Kellerdecke Stein locker - abstützen oder mörteln?

07.07.2020 Haegar

Kellerdecke Stein locker - abstützen oder mörteln?

Hallo,
wir haben ein vollunterkellertes Haus Baujahr 1927 gekauft.
Der Keller ist gemauert und teilweise 4m tief (ehemaliger Kohlekeller). Die Wänden sind noch teilweise verputzt.
Wir hatten einen Wasserschaden im Heizungskeller und bei der Feuchtemessung wurde auch in den Außenwänden (Kohlenkeller) eine hohe Feuchte gemessen.
Ich werde jetzt zunächst die Salze abkehren und den alten Putz entfernen, zerstörte Ziegel werden bei Bedarf teilweise ersetzt oder mörteln.
Sorgen macht mir die Decke in einem kleinen Bereich, dort senkt sich ein Deckenziegel ca. 3 cm. Das ist ein möglicher Feuchteschaden, wo ich hoffe, dass nach dem abklopfen des Putzes das Mauerwerk wieder in die "normale" Feuchte geht.
Da jetzt auch im Kohlenkeller getrocknet wird ("bis auf Ausgleichsfeuchte") besteht Gefahr, dass die Decke kommt?
Ich möchte eine Holzdecke (OSB 22mm) und entweder Baustempel oder Holzstempel einziehen zur Sicherheit.
Kann ich vorher die Risse und offenen Fugen mörteln und den gesenkten Stein wieder eindrücken? Oder reicht das sogar? oder reicht auch einfach eine Decke darunter konstruieren.
Drüber ist der Hauseingang, unten ist nur Kartoffel- und Getränkekeller.



Foto


Foto

Decke



Foto Mauersteine


Foto Mauersteine

So sieht die Wand teilweise aus



Fenster



Hallo Haegar,

den Bildern nach kann ich mir vorstellen, dass es zu dieser Deformierung bei/nach dem Einbau des Fensters gekommen ist.
In diesem Fall wird das schon lange so ausgesehen haben.
Wenn sich nichts mehr bewegt, kannst Du die beiden Steine so lassen. Auch nicht abstützen.
Die Wand sieht auch "normal" aus.
Am besten kein organisches Material (OSB) in den Keller einbauen, sonst kann es modern.

Gruß

Mark



Nachtrag



Jetzt sehe ich es erst: Die Wandziegel sind abgescherbelt.
Wahrscheinlich sind die Steine sehr weich (wie fühlt sich der Mauermörtel an?)
Das müsste man sich noch genauer ansehen und die Wand auf jeden Fall wieder verputzen, wie Du schreibst.

Gruß,

Mark



Kellerdecke reparieren



Lose Stellen durch Klopfen feststellen und diese Teile entfernen.
Dann zB mit Fliesenkleber wieder befestigen
( bis zum Abbinden mit Latte Abstützen),
oder Fehlstellen je nach umgebendem Material mit hydraulischem Kalkputz oder Kalkzementputz ausputzen.



Danke



Sobald die Ecke beräumt ist, werde ich die Decke durch klopfen auf Lockerungen prüfen. Stützen habe ich schon da, Konstruktionsholz auch, kann also schnell reagieren sollte es erforderlich werden.
2 Stahlträger könnte ich bei Bedarf auch unterziehen, Freunde könnten dann eine Schaldecke unterziehen.



Kellerdecke reparieren



Nur nicht zu stramm unterstützen, damit das Gefüge nicht gelockert wird.
Wenn alles lose Material beseitigt und gut vorgenäßt wurde könntest du auch von oben ein Loch durch die Dcke bohren, darunter verschalen und dann mit Vergußmörtel ausgießen.

Das Zeug ist sehr dünnflüssig, sodass ein 20 mm Loch genügen sollte-
allerdings muß die Abdichtung darunter sehr dicht sein.