Natursteinkeller als Büro nutzen - wie verputzen?

28.01.2007



Hallo Forum,

nachdem ich zwei Abende hier im Forum nach Antworten auf meine Fragen geforscht habe, leider aber keine für mich eindeutige Antwort gefunden habe, stelle ich mein Anliegen nun doch mal direkt ins Forum.

Mein Elternhaus wurde in den 40er-Jahren erbaut und über die Jahre hinweg schon mehrmals umgebaut.

Da ich aus Platzgründen mein Büro nun in den Keller Verlegen muss, frage ich mich wie ich den Innenraum am besten Verputzen sollte? Der Keller befindet sich in einer Ecke und die Wände weisen zur Nord- bzw Ostseite. Er ist ca. 1,50m im Erdreich und die Deckenhöhe beträgt ca. 2m. Er wurde bereits als Partykeller genutzt. Seinerzeit wurden die Wände mittels eines Holzständerwerks von der Wand abgesetzt und mit Styropor kaschiertem Rigips beplankt. Zwischen Wand und Holzständerwerk wurde noch eine Plastikfolie eingezogen. Dies Maßnahmen wurden vor ca. 20 Jahren durchgeführt und bisher hatte sich nur in der äußeren, unteren Ecke etwas Feuchtigkeit auf dem Rigips durchgeschlagen. Zum Schluss roch der Keller ein wenig "muffig", wohl auch da der Keller schon ein paar Jahre wieder nur als Abstellkeller genutzt wurde.

Da außen im Sockelbereich die Farbe und der Putz langsam am Abplatzen sind und mich der muffige Geruch schon für mein neues Büro stören würde, habe ich mich entschlossen, den Rigips-Vorbau zu entfernen. Soweit ich es beurteilen kann, ist die dahinterliegende Mauer nur nass durch die Feuchte des Erdreichs. Schlussendlich habe ich die betreffende Kelleraussenwand bereits durch eine Firma abdichten lassen. Durch eine Firma eigentlich auch nur, da an den Außenwänden direkt der Gehweg anliegt und die Stadt natürlich div. Auflagen bez. der Wiederherstellung des Gehwegs aufruft.

Wie soll ich nun am Besten und Kostengünstigsten im Innenbereich vorgehen? Die Natursteinmauer ist dermaßen schlecht gemauert, da sind richtige "Felsvorsprünge" drin :-( Außerdem wurde die Wand vor Urzeiten schon mal mit Farbe beschmiert, welche mal einfach ab platzen und an anderen Stellen recht widerspenstig ist.

Mein erster Gedanke war, die Wände mit einem Sanierputz zu begradigen, dann einen Rauputz aufzutragen und diesen dann mit einer Silikatfarbe zu streichen. Nach einigem Lesen hier im Forum bin ich mir dieser Vorgehensweise nicht (mehr) so sicher! Vorallem auch, weil mich der Sanierputz ein Heidengeld kosten würde, bis ich die Unebenheiten ausgeglichen hätte.

Schon mal recht herzlichen Dank für ein paar erhellende Antworten,

M. Kriegsch



....warum muss eine Wand immer gerade sein?



..wir haben vor zwei Jahren einen alten Stall zu einem Gastraum umfunktioniert. Die Wände sind ca. 1,20 dick, Naturstein, nass und krumm. Vorher wurde dieser Raum ca. 200 jahre nicht beheizt. Seitdem wir heizen hält sich die Feuchtigkeit in Grenzen. So sind wir vorgegangen:
1. lockeren alten Putz abschlagen
2. neuen (reinen) Kalkputz (ohne Zementzusätze) aufbringen (dabei der Wand folgen und Unebenheiten nur ganz leicht ausgleichen)
3. Kalkfarbe streichen (kann man selbst zusammenrühren, kalk, Wasser, Quark, Leinöl, Eiweis - kostet dadurch fast nichts, gibt es aber auch zu kaufen ;-))
Grundsätzlich für gute Lüftung sorgen!!!!
Ideal wäre auch eine Wandtemperierung, war uns aber noch zu teuer. Im Augenblick heizen wir mit einem kleinen Bullerjan-Ofen.
Den Kalkfarbanstrich haben wir jetzt nach einem Jahr erneuert und sind zufrieden.
...ich bin aber nur einer Laie und kein Fachmann der sich mit DIN-Normen auskennt
Viele Grüße aus dem Erzgebirge
Toralf



