Mal wieder ein feuchter Keller (aber nicht immer...)

15.07.2006



Guten abend zusammen,
wir haben ein Backsteinhäuschen von 1936.Es ist nicht komplett unterkellert sondern nur ein Teil.Beim Kauf vor etwa einem Jahr stand das Wasser im Keller ca 5cm hoch-aber das ist durch die Kellerfenster wegen undichten Regenrinnen und FAllrohren gelaufen-nachdem diese erneuert sind,haben wir auch nie wieder Wasser im Keller stehen gehabt.
Aber hin und wieder breitet sich von einer Seite ein dunkler Fleck aus,der nachher fast 2/3 des Raumes ausmacht.Fingerprobe
-->Nässe.
Ich muss aber noch dazu sagen,das hier das Grundwasser auf ca 1.50-1.80 steht und der Kellerboden richtig kalt ist.
Was meinen die Fachleute hier? Kondensiert hier die Luftfeuchte?Aber warum nur immer von der einen Wand aus?
Was kann man da machen,ich würde nicht sagen,das die Wände des Kellers feucht sind,aber der Kalkanstrich löst sich
schon ab...
Danke und Gruss,
Tobias



Es ist doch logisch, dass zurzeit sehr viel Kondenswasser entsteht.



Die Bodentemperaturen in 2 mtr Tiefe sind zur Zeit ca. 12 Grad.
Und wenn ich dann noch weiß, welche Werte (Feuchte und Temperatur) jetzt zurzeit vorhanden sind, dann gibt es Tauwasser ohne Ende!
Hier sollte ein Luftentfeuchter helfen.
Diese Tabelle ist aktuell von der Wetterstation der Fraunhofergesellschaft Holzkirchen.



Jo,das war auch meine Vermutung,



das die Feuchtigkeit aus der Luft kommt.Danke für die bestätigende Antwort!
Aber eine Frage hätte ich da noch:
Wäre es möglich(oder sinnvoll)den Boden zu Isolieren und dann meinetwegen zu fliesen?Das Ganze dürfte auch nicht gerade 15cm
stark werden-soviel Deckenhöhe ist auch nicht im Keller-aua!
Oder kann da nur für den Rest unserer Tage ein Entfeuchter rein?Wieviel Strom nimmt der denn auf das Jahr gesehen?

Fragen über Fragen...(Doch mehr geworden)

Gruss,Tobias



Weder Fliesen noch die "Isolierung" ändern die Feuchte im Keller



Es ist jedoch meist sinnvoll eine Wärmedämmung einzubauen.
Fliesen haben den Vorteil, dass die Reinigung am leichtesten ist und auch nichts fault.
Und der Luftentfeuchter wird meist nur im Frühjahr und Sommer gebraucht.
Je nach Kellergröße kann dieser so eingestellt werden, dass das Gerät nur einige Stunden läuft.
Je nach Leistung (Watt) und Kellergröße ergeben sich dann die Stromkosten.
Mein Gerät läuft zurzeit 3 Stunden X 450 Watt ergibt ca. 6 € im Monat.



Ein feuchter Keller ist keine Katastrophe...



...jedenfalls bin ich nach eingehender Beschäftigung mit dem Thema viel entspannter der Kellernässe gegenüber.
Viele Infos über das Thema habe ich auch aus der Seite
www.holzfragen.de
gezogen.Danke auch für die Infos dort!
Und so sieht mein weiterer Plan gegen die übermässige Feuchte aus:
Kauf und Einbau dichtschliessender Kellerfenster.
Kauf und Einbau einer dichtschliessenden Kellertür.
Keine Lüftung mehr bei höherer Luftfeuchte als im Keller.
Evtl.für eine begrenzte Zeit einen Entfeuchter reinstellen.
Dann abwarten und schauen.
Sollte das nicht reichen,Einbau eines Wandlüfters.
Wenn auch das nicht reicht,melde ich mich wieder ;-)

Ist so recht?

Gruss,Tobias



Wenn Tauwasser ausfällt, dann immer an der feuchtesten ( und kältesten) Stelle



Und rettet somit die anderen Flächen.
Es sollte doch schön langsam auffallen: Letztes Jahr mehr als 2,5 % mehr Feuchte ein extrem langer und kalter Winter und seit Wochen hohe Temperaturen.
Der Juni 5 Grad über dem Durchschnitt usw...
Ist doch klar, dass alle kritischen Keller nass werden.
Das Bild ist eine Aufnahme von meinem Garagendach in der Frühe. Deutlich erkennbar die Tauwassertropfen.