Kellerwand und -boden

30.11.2014



Moin allerseits

Also, wir sanieren seit ein paar Jahren ein 130 Jahre altes Massivhaus und es kam, wie es kommen musste: Jetzt ist der Keller dran...
Zustand: Der Kellerbereich ist ca. 4x2,5m groß und ca. 1,7m unter Bodenniveau. Er befindet sich genau an einer Ecke des Hauses. Bestand waren drei Deckenbalken (Nadelholz), wahrscheinlich noch original und entsprechend rott. Darauf befanden sich Dielen.
Die Außenwände des Kellers sind dreischalig gemauert. Sie Haben direkt Kontakt zum Erdreich und sind entsprechend nass. Die Fechtigkeit reicht jedoch nur bis zum Sockelbereich, wo eine alte, aber funktionstüchtige Horizontalsperre vorliegt. Den Boden bilden direkt auf Erdreich verlegte Ziegel mit leichtem Gefälle hin zu einem Sumpf. In diesem nutzen wir eine Pumpe mit Schwimmer, da im Herbst sonst regelmäßig Wasser suf 10-15cm Höhe eindringt.

Sämtliches Holz wurde entfernt und nun schaut man in ein Loch mit feuchten Wänden. Soweit der Status quo.

Den Keller jemals trocken zu kriegen halte ich für illusorisch und zu aufwändig. Außerdem hat doch jedes Haus seine feuchte, dunkle Ecke. Da die oberen Wandbereiche auch nicht betroffen sind haben wir vor, uns damit zu arangieren.
Jetzt muss ich nur noch eine Möglichkeit finden, die beiden Ebenen zu trennen. Ach ja, im Keller befinden sich zwei kleine Fenster (die in sinnfreier Weise zugemauert wurden).

Meine Fragen beziehen sich einerseits auf die Feuchte Außenwand, andererseits auf den Aufau des Bodens.

Wie kann ich diese Wand behandeln? Oder sollte ich sie einfach so lassen, wie sie ist? Sie ist halt ziemlich "schmierig" und ich dachte sie vielleicht gründlich zu reinigen und dann mit Kalkfarbe zu streichen. Wäre irgend ein Putz angebracht oder ist das verschenkte Liebesmüh? Gibt es überhaupt Möglichkeiten der Behandlung von dauerfeuchten Wänden? Teile der Speicherstadt in Hamburg stehen ja auch dauerhaft im Wasser...

Dann zum Bodenaufbau. Wie gesagt ist meine Idee, die Feuchtigkeit im Keller zu lassen. Die Fenster wollte ich nutzen um ein Lüftungssystem zu konstruieren, um für kontinuierliche Luftbewegung zu sorgen.
Ich habe bereits Eichenbalken besorgt, die ich einsetzen werde. Und dann? Ich dachte daran auf die Balkenlage zuerst Folie, Lagerhölzer, dann 22mm OSB, dann Fermacell Trockenestrich und dann den Endbelag aufzubringen. Die Balken würden sich also im feuchten Klima befinden, aber Eiche sollte das in belüfteter Umgebung ein paar Jahrzehne aushalten, oder?
Die Folie dachte ich wandseitig mit Siga Primur zu fixieren.
All das wie gesagt in der Hoffnung, da der Keller jetzt schon über 100 Jahre feucht ist, wird er auch noch weitere 100 Jahre halten (mir würden ja auch schon 30-50 Jahre reichen- bei optimistischer Schätzung meiner Lebenserwartung)

Ich bin über jeden Rat und Hinweis dankbar, denn sicher, ob das funktionieren wird, was ich vorhabe bin ich mir ja gerade nicht.



Feuchte Wände



Für eine wirksame und dauerhafte Sanierung von Feuchteschäden ist eine exakte
Voruntersuchung notwendig,die die Ursachen der Feuchtebelastung klärt und den Zustand des Bauteils erfasst..Ferndiagnosen sind in ihrem Fall eher Kontraproduktiv.Ich habe in Hamburg schon einige Keller bearbeitet.( Unter anderem auch in der Speicherstadt) die seit Jahren trocken sind . Gerne können Sie mich über meine Webseite kontakten.Gruß Peter Schneider



Woher kommt eigentlich die Behauptung, dass eine Kellerwand trocken sein muss



Jedes Haus steht im feuchten Dreck und wenn es feucht bleibt passiert auch nichts!
Und dass man einen Keller nur sehr aufwändig instand setzen kann ist auch ein Märchen.
Mehr als 40 Jahre Erfahrung geben mir recht, dass dies kein Hexenwerk ist. Dazu lesen Sie sich doch bitte ein wenig auf meiner Homepage ein.
Richtig ist jedoch auch, dass es klar sein sollte woher die Feuchte kommt.
Ob bei einem solch alten Gebäude Wasser eindringt oder "nur" die Wände feucht sind ist entscheidend.