Kellerwände, entsprechenden, unverbindlich

07.07.2014



Hallo!

Ich hoffe es ist O.K. wenn ich es auf diesem weg versuche....

Ich würde mich freuen wenn sich ein-zwei Fachfirmen finden die bereit sind mir in den nächsten Tagen ein unverbindlich es Angebot zur Abdichtung unserer Kellerwände zu unterbreiten.
Das ganze soll über einen KfW-Kredit-Denkmal laufen und die dem entsprechenden Vorgaben erfüllen.

Das Gebäude ist von 1927 und befindet sich in 64589 Stockstadt.

Die Kellerwände sind wohl aus Stampfbeton.


Vielen Dank soweit!



Kellerabdichtung



Hallo Frau Lehmann,
Ihre Anfrage liest sich für mich wie eine Aufforderung Sie ausplündern zu dürfen.
Geld ist genug da, der Glaube das der Keller feucht ist auch...
In diesem Gewerbe tummeln sich leider neben den seriösen und ehrlichen Leuten auch eine Menge Scharlatane und Geschäftemacher. Ohne genaue Kenntnis:
wie feucht der Keller ist,
warum der Keller feucht ist,
warum er trocken werden soll bzw. welche Nutzung geplant ist und
ob bzw. was man gegen die Feuchte tun sollte
ist es zu riskant sich Angebote einzuholen. Erst mal können Sie die nicht untereinander vergleichen, das einzige Kriterium ist der Angebotspreis und der sagt nichts über das Preis-Leistungsverhältnis oder den Nutzen der Maßnahmen.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Ueber_die_Baustellenetikette.pdf

Ab Seite 16, Ein besonderes Kapitel...

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Gab_es_frueher_trockene_Keller.pdf

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Wann_ist_eine_Wand_nass.pdf





Da hat Herr Böttcher recht. Ich ahne bereits wer sich bei Ihnen melden und aufsteigende Feuchte diagnostizieren wird. Zum Glück hat der Mann das helfende Präparat bereits im Kofferraum dabei. Machen Sie sich schlau bevor Sie einen Auftrag erteilen – eine betriebsinterne Verkaufsschulung ersetzt keine fundamentierte Ausbildung.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Hallo!

Ohne schon in dem Link gelesen zu haben, was ich sicher noch tun werde, wollte ich noch hinzufügen....

Bei Starkregen läuft das Wasser durch die Wand.
Wir benötigen die Räume ohne schimmelnde Schuhe.
Ich brauche keinen Vorratsraum für Gemüse, nur einen HauswirtschaftsHobbyBastelNähSpielGästeraum. Ob das zu schaffen ist weiß ich nicht.

Hatte mich vor einiger Zeit schon einmal etwas eingelesen. Das muss ich sicherlich noch einmal auffrischen. Mir ist auch bewusst dass es sich um Kondensfeuchtigkeit handeln könnte.

Was soll ich tun? Irgend wie/wo/wann muss ein Anfang gemacht werden. So können wir die Räumen nicht nutzen wie wir gerne würden. Wahrscheinlich ist es doch auch nicht gut für die Wand wenn es immer weiter Material rieselt.
Bezahlen muss ich am Ende wohl auch. Welche Leistung auch immer.

Deswegen dachte ich, ich bin hier evtl. besser beraten, als wenn ich Firma XY anfrage?!

Hoffnungsvoll....



Kellerabdichtung



Wenn Wasser durch die Wand kommt sollten sich Ihre Maßnahmen außerhalb des Kellers abspielen. Schon ein verstopftes Fallrohr, ein Wanddurchbruch für eine Leitungsdurchführung samt Rohrgraben, ein Kellerfenster oder ein verstopfter Einlauf eines Lichtschachtes können so etwas verursachen. Also erst mal sehen wieso und woher Wasser hereinkommt. Dafür brauchen Sie noch keinen Fachmann.
Wenn Sie ein paar Fotos innen vom Keller und vom Haus außen einstellen gibt es möglicherweise konktretere Ratschläge. Was Sie schon mal ganz weit weg schieben sollten wäre die Standartmaßnahme aller Hobbybastler: Ringsrum bis zum Keller aufgraben, Dränung legen, was Schwarzes auf die Wand schmieren und Noppenbahn davor.



KFW



Nebenbei mal die Frage:
Wie wollen Sie das ganze über die KFW finanzieren?
Eine Kellerabdichtung nicht bewohnter Bereiche ist meines Erachtens nicht förderfähig und die KFW-fähigen Dämmaßnahmne für Wohnräume verschlimmern die Situation in IHrem Fall wohl noch eher.