Wie



schon angedeutet ist für die Behaglichkeit auch das Heizkonzept wichtig ist. Das eine Temperierung (ohne leichte Innendämmung)zu teuer ist, vor allem wegen der hohen Betriebskosten scheint nachvollziehbar. Eine Alternative kann eine Wandheizung auf leichter Innendämmung im diffusionsoffenen Aufbau sein.

Grüße



Ein reiner Kalkputz,



und darauf eine Kalktünche oder Kalkfarbe, oder auch eine Reinsilikatfarbe ohne Dispersionsanteile.

Es gibt Kalkdispersions- und Silikatdispersionsfarben. Diese sind hier ungeeignet, da nach mehreren Anstrichen nahezu dicht.

Wenn keine Fußboden- oder Wandheizung möglich ist, könnte man hier vielleicht über Heizleisten nachdenken. Auch wenn ich von deren angeblich hohen Strahlungswärmeanteil nicht überzeugt bin; hier würden sie zur Erwärmung der kritischen Stellen wohl passen.

Vor Allem aber regelmäßig lüften. Eine geregelte Abluft (mit Wärmetauscher) wäre gut.

Grüße

Thomas





Luftfeuchte kontrollieren,
und gegebenenfalls einen kleinen Luftentfeuchter betreiben.
Halte das bei so einem kleinen Raum für wirtschaftlicher als eine WRG-Anlage.
Eine Wandtemperierung ala Großeschmidt würde ich hier für angemessen halten, aber nicht als Heizkonzept.
Falls es eine Zentralheizung gibt, kann das doch nicht so teuer sein?
Für den Sommer hab ich keine Idee, kommt halt auf den Wärmebedarf des Raumes an.

Viele Grüße,
Philipp Kawalek



Nackig machen.



Noch ´ne Variante wäre:
Putz und alles runter, Mauerwerk Sandstrahlen und neu verfugen. Wenn es einigermaßen brauchbar gemauert ist, kann es ganz urig aussehen und absolut diffusionsoffen ist es auch. Zusammen mit den benannten Fußleistenheizungen wäre es eine Option über die ich in solchen Fällen nachdenken würde.
Grüße
Martin Malangeri



Kalkwärmedämmputz



wie schon mehrfach genannt ist wohl ein reiner Kalk ohne Dispersion sehr zweckmäßig.Eine gewisse Wärmedämmung gleichzeitig mit realisiert ist sinnvoll.Das geht mit Putzstärken bis 8 cm in einem Arbeitsgang mit einem
Kalk-Perlit-Gemisch was es fertig gibt.Ich verweise auf www.klimasan-perlit.de



Vielen Dank



für die bisherigen Antworten.

Der Tip von Herrn Breuer hört sich vielversprechend an. Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Leider kann (möchte) ich die Wände nicht "natur" belassen: Sie sind nicht wirklich schön gemauert :-( und da es ein Büro werden soll, benötige ich schon halbwegs gerade Wände.

Bez. der Temperierung möchte ich noch erwähnen, dass bereits ein Heizkörper in dem Kellerraum installiert ist. Evtl. überlege ich mir noch einen kleinen Holzofen zu installieren. Bietet sich an, da sich ein Schornstein direkt in diesem Keller befindet und ein Stockwerk darüber schon mit einem Kaminoffen geheizt wird - muss ich noch mit meinem Schornsteinfeger besprechen.

Noch eine Frage zum Verfahren: Macht es Sinn, die Wände vor dem Verputzen zu grundieren, wenn ja mit was am Besten?

mfg,
M. Kriegsch



Dann könnten ...



Sie ja leicht den Heizkörper rauswerfen und statt dessen die Heizleisten montieren. Das sind flache Teile, direkt über dem Fußboden an der Wand. Mehr darüber im Forum.

