Bodenbelag für gewollt feuchten Erdkeller

17.04.2012



Der vorhanden Gewölbe- Erdkeller wird als Lagerraum seit Jahrhunderten für Lebensmittel verwendet und besitzt einen verdichteten Lehmboden.
Feuchtigkeitshaushalt ist optimal gegeben. Nur um auch den Keller ohne grosse Verschmutzung betreten zu können bin ich auf der Suche nach einem passenden Belag der das bestehende "Klima" nicht negative beeinflusst.
Anscheinend werden Ziegel mit ca.1cm Fugenabstand verlegt bevorzugt.
Wie heissen diese Ziegel genau und woher kann man diese beziehen? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?





PS: Kann jemand diesen Satz ins Österreichische Übersetzen?
"Gehwegplatten in ca. 20 mm Bettungssand knirsch gestoßen legen"





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Ein solcher Kellerfussboden ...



... ist zwar nicht DIN-gerecht, kann aber privat so ausgeführt werden. In Österreich eh ...

Es gibt diverse Bodenaufbauten dazu, einer wäre:
- Feinplanum Lehmboden, Vlies, 10 cm Splitt 16/22, Vlies, 6 cm Splitt 8/11, Vlies, 4-6 cm Sandbett, Natursteinplatten 4cm oder Ziegel 6,5cm.


"Knirsch gestossen" heisst: ohne Fuge verlegt. Würde ich aber nicht emnpfehlen, sondern eine 1cm Fuge lassen, mit Sand oder Kalkmörtel einschlämmen.



Kellerfußboden



Der übliche Kellerfußboden bestand früher aus Flachschichtpflaster (Ziegelsteine flach in ein paar cm Sandbettung verlegt, Fugen lehmigen Sand eingefegt).
Da bei Ihnen keine großen Punktlasten eingetragen werden können Sie die Variante mit den Betongehwegplatten verwenden. Die werden mittlerweile mit so geringen Toleranzen gefertigt das eine Verlegung auch knirsch funktioniert. Trotzdem vorsichtshalber vor dem Verlegen die Platten nach Größe sortieren wenn sie aus verschiedenen Chargen stammen.

Viele Grüße



Kulturschicht



Hallo,
Haben Sie schon eine "Probeschürfung" gemacht?
Vielleicht finden Sie unter der Lehmschicht ja einen "Fußboden".
Da die Lebensmittel direkt vom Acker kamen , wurde ja auch Erde mit eingebaut.
Ich kenne einen Gewölbekeller (14tes Jahrhundert) da ist die Kulturschicht 30 cm dick.
Dann kamen Natursteinplatten.

viele Grüße



Bei uns



in Wien waren/sind am Kellergang Ziegel direkt im überall vorhandenen Lehm-Bauschutt-Bett verlegt (teils spezielle Hohlziegel mit etwa 6x6x15cm, teils normale Mauerziegel), in den Kellerabteilen roher Lehmboden. Ein Kellerabteil haben wir renoviert und dabei den Ziegelboden nach bewährtem Muster weitergezogen. Ist so seit ca. 12, 13 Jahren und es stehen zum Teil schwere Regale drauf. Diese Verlegetechnik (allerdings mit feinem Sand als Bettmaterial) hat mir damals der Vater eines Schulkollegen gezeigt. Verfugt habe ich den Spaß als 15-jähriger mit Beton, einfach Betonmix aus dem Baumarkt dünnflüssig angerührt und in die Fugen rinnen lassen, nach teilweiser Trocknung Überschüsse mit einem Straßenbesen entfernt. Würde ich heute nicht mehr machen, hält aber ohne Risse.



Preiswert...



und solide sind Kanalklinker. Am besten ohne Fuge verlegt und mit Feinsand eingekehrt.

Natursteinplatten, am besten historische, wären die anspruchsvolle Variante.

Das Ganze auf einem Planum.

Der Idee von Robert Göbel würde ich vorher aber unbedingt 'mal nachgehen. Vielleicht ist Ihr Lehmboden nur der festgestampfte Boden, der von den Rüben oder Kartoffeln abgefallen ist.





Vielen Dank für die vielen Tipps und Anregungen.

Der Keller ist um 1600 entstanden. Wurde bis vor 80 Jahren als Stall genutzt (Hanglage und nach aussen begehbar) Meine Vorfahren schütteten aber die Geländekante auf und so entstand ein reiner Erdkeller.
( Hatten bis 2002 keinen Kühlschrank im Haus, nur Kühltruhe für Gefrorenes) :)
Werd aber mal eine "Grabung" angehen und schaun was sich so zu Tage fördern lässt. Den ersten interessanten Kellerfund hab ich schon gemacht und poste diesen demnächst.

Für den Gehweg hab ich zu Hause noch von Hand behauene Natursteinplatten gefunden die ich verwenden werd.

Grüsse aus Kärnten