Wassser in Gewölbekeller

17.03.2013 Bernhard



Wir stehen in unserem alten Fachwerkhaus mit Bruchsteinkeller und darin noch ca. 80 cm tieferem Gewölbekeller vor dem Problem, daß sich über das Spätjahr und Winter darin einiges an Wasser angesammelt hat(Boden hat recht dünne Lehmoberschicht ,darunter Bruchsteinschotter). Beim Versuch das Wasser abzupumpen,stellte ich fest,daß weiteres klares Wasser nachfliesst. Ich denke dass es sich um druckwasser bzw Grundwasser handeln könnte. Die Lage ist in einem Bruch, Haus war ehemals eine Mühle und liegt an einem seichten Hang. Einen Mühlgraben gibt es auch noch, ist aber ca.4-5 m weg vom Haus gelegt worden. Die Luftfeuchtigkeit im Keller beträgt ziemlich durchgehend ca.90-95%, also zu viel für das Ganze Holzwerk. Meine Frage jetzt, wie könnte man den Keller nutzbar(im Sinne von begehbar und trockener) machen, oder wäre ein Zuschütten auf höheres Bodenniveau(damit weniger Raumhöhe)sinnvoller. Dass ich die Feuctigkeit ganz wegbekommen werde, denke und will ich auch nicht,aber im Lehmschlamm zu waten ist eben auch nicht der Hit. vor allem die hohe Luftfeuchte im restlichen Keller macht diesen nur sehr eingeschränkt nutzbar.
Wir wollen jetzt im Frühjahr, wenn es denn kommt, noch die hangseitige Hauswand aufgraben und mit einer Drainage versehen. Bin mir aber nicht sicher ob es möglich ist bis auf die Fundamentsteine zu graben, da es recht eng ist und wir auch kein Vermögen in Erdbuddeleien stecken wollen.

Für Ideen und Vorschläge wäre ich dankbar.
LG Bernhard



hallo,



den schilderungen nach sollte sich das jemand vor ort mal anschauen...falls sie keinen fachmann in ihrer unmittelbaren nähe haben der das ganze beurteilen kann können sie sich gerne bei mir melden...wir gehören hier auch noch zum hunsrück bzw dessen ausläufern...vielleicht ist ihnen das nahetal ein begriff...kontaktdaten finden sie auf meiner homepage...

wie auch immer,lassen sie es sich vor ort begutachten,eine lösung findet sich dann auch für ihr problem...



hallo



als ferndiagnose würde ich raten zunägst eine schicht groben splitt und darauf eine Betonplatte mit ca. 10 cm. der Aufbau könnte vorher um keinen platz zu verlieren abgetragen werden. wichtig dabei wäre das anlegen eines dauerhaften pumpensumpfes. das ist eine oft angewendete methode bei problemen mit grundwasser.
aber wie gesagt es ist nur eine ferndiagnose und lösung.

mfg alex



Wasserandrang



Derartige Feuchtebelastungen können Sie nicht in Eigenregie planerisch und ausführend bearbeiten. Dafür ist die Sache zu komplex. Wenn Sie drückendes Wasser oder Grundwasser haben, können Sie mit vertretbarem Aufwand Ihren Keller nicht trockenlegen. Eine Drainage macht da auch keinen Sinn.

NAch Ihrer Beschreibung sollten Sie auf eine Nutzung des Kellers verzichten und das eindringende Wasser nurt kontrolliert abführen.

Alle Versuche mit schnellen, billigen oder sehr fragwürdigen teuren Methoden einen solchen Wasserandrang zu stoppen, werden nutzlos sein.

Wenn Sie dennoch ihren Keller trockenlegen wollen, müssen Sie einen damit erfahrenen Planer (Architekt/Bauingenieur) hinzuziehen, ein Bodengutachten erstellen lassen, die hydrologischen Gegebenheiten klären und sich darauf einstellen, daß Sie eine weiße Wanne aus WU-Beton empfohlen bekommen, die mit Ihrem Bruchsteinkeller nichts mehr zu tun hat.