Die Idee mit dem Ofen ist gut, auch der Belüftung wegen.

Grüße

Thomas



Gerade bei einem feuchten Keller gibt doch immer einige Gesetze die beachtet werden müssen!



Dies ist nicht nur die Arbeitsstättenverordnung, sonder auch die Physik.
Sollten Arbeitnehmer beschäftigt werden - muss Schimmel vermieden werden.
Sollte man sich wohlfühlen braucht man bestimmte Bedingungen im Raum. Das ist die "richtige" Wärme und Feuchte.
Wenn nun die Oberfläche zu kalt wird oder/und die Feuchte im Raum zu hoch entsteht zwangsläufig Tauwasser.
.
Und ich behaupte, je offener (dampfdurchlässiger) die Wand ist um so mehr wird die Feuchte zunehmen.
Dann brauchen wir nur noch abzuwarten bis in einigen Jahren alles fault.



Kalkwärmedämmputz



habe ich in meinem Büro gerade fertiggestellt und mit einer dünnen Schicht Sumpfkalkfeinputz versehen. Ergebnis sofort zu spüren und sieht sehr gut aus.Kosten belaufen sich ca. auf 10,- €/m².Die Schichtstärke beträgt in etwa 10-2 cm.
Die farbliche Gestaltung ist noch offen.Wahrscheinlich nehme ich pigmentiertes Sumpfkalksinterwasser zum Centpreis pro m².
Genauere Informationen kannst Du bei uns per Telefon unter 036425-50008 erfragen.
Gruß Andreas



Keller als Büro



Ich sitz gerade in meinem Bonker, zwar nicht Naturstein, aber MZ 150, 2 Stein dick, keine neue Abdichtung, Decke preußische Kappe, Fubo Betonschicht auf Kies, textiler Belag drauf. Heizung: normaler Heizkörper, abgedreht.Die Wände (auch sehr krumm) habe ich mit einem Pinselputz aus ordinärem Weißkalk und einem Anstrich aus selbstgemachtem Kalkkasein versehen.
Ich halte mal mein IR- Thermoteter in die Gegend:
Decke 22,3°C
Fubo 19,3°C
Außenwand 19,2°C.
Ich fühle mich ganz wohl hier, mit den krummen Wänden kann ich leben.
Zum Fall:
Bis 8 cm Kalkputz in einem Ritt ist mit der Hand nicht zu schaffen, nur mit der Maschine. Die Trocknungszeit beträgt Monate. Dünner ist besser, wenn nicht, dann in mehreren Lagen mit dzwischenliegenden Trocknungsphasen.
Man muß, wenn die Wasserzufuhr von außen gestoppt ist, dann das Mauerwerk trockenheizen und -lüften, ehe man rein kann.
Diffusionsdichter Wandbelag über innenliegender Wärmedämmung geht auch. Das spart Heizkosten, sieht gerade aus, bringt dann aber das richtige "bonkerfeeling".
Nichts für mich.
Viele Grüße
Georg



Kalkwärmedämmputz



besteht aus reinem Kalk und Perlitgestein.Perlitgestein ist sehr porig und enthält demzufolge viel Lufteinschlüsse.Deswegen ist eine Trocknung von 8 cm in einer Lage aufgetragenen Putz innerhalb ca. 1 Woche erledigt.Im Prinzip kann am nächsten Tag der Kalkfeinputz aufgetragen werden.Solche Worte wie Georg gebraucht" geht nicht" und trocknet in Monaten sollte man nur anwenden wenn man es besser weiß und das nicht nur theoretisch.Von wegen erst Gehirn einschalten.Lieber wissen und Hand anlegen.
Schönes Wochenende
Andreas



Natursteinkeller als Büro nutzen



Hallo,
es ist halt immer zu hinterfragen, welche Nutzung hatten die Räumlichkeiten ursprünglich???

Dies wird allzuoft vergessen.

Mit freundlichen Grüssen
Veronika Klepac



natursteinkeller als Büro...



