nachträglich betonierter Kellerboden abdichten

01.03.2013



Hallo zusammen

In unserem Haus war ursprünglich mal Naturkellerboden und der Vorbesitzer hat nachträglich einen Betonboden eingebaut. Leider ist dieser ohne eine vorherige Abdichtung eingebaut worden, so dass eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit in den Kellerräumen besteht. Die Aussenwände wurden von mir freigegraben und mit 16cm Dicken Styrodurplatten gedämmt. Was kann ich tun um ein Aufsteigen von Feuchtigkeit durch die Bodenplatte zu verhindern? Die Raumhöhe ist begrenzt und ich wollte eigentlich den Kellerboden fliesen.

Besten Dank
Oliver



Kellerboden



Dann fliesen Sie ihn einfach.
Damit wird die Verdunstungsmenge schon erheblich reduziert.
Wenns noch weniger werden soll können Sie vorher eine einfache Grundierung auftragen. Noch besser wirkt eine mineralische Dichtschlämme. Allerdings glaube ich nicht das Sie damit (Dichtschlämme statt Grundierung oder ohne) fühlbare Unterschiede erreichen werden.
Wenns noch billiger, einfacher und schneller gehen soll: Schauen Sie mal in den Möbel- und Teppichhäusern nach billigem PVC- Belag. Den Belag einfach lose auf dem Betonfußboden verlegen. Die paar Fugen machen feuchtetechnisch keinen Unterschied.

Was mich noch interessiert: Was wollen Sie mit den 16 cm Styrodurplatten erreichen bzw. wie soll der Keller mal genutzt werden?

Viele Grüße



nachträglich betonierter Kellerboden abdichten



Hallo

es sind glaube ich EPS Platten und nicht Styrodur (von Knauf). Der Keller wird als normaler Keller genutzt (Vorratskeller, Waschkeller, etc).

An einigen Stellen ist durch das Mauerwerk Feuchtigkeit eingetreten und das habe ich mit Aufbringen einer Bitumendickbeschichtung und der Dämmplatten in den Griff bekommen.

Danke und Grüsse



Kellerabdichtung



Hallo Oliver,
die Perimeterdämmung war für eine einfache senkrechte Abdichtung überflüssig. Eine kombinierte Bahn die als Gleitschicht, senkrechter Flächendrän und Anfüllschutz dient hätte auch gereicht. Die 16 cm Vorsprung sind oben im Sockelbereich immer eine potentielle Fehlerquelle da hier Wasser hinterlaufen kann. Das kann man nur vermeiden wenn sich eine Außendämmung in gleicher Stärke anschließt. Wärmetechnisch nutzen Ihnen die 16 cm nicht viel, da der Fußboden sicher nicht gedämmt ist.
Für einen normal genutzten Keller reicht eine Dämmung der Kellerdecke völlig aus.
Ich hoffe Sie haben den Fußpunkt der Kellermauer gemäß den Regeln der Technik ausgeführt, hier liegt nämlich einer der beiden Hauptbereiche in denen Wasser durch die Kellerwand nach innen dringt. Der Sockelbereich ist die zweite kritische Stelle. Die Fläche zwischen Sockelbereich und Fußpunkt bringt kaum Feuchtebelastung ins Mauerwerk.

Viele Grüße

p.s.
EPS = Styropor= expandiertes Polystyrol
XPS = Styrodur = Extrudiertes Polystyrol = Perimeterdämmung.
Ich hoffe sie haben XPS am Keller, das grüne, rosa oder blaue geschlossenzellige Zeug.