Überbau im Gewölbekeller abreißen? Einfluß auf Stabilität des Gewölbes

31.07.2008



Hallo Ihr alle,
in unserem Gewölbekeller gibt es einen Art Über- oder Unterbau im Keller an sich. Dieser war wohl früher als seperater Kohlenlagerraum vorgesehen und als einziges sind dort die Hausanschlüsse Wasser und Gas vorhanden.

Der Überbau (siehe Fotos) ist aus Ziegel (an der Seite), Stahlträger (stark verrostet) und irgendwelchen Dielen (Steingut?!) erbaut.

Wir würden gerne aus diesen 2 Räumen einen Raum bzw einen schönen Keller basteln. Aber als erstes müsste der Vor- Unter- oder Überbau weg.

Die Frage ist nun ob dieser "Bau" dem Gewölbekeller Stabilität verleit und ob er diese benötigt. Ich selber denke dass es ja egal ist, da zwischen Überbau-Decke und Gewölbedecke ist ja noch ca. 2m (mitte) platz.

Was denkt Ihr darüber? Hat jemand vieleicht schon einmal so etwas gemacht?

Grüßle aus dem Schwabenländle...



Naja...



...kann ich mir auch nicht vorstellen, daß es etwas ausmachen soll. Die Last des Gewölbes hängt ja wo anders drauf. Bin mal gespannt, was unsere Profis meinen.
Wenn das Ding weg ist, wird es aber ein richtig schöner Keller. Wie übrigens dein Haus, gefällt mir gut.
Und mein Gruß zurück bleibt im Schwabenländle :-),

Patrick.









Moin
Da die Fugen der Innenwände nicht zu den Fugen der Außenwände passen, ist die Innenwand später eingezogen.
Das heißt das Gewölbe steht auch ohne Innenwannenwand.
Da die Wand nur halb hoch gemauert ist, denke ich auch nicht das sie die Außenwand im nachherein gegen den Erddruck stützen soll. Sonst hätte man sie wohl ganz hoch gemauert.
Für deine Theorie des Kohlenkellers spricht die zugemauerte Bogenöffnung im linken Teil der Wand.
Interessant finde ich noch, das die Stirnwand des Kellers aus Klinkern und die Längswand ( Senkrechte Teil unter Gewölbe) aus Feldsteinen gemauert ist. Ich habe zwar nicht soviel Erfahrung mit Gewölbekellern, könnte mir aber vorstellen das auch die Stirnwand nachträglich in den Keller gezogen wurde und dahinter noch ein Raum zu finden ist. Müsste man mal am Grundriss des Hauses Erkunden.
Ist reine Spekulation, aber mir wäre es ne Überlegung
wert.
Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.
Gruß Jürgen



Super schnelle Antworten.... Vielen Dank schonmal



Moin,

vielen Dank Patrick und Jürgen für Eure Meinungen und rasanten Antworten. Die Ziegelwand an der Stirnseite geht zum Nachbar in den Keller. Der komplette Gewölbekeller wurde damals wegen eines Nachbarschaftsstreits in 2 Hälften geteilt. Wahrscheinlich wurde dann (nach Erstellung der Zwischen-Ziegel-Wand) auch der Überbau eingebaut.

Nochmals Grüßle und vielen Dank im Voraus für Eure Schreibarbeit ;-) Christian



Der Jürgen hat...



...aber genau hingeschaut und recht gehabt, Kompliment. Nur aus Neugierde, ist die andere Schildmauer dann aus Bruchstein?

Gruß Patrick.

P.S.: Mein Keller sieht etwas rustikaler aus. Da ist alles Bruchstein. Und zwar von der Sorte, was nach dem Winter bei uns auf der Alb an Steinen an die Ackeroberfläche kommt. Nur der Abgang in den keller ist aus Ziegel. Da ist der Keller hier ein Schmuckstück, wobei meiner einen gewissen Charme hat und mir immer besser gefällt...



späte Antwort ... aber sie kommt



Hi Patrick,

sorry für die verspätete Antwort. Ja, die anderen Mauern sind auch aus Bruchstein.

Meint Ihr ich könnte die durch den Abriss gewonnenen Ziegel als Bodensteine verwenden? Aber wahrscheinlich reicht es nicht. Auf der einen Seite sind nämlich "schöne" graue Beton-Garten-Platten verlegt.

Grüßle Christian