum Verbrennen entzieht, dann ist keine vollständige Verbrennung mehr Gewährleistet.

Andreas



Hallo Detlef,





Hallo Detlef,



eine objektive Beratung zum Thema Holzvergaserkessel ist schwer, denn jeder möchte sein Produkt verkaufen. Ich habe auch monatelang im Netz gestöbert und verschiedene Kessel life gesehen. In der Kategorei bis 20 kw, die ich fahre haben mir ETA und Fröling am besten gefallen, weil ausgereifte Technik. Der Atmos erfordert etwas mehr an Bedienungsarbeit, ist aber günstiger. Ich habe den ETA SH 20, die vermittle ich auch (Atmos aber auch) und der reicht dir vollkommen aus. Dazu stellst du 2000 l Pufferspeicher, das reicht. Einen Grundofen für 8 k€ brauchst du nicht. Wenn der einmal kalt ist, dauert es zu lange bis er wieder warm wird. Ich habe einen kleinen, der heizt 40m2 Whnzimmer und Küche und ist Alleinheizung für die Übergangszeit, wenn die Temp. über 10 Grad plus gehen. Dann heize ich die Schlafräume oben nicht mehr. Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne mal melden. Schau auch mal im Forum Haustechnikdialog.

Gruß J. Simon



Erfahrungen mit Scheitholzkessel?



Danke für deinen Beitrag,
hast du schon mal was von ctc gehört ?Schwedische Firma und von den Vergleichswerten wie Wirkungsgrad (90,1)Staub 7,8,Brenndauer 8-12 std.eigentlich ziemlich überzeugend.
Im Preisvergleich mit anderen Kesseln die ca 8-12 std Brennen kostet dieser nur etwa die Hälfte.(Scheitholzvergaserkessel Test)Jui -August 2007 Haus und Energie.(Zeitschrift)

Mfg:Detlef



>Einen Grundofen braucht man nicht ?



Nun ja vielleicht nicht jeder.

Aber man sollte in seinem Leben nicht versäumen,
sich die wohlige Strahlungswärme anzutun.

Nicht umsonst sind deswegen bei den meisten Bänke angebaut.

Wenn man nicht heizt wird er kalt? Nun ja der HV auch und jeder andere Brenner genauso.

Mal zum Grundofen: Morgens einmal angemacht und abends.
Schön 2 Stunden die Flammen geniessen und kalt wird er deswegen auch nicht.
Er hält die Wärme 12 Stunden.
Und weiter auflegen braucht man nicht, im Gegensatz zum Holzvergaser.

Ich habe noch keinen gesehen, der sich auf seine Konvektionsheizung legt und die Wärme geniesst.
Oder sich vor seinen Brenner setzt, egal ob Öl oder Gas.

Ich hab beides. Ich biete dir gern an, sich ein eigenes Bild zu machen und verkaufen tue ich dabei auch nichts.
Ist nicht mein Gebiet.

Gruß Andreas



Hallo Andreas



Sie haben offensichtlich meinen Beitrag nicht richtig gelesen. Ich habe geschrieben, daß mena eine Grundofen für 8000 € nicht braucht. Ich habe geschrieben, daß ich einen kleinen Grundofen für Wohnzimmer und Küche habe. Der hat mich 3300 € gekostet und keine 8000. Bei dem lege ich nur alle 24 Stunden an und nicht alle 12. Bei meine Holzvergaserkessel lege ich maximal 1 mal am Tag an, derzeit alle zwei Tage. Der wird kalt, klar, aber nicht die Pufferspeicher. Auch wenn Detlef nur einen Naturzugkessel zu seiner Gasheizung installieren würde, müsste er auch nicht mehr als zweimal am Tag anlegen (diese Teile habe meist kleinere Füllräume. Also bitte erstens die Beiträge richtig lesen und zweitens erst informieren, bevor man Sachen schreibt , die nicht stimmen.

@ Detlef;

zu CTC hatt ich weiter oben schon geschrieben; m.E. veraltete Technik und nicht besonders billig. Hat der Bafa Förderung??

Wenn nein, kaufen Sie sich einen Naturzugkessel in Ergänzung zur Gasheizung und einen kleinen Ofen fürs WZ oder einen HV als Alleinheizung für den Winter und einen kleinen Ofen für die Gemütlichkeit.

Lassen Sie sich auch nicht wie hier im Forum auch zu lesen, einreden, daß eine guetr HV-Kessel 14000 € kostet. Soviel kostet eine ganze Anlage mit Puffern und Zubehör und Arbeitslohn. Sie müssen wissen, was Sie wollen. Machen Sie sich jetzt einige Überlegungen und zum nächsten Winter kann die Anlage laufen.

Gruß J. Simon