Hallo Andreas,
da Du ja mit Putz sehr gut Bescheid weißt, habe ich noch einige Fragen an Dich, auch im Interesse der Leser, die das vielleicht gerne so praktizieren wollen:

Du sagst, der Putz ist nach 1 Woche trocken, ist er denn dann auch ausgehärtet? Ich hoffe, du vergisst nicht, das dies keine Außenfassade ist, sondern ein Kellerraum und es geht um Feuchte!

Wie verhält sich eigentlich 80 mm Leichtputz, wenn er in 1 Lage auf naturgemäß schlecht saugendes Natursteinmauerwerk aufgebracht wird statt auf gut saugfähigem Ziegelmauerwerk wie üblich?
Bleibt der so einfach haften, wenn ich mindestens 5 oder 6 mal mit der Kelle hintereinander auftrage (oder kann ich diese Dicke nur mit einem Putzgerät schaffen)?

Wie glätte ich 80 mm frischaufgetragenen Putz, wenn daneben nur 10 mm aufgebracht sind? (das Mauerwerk ist uneben!)
Wenn du mir das alles schlüssig beantworten kannst, habe ich wieder was dazugelernt.
Übrigens, das Leicht- bzw. Dämmputze pro 10 mm Putzdicke Wartezeit bis zum Auftragen der nächsten Putzlage als Mindeststandzeit brauchen, hat sich auch bis zu mir herumgesprochen.Auch das andere, was so in der DIN 18550 steht.

In diesem Sinne auch ein schönes Wochenende

Georg



Und wie lange geht dies alles gut?



Warum gibt es so viele "Erfolge" mit welchen Putz auch immer?
Wer macht sich die Mühe und schaut nach was nach 10 Jahren ist?
Manchmal dauert es nur wenige Jahre und alles ist "Schrott".
Nach meinen Erfahrungen hält kein Putz im Keller auf einer durch feuchte- und salzgeschädigten Wand - was uns die Hersteller und Vertreiber/Verkäufer auch immer versprechen.
Und wenn auch der Verputz auf der Wand hält, was macht die Feuchte im Keller?



Liebe Leute,



bitte keine "Glaubenskriege" führen! Jeder hat schon gute und schlechte Erfahrungen gemacht und eine Baustelle ist nicht wie die andere. Versuchen wir bitte alle sachlich zu bleiben.

Zurück zum Thema: Über die Schichtstärke habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, wie das wohl wird. Da ich kein Profi bin (kann mich noch an die letzte Aktion erinnern - bis ich den richtigen "Schmiss" drauf hatte... ;-) ), wollte ich es mal mit Kunststoff-Putzgewebe probieren. Dachte erst an Streckmetall aber das scheidet aus, wegen dem möglichen Rosten.

Im Übrigen habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, noch Ende dieses Frühjahr ins Büro einziehen zu können. Dies sollte auch die Diskussion entspannen, wie schnell es trocknet ;-)


Viele Grüße,
M. Kriegsch



Hierbei geht es doch nicht um Glaubenskriege wenn ich Ihnen meine Erfahrungen mitteile



Da ich sicher zu den ersten Verarbeitern von Spezialputzen bei Feuchteschäden gehöre versuche ich meine Erfahrungen weiter zu geben. Dabei geht es nicht nur um Sie Herr Kriegsch sondern, da dies ein öffentliches gut besuchtes Forum ist, um alle die hier mitlesen und ähnliche Probleme haben.
Da ich dazu schon sehr viel geschrieben habe,auch bei den Schriften meiner Homepage, biete ich Ihnen die Möglichkeit diese Erfahrungen zu nutzen. Insbesondere die Schriften Nr. 12 und 14.



Rahmenbedingungen definieren!



Mal ganz banal formuliert:

Trocknen tut es, wenn man in einem gegebenen Zeitraum
(deutlich) mehr Feuchtigkeit abführt,
als in das Mauerwerk und das Raumvolumen gelangt.

Wenn zu große Mengen von Außen in die Wand gelangen,
ist sicher das Szenario von Herrn Bromm zutreffend.

