Kellerdecke dämmen von unten



Kellerdecke von unten dämmen

Hallo,

Wir haben ein Fachwerkhaus.
1. Geschossdecke ist folgender Aufbau zum Keller. von Oben nach unten.

1.Alte Holzdielen (neu abgeschliefen)
2.Lehm/Sanddecke zwischen Holzbalken.
3.Teilweise Lehmputz.

Keller ist ebeneredig.

Da wir im Winter oft kalte Füsse haben,möchten wir gern die Decke von unten dämmen und die Zugluft veringern.

Der Keller ist reiner Abstellkeler und auch schon sehr niedrig. (ca 180cm bis Balken)
Keller recht trocken, Kellerboden Sandsteine, Wände Backstein

Was würdet ihr mir empfehlen als Dämmstoff/Verkleidung?

Anbei auch Bilder.




Kellerdecke von unten dämmen

Hier ein Bild von einem anderen Bereich.



Kellerdecke



Mein Vorschlag:
Entweder Dämmkeile als Mineralwolle oder flexible Dämmmatten aus Holzfaser in die Felder klemmen. Die Stärke ein bis 3 Zentimeter über der Tiefe der Felder.
Zur Fixierung im 30 cm- Abstand Bretter (Rauhspund 20-30 mm) unterschrauben.
HWL- Platten (Heraklith)als Putzträger anschrauben,
Platten verspachteln.
Als Billiglösung können Sie statt Heraklith und Spachtel eine Unterspannbahn möglichst dicht von unten als Winddichtung direkt auf die Bretter tackern.

Ich empfehle Ihnen das Prinzip "Tabula rasa": Alles raus und eine neue Massivdecke (Ziegeleinhängdecke V-Tec, Filigran oder ähnlich) einbauen.





Vielen Dank.
Die Lehmdecke,Holzdielen würde ich schon gern erhalten. Daher Tabularasa kommt nicht in Frage.

1. Dämmung Holzwolle/Glaswolle/Steinwolle?
-> Was hat ihr ausser dem preis Vor und Nachteile?
2.Rauspund als Fixierung.
3.Unterspannbahn gegen den Luftzug. auf Rauspund Tackern.

2 und 3 könnte ich ja auch tauschen oder?

Da der Keller selten benutz wird, würde ich zu dieser Lösung tendieren da sie auch kostengünsig und effektiv ist.



Kellerdecke dämmen



Wenn Luft zwischen Einschubdecke und Dielen vorhanden ist kann bei größerem Zwischenraum am Rand eine Diele entfernt und von hier Zellulose eingeblasen werden.
Falls die Bretter keine Nut-Feder-Verbindung haben und der Hohlraum gering ist kann alle Meter ein Brett entfernt und von hier eingeblasen werden.
Die Dämmung verhindert dabei Hinterlüftung und dadurch Auskühlung des Bodens.

Unterseitig kann eine diffusionsoffene Folie unter die Balken getackert werden, dann mit ca 25 cm Abstand zueinander Bretter untergeschraubt und in den Hohlraum wieder Zellulose eingeblasen werden.
Aufgrund der enthaltenen Salze ist sie nicht schimmelgefährdet und verhindert die Besiedlung von Käfern,Insekten uä

Wenn die Sandsteinplatten nur lose verlegt sind läßt sich der Kellerboden bei Bedarf relativ leicht etwas tieferlegen.

Andreas Teich





Auch hier vielemn Dank.
Die Einschub und Diele ist kaum Hohlraum. Daher würde ich die Decke lieber von unten dämmen.

Die Variante mit Zellulose werde ich für die ca 30qm auch mal als Variante im Auge behalten, allerdings bin ich da auf Fachmänische Hilfe angewiesen und ich denke das die Variante mit Holzwolle oder Glas/Steinwolle günstiger sein wird.

Die Sandsteinplatten raus und tieferlegen ist ein guter Tipp, allerdings ist die Nutzung des Keller sehr selten und auch nur als Abstellkeler, daher ist mir der Aufwand hier zu hoch für ein paar Zentimeter mehr Deckenhöhe.



Zellulosedämmung



Wenn alle Vorarbeiten selbst durchgeführt werden ist Zellulosedämmung günstig,
die zudem technisch den Vorteil hat, ein Vielfaches an Feuchtigkeit aufnehmen zu können im Vergleich zu Mineralwolle ohne dabei an Dämmvermögen zu verlieren.
Wie andere ökologische Dämmstoffe (Holzfaser, Hanf etc) geben Sie Feuchtigkeit kapillar schnell wieder ab.

Andreas Teich



Kellerdecke



In diesem speziellen Fall kann auch Mineralwolle eingesetzt werden. Sie liegt auf der kalten Seite; Kapillarität spielt hier keine Rolle. Was eventuell von oben als Planschwasser eindringt läuft einfach nach unten durch, Kondensatbildung ist unerheblich.
2 und 3 können getauscht werden.
Sorgen Sie dafür das die Kellertür möglichst luftdicht(und gedämmt) ist um das Eindringen von warmer, feuchter Innenluft im Winter zu verhindern.





anbei die variante mit Holzwolle, diffosionsoffe Folie und Rauspund.



u-wert-simulation



ist nicht ganz zutreffend, oder haben Sie im Keller -5 grd bei 80%rF, daher sollte auch kein Kondensat vor der Dämmschicht anfallen.



U- Wert Keller



Die voreingestellten Werte können nicht übernommen werden.
Zudem wird von gleichbleibenden Verhältnissen über 3 Monate ausgegangen, was in der Realität nicht zutrifft.

Angenommen werden dabei fast immer die schlechtestmöglichen Bedingungen.

Bei Kellerräumen kann eher von +5 bis +10 Grad ausgegangen werden- außer die Fenster sind ständig offen und der Keller teilweise über Erdniveau herausstehend.

Wenn alles selbst gedämmt werden soll würde ich Hanfdämmplatten verwenden, wenn Zellulose ausgeschlossen wird.

Andreas Teich





Vielen Dank,

Ja Temperatur stimmt nicht. Ist zwar oberirdisch der Keller und eine Belüftung IST immer offen. Aber es sind dann eher im Winter 0-10 grad und im Sommer zwischen 10-15 grad.
Luftfeuchtigkeit kann ich nicht schätzen aber es gibt nirgends Schimmel und auch kein modriger Geruch.



luftfeuchte



Hygrometer gibts für um 10 euronen im Baumarkt, das braucht man hin und wieder, vor allem um die Sommerbelüftung zu organisieren, da sollten die Fenster o.ä. eben nicht immer offen sein, sondern nur,wenn der Taupunkt nicht erreicht wird.



Kellerdecke



Vergessen Sie das mit dem U- Wertrechner.
Wenn Sie ihn schon mal benutzen dann richtig, Sie haben da eine Dampfbremse auf die kalte Seite eingesetzt die dort nichts zu suchen hat. Außerdem fehlt der Einschub.





Keine Dampfbremse sondern eine Unterspannbahn habe ich eingesetzt.

War gestern nochmal im Keller und habe die genauen Maße nochmal genommen. Die Zwischenräume zwischen den Balken varieren stark und habe nun mal den Mittelwert genommen. Den ein oder anderen Balken muss ich mit einer Dachlatte aufmessen um die selbe Höhe zubekommen.