Kellerwand aussen

05.04.2020 Lexa



Hallo,
Ich habe unseren Keller aussen aufgraben lassen um eine Drainage zu legen. Der Keller besteht aus Kalk- Bruchsteinen. Einige Stunden nach Regenbeginn sind die Kellerinnenwände nass.
Von aussen ist die Wand sehr uneben.
Der Boden ist sehr lehmig.
Jetzt zu Frage:
Würde eine Kiesschicht in voller Kellerhöhe vor der Hauswand, inkl. Drainage, ohne Abdichtung der Kellerwand ausreichen?



Kellerabdichtung



Zumindest Noppenbahnen an die Kellerwand stellen.
Fetter Lehm oder Ton wurde früher zur Abdichtung verwendet
und Montmorrilonit auch bei höherem Wasserdruck.

Drainagen nur mit starren Rohren mit Gefälle, Revisionsöffnungen an Umlenkungen und regelmäßiger Wartung- ansonsten ist die Wasserbelastung bei Kiesbett um den Keller höher als bei Lehm.
Wohin wird die Drainageleitung entwässert und ist niemals Rückstau möglich?



Warum wurde die Drainage gelegt?



Bzw. wer hat ihnen mit welcher Begründung zu der Maßnahme geraten und welchen Boden haben sie am Bruchsteinmauerwerk vorgefunden?
Was haben sie mit den Räumlichkeiten vor?
Wie sind denn die hydrologischen Verhältnisse vorort, also Grundwasserstand, Bodenfeuchte, Bodenart?

Gruß
det



Gute Planung ist wichtig



Hallo Lexa,

Ihr Vorhaben ist nichts für Bastler. Beachten Sie daher folgende Schritte:

1. niemals Keller komplett freigaben und auf gar keinen Fall tiefer als das Fundament! Massive Bauschäden würden sonst drohen.

2. Anlegen einer Dränage nur nach genauer Begutachtung des Ursachen. Meist sind Dränagen unnötig und führen bei flascher Installation zu einer Verschärfung des Problems.

3. Abdichtung der Kellerwand entsprechend der DIN-Norm reicht. Keine Kiesschichten etc. sondern eine sperrende Schicht bpsw. mit Lehm erstellen.



Kellerausenwand



Das Alter des Hauses lässt sich nicht ganau datieren wahrscheinlich 17.Jh. Kein Denkmalschutz. Das Haus befindet sich in Hanglage.
Das unterste Gechoss ist auf der Talseite 2,2m über Erdboden, auf der Hangseite 2,2m in der Erde.
Die Hangseite habe ich ausgraben lassen, da dort das Wasser eintritt.
Der Erdaushub ist Lehmig , direkt an der Hauswand befindet sich eineTonschicht, allerdings durchsetz mit Bruchsteinen. Das Haus war wahrscheinlich auch mal länger, da die Seitenmauern noch tiefer in den Hang hineingehen.



Kellerausenwand



Grundwasser gibt es an der Stelle noch nicht. Der Aushub war nass, obwohl es 2 Wochen nicht geregnet hat. Der Keller soll nur als Lagerraum genutzt werden und darf ruhig eine hohe Luftfeuchte haben.



Kellerausenwand



Grundwasser gibt es an der Stelle noch nicht. Der Aushub war nass, obwohl es 2 Wochen nicht geregnet hat. Der Keller soll nur als Lagerraum genutzt werden und darf ruhig eine hohe Luftfeuchte haben.



Keller trocken legen



Wie wird die Drainage entwässert? dazu müßte die Leitung wohl ums Gebäude bis ins tiefere gelände geführt worden sein?
Wurden die Arbeiten von einem Fachbetrieb ausgeführt und haben die anhand eer Bodenverhältnisse keine Anweisungen zur Abdichtung gegeben?
Aus Interesse und als Info für andere:
Wieviel Meter Drainageleitung wurden verlegt und wie hoch waren die Kosten dafür?
Wurde auch ein Sickerschacht installiert oder wie erfolgt die Wasserableitung?



Kellerwand aussen


Kellerwand aussen

Bisher wurde nur ausgegraben. Das Drainagewasser wird über vorhandene Rohrleitungen in einen tieferliegenden Bach abgeleitet.
Die Erdbaufirme hat eine Vorsatzschale mit Dickbeschichtung als Sperre vorgeschlagen.
Um die Betonierung zu umgehen kam mir der Gedanke mit der Kiesschicht.
Ich möchte nur die Seite im Hang "entwässern".



Kellerwand aussen


Kellerwand aussen

Kellerwand



Die Vorsatzschale...



...dient auch statischen Belangen, besonders bei diffusem Wandaufbau. Und sie lässt sich leichter absperren.

Eine Kiesschicht oder die Kombination Noppenbahn / Kies bieten keinem dem vorher anliegendem Erdreich vergleichbaren Gegendruck.

An die Vorsatzschale lässt sich die Drainage auch gut anbinden - an wildes Bruchsteinmauerwerk wohl eher nicht.

Grüße

Thomas



kellerdecke



was für eine Decke ist im Keller - ein Bruchsteingewölbe ? Ich glaube nicht, dass das Haus mal länger war. Die weiterführende Fundamentschicht, so vermute ich bei Gewölbedecke, diente der Stabilisierung der seitlichen Schubkräfte des Gewölbes, also ähnlich wie die äußeren Seitenpfeiler bei Kirchen. Wir hatten eine ähnliche Situation und ich habe mir die Arbeit gemacht, die Wand einzuschalen und eine Vorsatzschale aus Beton zu gießen.
Ha- zeitgleich mit Thomas´ Beitrag geschrieben. Bei mir spielten auch die statischen Überlegungen die größte Rolle.



Kellerwand aussen



Vielen Dank für die Antwort, vor allem mit Begründung. Super
Das es mal ein Gewölbe war glaube ich nicht, da der vordere Bereich eine Holzbalkendecke hat.
In diesem "nassen Kellerbereich" liegt eine Betobdecke.
Das Haus wurde, vor allem nach dem 2.Welrkrieg umgebaut und verändert.



Längeres Haus



der Umbau bedeutet nicht, dass es früher mal ein Gewölbe gab. Zwischen den fundamentverlängerungen sieht es aber nach gewachsenem Boden aus. Außerdem müßte ja dann am Ende der fundamentreste noch eines Quer rüber gehen - naja jetzt auch egal, aber ich habe auch versucht, das frühere Aussehen unseres Hauses zu rekonstruieren.