Liegt die Feuchtequelle innerhalb des Kelleraumes,
so kann man mit Raumluftentfeuchtern, Temperierung
und diffusionsoffener Innendämmung (mineralisch)
in wirtschaftlicher Weise brauchbare Bedingungen schaffen.
Dabei sollte man die energetische Effizienz beachten.
Trockenheizen kostet wesentlich mehr Energie als
reines Weglüften, daß aber wieder Probleme schaffen kann.
Ein elektrisch betriebener Raumluftentfeuchter benötigt zwar teuren Strom,
steht aber in Primärenegieverbrauch definitiv besser da,
und er entzieht das Wasser dem Raum.
Verbunden mit einer leichten Temperierung,
die kondensationsfreie und angenehme Oberflächentemperaturen bedingt,
sollten sich dauerhafte Nutzungsbedingungen schaffen lassen.

Letztendlich muß der Nutzer/Bauherr entscheiden (lassen),
welche Bedingungen beim individuellen Objekt vorliegen,
und welche Verbesserungsmaßnahmen machbar sind.

Viele Grüße,
Philipp Kawalek



Kalkwärmedämmputz



könnte man auch als Sanierputz verwenden. Die riesigen Lufteinschlüsse lassen dies zu.Wenn jetzt unterschiedliche Putzstärken von 1 cm bis 8 cm auf einer Wand erforderlich sind,
werden diese entsprechend so aufgetragen.An meiner Bruchsteinwand war der Zustand genauso.Der Putz ist stark übertrieben wie Watte.Deshalb ist er sehr schnell nach kurzer Zeit in der Oberfläche so hart, das Glätteschicht aus Sumpfkalkfeinputz aufgetragen,gefilzt oder geglättet werden kann.Da der Putz extrem Feuchtigkeit aufnimmt, trocknet die Fertigschicht auch innerhalb eines Tages und die Farbgebung könnte unmittelbar erfolgen.
Ich kenne mich übrigends nicht mit Putzen herkömmlicher Art aus, sondern nur mit reinen Naturprodukten.
Alles andere kommt für mich nicht in Frage.
Schönes Wochenende
Andreas



Wenn von außen oder von innen keine dampfdichte Beschichtung aufgebracht wird, dann...



und Feuchte nachwandern kann, ist dies immer ein Problem!
Natürlich wird die Oberfläche (eine bestimmte Zeit) abtrocknen, aber es kommt zur Anreicherung von Salzen in der Wand. Dabei ist es völlig gleich ob eine Wand- oder Sockeltemperierung oder auch ein gutes Putzsystem aufgebracht wird. Gleichermaßen nimmt die Feuchte und damit auch das Salz - je mehr "abgesaugt" wird im Raum zu.
.
Ansonsten stimme ich mit Herrn Kawalek überein, bis auf eine Kleinigkeit. Ist ein Luftentfeuchter wirklich ein teurer Stromfresser? Ich denke - nein.
Ausgehend von der Frage es soll 1 Raum sein, leider fehlt die genaue Angabe, somit kann nur sehr pauschal angenommen werden es handelt sich um einen Raum bis 100m³. Dabei reicht es sicher die Laufzeit bei max. 3 Stunden einzustellen (am Tag) somit ist bei 350 Watt mit 5 € Monat zu rechnen.
Wenn man dann noch die Heizleistung dagegen rechnet noch weniger.



Natursteinkeller als Büro



Um die Diskussion über Leichtputze nicht ausufern zu lassen,
möchte ich mit einiem Informationen dazu abschließen:

