Kellerwand...

29.05.2016



Wir haben ein Haus von 1927 gekauft und die Kellerwände sind feucht. Mir sagt jeder die müssen trocken gelegt werden. Die Wände bestehen aus einer art Splitt mit Beton und sonstigen Zeug´s. In der Innenseite sind in dem Boden Ablaufrinnen... Müssen die Wände feucht sein? Oder sollten die trockengelegt werden? Die Kellerwände sind max. 1,20 im Boden.
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

Grüße



Kellerabdichtung



So etwas kann man nur nach Kenntnis des genauen Zustandes vor Ort entscheiden. Mit den paar dürftigen Angaben kann ich nur einige wenige vage Schlußfolgerungen ziehen.
1. Der Keller besteht wahrscheinlich aus Stampfbeton.
2. Es wurde gegen die senkrecht geschachtete Baugrubenwand aus bindigem Boden betoniert.
3. Möglich das die Rinnen angelegt wurden um am Fuß eindringendes Hang- und Schichtenwasser bzw. kurzzeitig anstauendes Grundwasser abzufangen.
4. Die Tiefe von 1,20 Meter lässt vermuten das hier ein Wasserleiter liegt.
5. Aufschachten und Abdichten von außen wäre aufwendig und überflüssig.
6. Sie sollten die Anlage eines Pumpensumpfes mit automatischer Tauchpumpe prüfen.

Wie gesagt, so könnte es sein.



Kellerwand



Vielen Dank für die schnelle Antwort.
In den Wänden sind um Fenster und Türen auch Ziegelsteine verbaut. Warum wäre ein aufgraben und trockenlegen überflüssig? Würden Bilder weiterhelfen?
Grüße



Kellerabdichtung



1. Wozu aufgraben? Die Wand bildet durch das Anbetonieren bereits eine Abdichtung.
2. Die Wandaußenfläche ist bedingt durch das Schütten sehr rauh und ungleichmßig. Der Aufwand für das Abdichten ist viel höher als bei einer gemauerten Wand.
3. Die Baugrube muß wieder verfüllt werden. Das geht nur mit nichtbindigenm Material. Das wirkt wie eine mit Kies gefüllte Badewanne, Wasser läuft hinein da der Verbund zwischen gewachsenem bindigen Boden und Wand zerstört wurde. Es wird ohne Dränung schlimmer da sich hydrostatischer Druck aufbaut.
4. Bei drückendem Wasser kommt das nicht DURCH die Wand sondern UNTER der Wand in den Keller.
5.Eine Dränung ist nur sinnvoll bei kurzzeitig drückendem Wasser wie in 3. beschrieben.
6. Eine Dränung ist teuer, muß geplant und gewartet werden. Nichts für den Heimwerker.
7.Hang- und Schichtenwasser oder oszillierendes Grundwasser kann ich mit einer Dränung nicht fangen.

Also Finger weg vom Aufbuddeln. Erst Bodenverhältnisse abklären.





sehe ich das richtig.....

Das Haus verfügt also nicht über eine "richtige" Bodenplatte und die Kellerwände stehen auf dem Lehmboden oder was die sonst als Untergrund hatten. Wenn man die Kellerwände abdichtet könnte das Wasser von unten in die Wand ziehen. Durch das Aufgraben an der Kellerwand könnte diese nachgeben...und es zur Rissbildung/Einsturz kommen.

Es ist auch nicht so das der Keller total nass ist. Hier und da blüht der Innenputz und der Boden ist etwas feucht. Ich würde am liebsten den Innenputz entfernen und den Keller so lassen wie er ist.



Frage



Gibt es Gutachter die speziell auf s
alte Keller spezialisiert sind ? Wo finde ich die ?