Erst einmal...



Danke für die Tips.

Die Räume sollen ja wenn möglich zu Wohnraum werden und er ne Dämmung erhalten. Schon jetzt sind zwei von drei mit Heizkörpern versehen die aber nicht wirklich zum Einsatz kommen. Nur wenn ich wirklich im Wäschekeller länger am arbeiten bin.

Fallrohre sind nicht im Erdreich verlegt. Wir haben nachdem wir gesehen haben das das Wasser bei regen durch die Wand sickert provisorisch ein Stück Regenrinne hin gelegt um es vom Haus weg zu leiten. Das ist nun seit 6 Jahren so und jeder zweite Besucher fällt drüber weil es direkt auf dem Weg von Tor zu Haustür liegt.

Es ist auf jeden Fall deutlich zu sehen dass bei div. Durchdringungen, die offensichtlich auch nachträglich angebracht wurden, größere Probleme bestehen als an anderen Stellen. Das heißt aber doch das auf jedenfalls von Außen abgedichtet werden sollte?!

Das Haus ist ringsum von Hof bzw. Bürgersteig umgeben.
Ich werde Bilder senden sobald es mir möglich ist.

LG



Außen.....



das ist die Ecke wo es durchsickert sobalt die Regenrinne weg ist oder versagt....



Selbe Ecke



Von innen



Siebhirn...



...habe gerade bemerkt dass ich doch schon einmal näher zu dem Thema hier gefragt habe. War mir gar nicht mehr bewusst...

Geändert hat sich am Thema aber nichts, nur dass wir es nun wirklich angehen wollen weil wir den Platz benötigen...



Keller



Hallo Dorothee,
Sie wären wirklich ein gefundenes Fressen für Strukturvertriebe und Franchise- Trockenleger (die seriösen meine ich nicht).
Ein klasse Fall für Zauberkästchenverkäufer und Elektroosmosemonteure. Sie winken mit Geldscheinen für eine Kellertrockenlegung obwohl die Ursachen so offensichtlich sind das jeder Verkäufer im Keller erst mal die versteckte Kamera suchen würde ehe er was über nanolackierte Porenwände oder Hartmanngitter erzählt... Na lassen wir das.

Was sehe ich auf den Fotos, was kann ich mir zusammenreimen:
1. Ein Fallrohr einer Entwässerung die aus dem Haus führt. Die liegt außerhalb des Hauses in einem Graben. Der Graben wurde mit Kies oder Sand gefüllt, der Baugrund ist bindig (Stampfbetonkeller!). Selbst wenn im Fallrohr kein Wasserrückstau (zum Beispiel aus einer Grundleitung im Mischsystem) bei Regen entsteht dann führt der verfüllte Leitungsgraben Wasser das wie ein unterirdischer Bach zur Wand und zum Wanddurchbruch geführt wird. So was suchen Rutengänger- Wasseradern. Hier wäre mal eine.
2. Ein Fallrohr das nicht an die Entwässerung angeschlossen ist und einen Meter neben der Kellerwand den Boden (und den Leitungsgraben darunter) wässert.
Wasser läuft nach unten, Dorothee!
3. Ein nicht überdachtes Treppenpodest am Hauseingang, das Wasser läuft bei Regen vom Podest unten an die Hauswand, da wo ein Lichtschacht samt Kellerfenster sitzt und vermutlich ein Stück weiter der Wanddurchbruch...
4. Davor ein eingelassener Abtreter der wie ein Schluckbrunnen wirkt.
5. Ein bestimmt nicht an die Grundleitung angeschlossener Lichtschacht und ein Kellerfenster dessen fachgerechten Einbau ich anzweifle.

Ich zitiere mich ausnahmsweise mal selber:
"Wenn Wasser durch die Wand kommt sollten sich Ihre Maßnahmen außerhalb des Kellers abspielen. Schon ein verstopftes Fallrohr, ein Wanddurchbruch für eine Leitungsdurchführung samt Rohrgraben, ein Kellerfenster oder ein verstopfter Einlauf eines Lichtschachtes können so etwas verursachen. Also erst mal sehen wieso und woher Wasser hereinkommt. Dafür brauchen Sie noch keinen Fachmann. "

Für den Umbau des Kellers zum Wohnraum brauchen Sie sehr wohl einen Fachmann, ich rate Ihnen dazu sich wenigstens ein kleines Sanierungskonzept erstellen zu lassen wo drin steht was Sie wie machen sollen. Sonst ist das Geld schnell alle und der Erfolg bleibt zweifelhaft.
Und auch wenn ich mich wiederhole: Nix aufgraben, nix draufschmieren, nix Drainage!