1. Solche Leichtputze wurden als Außenputz entwickelt, und zwar nicht nur als Dämmputz, sindern als Entkoppelungsschicht zwischen den heute sehr weichen, stark saugfähigen keramischen Ziegeln und dem bewehrten Oberputz, der härter als das Mauerwerk ist. Damit ist die alte Regel: Putz immer weicher von innen nach außen aufbauen, nicht mehr realisierbar. Der Leichtputz entkoppelt die Bewegungen der Wand vom Oberputz, der dadurch rissefrei bleiben soll.
2. Leichtputze sind für den Einsatz an stark saugfähigen Ziegeluntergrund, für starke Sonneneinstrahlung und hohe Verdunstungsraten gemacht, der Putz SOLL nicht schnell austrocknen. Dafür werden ihm wasserrückhaltende Zusätze beigemischt, die eine zu schnelle Verdunstung bremsen, sonst verbrennt der Putz. In einem Keller mit wenig Verdunstung, auf dessen Wandflächen keine Sonne brennt und nicht saugfähigem Mauerwerk sind schnelle Trocknungszeiten einfach nicht machbar. Dazu kommt das Aushärten des Kalkes, der dabei Wasser produziert, ein Prozess, der je nach Schichtdicke und Gasaustausch Wochen dauert.Draußen an der Fassade spielt das keine Rolle, aber in einem geschlossenen Raum sehr wohl.
3. Werkgemischte Leichtputze sind kein reines Naturprodukt.
Hier und da ein Pülverchen für die Wasserrückhaltung, das schnelle Ansteifen, gegen Entmischung und für gute Maschinengängigkeit...

Viele Grüße
vom doch immer mal sein Gehirn gebrauchenden
Georg



Dampfdiffusionsoffen = Atmungsaktiv



Hallo Herr Kriegsch,

entfernen Sie den alten Putz und kratzen die Fugen frei. Danach tragen Sie ein Entfeuchtungsputzsystem auf, das ist von Dauer. Durch diesen Putz kann die Wand atmen. Wie bei der Haut, wenn Sie einen Gummihandschuh (ungeeigneter Putz) über Ihre Hand ziehen, schwitzt diese dann auch. Der Wasserdampfdiffusionsdruck in der Wand sprengt so den nicht diffusionoffenen Putz wieder ab - so wie Sie es auch grad geschildert haben. Wenn das Resultat für Sie in Ordnung ist, können weitere Maßnahmen (Sperrschicht oder Drainage) entfallen.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Cyba



Mich



hat bisher noch kein Entfeuchtungsputzsystem überzeugt.

Was spricht denn gegen einen reiner Kalkputz?

Grüße





Hallo Frau Cyba,
das habe ich noch nie gehört.
Können Sie mir erklären wie ein nicht diffusionsoffener Putz auf Grund von Wasserdampfdiffusionsdruck von der Wand gesprengt wird?
Ich dachte bisher dies hat etwas mit Kristallisationdruck zu tun.
MFG
Thomas Kaiser



Wer die Homepage der Frau Cyba besucht...



...und dort den verlinkten Zeitungsartikel liest, wird keine weiteren Fragen haben. Dazu habe ich mich gerade an anderer Stelle ausgelassen.

Lesen - Lachen - Finger weg

Grüße

Thomas



Hinweise



Guten Morgen,

Für Informationsdefizite benutzten Sie bitte das Internet, aber Vorsicht! aufpassen es sind viele Trashseiten im Net.
Bei Fragen, Anregungen, Kritiken etc. ausserhalb der des OP benutzen Sie bitte den Support oder öffnen Sie einen eigenen Thread.
Sülze gehört möchte ich meinen in ein Forum für Fleischwaren und -produkte

LG



Wiederholungen statt Fakten



@ Frau Cyba

Die Art, Ihr Unternehmen darzustellen, ist schön recht ungewöhnlich. Statt aufklärenden Erläuterungen nur der magere Hinweis auf das www.

Verwundert

Thomas



feuchte keller wände



hallo, ich schlage ihnen vor das sie den kompletten kaputen putz abschlagen und das fuchte mauerwerk hydrphobieren um die feuchtigkeit aus dem stein zu bekommen. um sicher zu gehen das
es auch wirkt muss das mehre male geschehen. nach der austrocknung wird eine atmungs aktive dichtschlämme in mehren schichten aufgetragen und nach der trocknung mit einem feuchtigkeits hemenden sanierputz verputzt.



Hallo Christoph,



Du weißt nicht so richtig, wovon Du hier schreibst, oder?

Mit einer flächigen Hydrophobierung ist mit Sicherheit keine Kellerwand trocken zu bekommen.

Den restlichen Papps sollte man besser auch in der Tüte lassen.

Grüße

Thomas





hallo
wenn es sich um eine kapilare feuchte handelt ist ein bohrloch verfahren mit einem entsprechendem harz und einer hydrophobie eine denkbare lösung da es sich in die holräume das mauerwerks verteilt und die schließt und den stein gegen aufnaheme von wasser schützt bei afsteigender feuchtigkeit. Sollte die feuchte wo anders weg kommen ist ein raster bohrloch verfahren eine lösung bei außenwänden.



Also eine Bohrlochinjektage war gemeint?



Ob das in einem Bruchsteinmauerwerk etwas bringt, darf bezweifelt werden.

Es ist noch nicht mal klar, ob hier überhaupt aufsteigendes Wasser (oder nur Kondenswasser) vorliegt. Dann kann bezweifelt werden, ob man die Fugen (die meisten Bruchsteine transportieren nur sehr wenig Wasser) überhaupt mit der Injektage erwischt. Oft hat man im Inneren der Mauer den Bruchsteinabfall mit Mörtelresten versenkt und außerdem reichlich Hohlräume - da versickert der teure Cocktail sinnlos ins Bodenlose.

Tips aus der Hosentasche helfen hier eher nicht weiter.

@ Michael Kriegsch

Wie schaut es denn jetzt aus, was hast Du unternommen und mit welchem Resultat?

Grüße

Thomas





hallo thomas
es kann sein das ich aufem falschen weg bin aber es sind durchaus lösungen die sich schon bewärt haben ein putz alleine aufjedenfall is nicht die lösung um die feuchtigkeit wegzu bekommen weil wie du schon geschrieben hast: es is nicht sicher ob es nur kondenzfeuchte is oder aufsteigende feuchte also sollte mann erstmal die ursache finden. ich bin gerde mal 19 und um ein fern diagnose zu machen reicht es denke ich noch nicht aber um vorschläge zu machen denke ich schon



Die ausgeführten Arbeiten ...



Hallo Forum,

da ich nun nach der letztendlichen Umsetzung gefragt wurde, will ich mal nicht so sein ;-) Ich hoffe, ich schlage mit meiner schlussendlichen Lösung heir keinem vor den Kopf.

- Nach einer gründlichen Entfernung des Altputzes und -farbe habe ich die Mauer ersteinmal grundiert. Der Mörtel zwischen den Steinen war sehr sandig.

- Dann habe ich die Löcher mit Traszementmörtel gefüllt und das Mauerwerk weitestgehend begradigt.

- Darauf habe ich Schäfer 620 aufgetragen.

- Als "Finish" habe ich die Wand mit Rauputz verputzt.

Auf einen Anstrich habe ich verzichtet, da der Rauputz schon die gewünschte Farbgebung hergestellt hat.

Was soll ich sagen, ich habe die Sanierungsarbeiten Mitte Mai vergangen Jahres abgeschlossen. Bisher sieht alles gut aus. Wie hier empfohlen wurde, habe ich mir noch einen Raumentfeuchter zugelegt, welchen ich zwichen den einzelnen Arbeitsschritten aufegstellt habe und auch jetzt ab und zu in Betrieb nehme. Anfangs lief er noch recht häufig aber mitlerweile stellt sich das Raumklima auf 60% Luftfeuchte ein.

Vielen Dank allen, welche mir hier Ratschläge gegeben haben.


M. Kriegsch



Ratlose Frage



aus der Holzkiste:

Wer oder was ist Schäfer 620?

Neugierige Grüße

Thomas



Das



ist ein Zementfertigputz der Firma Schäfer-Krusemark. Ich denk mal, der "Sanierungserfolg" wird nicht auf Dauer sein.
MfG
dasMaurer





ich denke mal wir warten ab ob es gefruchtet hat und wenn nich dann können wa ja weiter forschen bis dahin viel erfolg beim trocken legen