Und nun...



..ich bin etwas ratlos.

Wie soll ich denn den Keller trocken bekommen wenn ich nicht aufgraben soll. Irgendwie muss ich doch dann an das Abwasserrohr kommen?! Mal davon abgesehen das an dieser Stelle ohnehin auf muss weil in naher Zukunft das große Rohr das man links in der Ecke sieht angeschlossen werden muss. Momentan ist nur die Waschmaschine angeschlossen.
Dabei soll auch ein neuer Lichtschacht mit Anschluss verbaut wie den. Ja die Treppenstufen sind nicht überdacht. Nein der Abtreter ist nicht eingelassen.
Und was ist mit den Stellen an denen kein Kanal oder sonstiges läuft?
Die Regenrinne müsste doch sinnvollerweise auch angeschlossen werden. Wie gesagt so lange die Notlösung ihre Dienste tut ist es augenscheinlich auch trocken.

Wie bekomme ich denn den Keller zu nutzbaren Räumen ohne Maßnahmen. Oder welche?
Das größte aller Ziele wäre ein Raum teilweise als Büro nutzen zu können. Das ist vielleicht unrealistisch aber ein Ziel. Deswegen wurde ja die Beheizung der Räume vorgesehen.
Laut Energieberater wäre es daher förderfähig....

Ich kann alle oben aufgeführten Punkte nachvollziehen und das Zusammenspiel an dieser Ecke erscheint mir logisch.

Aber ich verstehe nicht ganz wie ich das ohne Abdichten in den Griff bekomme. Irgendwie muss ja der Anschluss ans Haus. Und das ist ja wie gesagt nur die schlimmste Ecke.

Wie bekomme ich denn den Rest des Kellers hin ohne ständigen Dreck durch rieselde Wände und Muff?! Einfach drauf Putzen? Das behebt doch nicht die Ursachen?

Ratlos......



Anderer Raum



Frontseite....



Detail



Wand



Anderer Raum



Frontseite



Kellerabdichtung



Ich habe mich da etwas unpräzise wiederholt. Mit nicht Aufgraben meinte ich:

"Was Sie schon mal ganz weit weg schieben sollten wäre die Standartmaßnahme aller Hobbybastler: Ringsrum bis zum Keller aufgraben, Dränung legen, was Schwarzes auf die Wand schmieren und Noppenbahn davor." (Zitat aus meinem zweiten Beitrag)
Das Fallrohr ordentlich einbinden, den Wanddurchbruch einbinden usw. muß natürlich gemacht werden. Wie, wo Ihre Anschlüsse liegen, wie Ihre alte Grundstücksentwässerung verläuft finden Sie in den Bauunterlagen zum Haus oder in der Bauakte im Stadtarchiv. Es gab (und gibt) keine Baugenehmigung ohne Entwässerungsplan.
Bringen Sie das in Ordnung dann ist das Problem eindringendes Wasser erst mal vom Tisch.
Das nächste wäre dann der Ausbau des Kellers für eine hochwertige Nutzung. Dazu müssen Sie einen Fachmann bemühen. Einen kleinen Überblick zum Thema finden Sie in den Unterlagen die ich schon mal genannt habe:


http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Ueber_die_Baustellenetikette.pdf

Ab Seite 16, Ein besonderes Kapitel...

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Gab_es_frueher_trockene_Keller.pdf

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Wann_ist_eine_Wand_nass.pdf

So das reicht jetzt. Ich habe keine Lust mehr mich immer selber zu wiederholen.





Hallo Frau Lehmann,

sollte Ihnen der Entwässerungsplan nicht vorliegen, wenden Sie sich an das Bauamt in Stockstadt und fragen sie nach der Aktenlage im Archiv. Möglicherweise gibt es Akten in Stockstadt selbst, wenn nicht fragen Sie mal im Kreisbauamt Groß-Gerau nach. Für jeden Ortsteil gibt es einen Sachbearbeiter. In GG gibt es ein Archiv.
Wenn auch hier nichts zu finden ist wäre der nächste Gang zu den Stadtwerken. Die kennen zumindest die Kanallagen, Sohltiefen etc. und verfügen über die Lage der Anschlusspunkte. Hier erfahren Sie auch ob bei Ihnen ein Misch- oder Getrenntsystem verwendet wird. Persönliches Erscheinen ist besser als anrufen.

Anschließend kann man sich Gedanken darüber machen wie man die Entwässerung vernünftig anschließen kann. Bei Bedarf kann ich mir das mal ansehen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer