Probleme mit Pfusch im Gewölbekeller

17.06.2012



Hallo liebe Fachwerk-Forum-User!



Ich bin gerade dabei den Keller unserer WG wieder nutzbar zu machen und habe diesbezüglich einige Fragen, da ich kein Experte bin und mich mit einigen Problematiken konfrontiert sehe, die mir doch sehr Kopfzerbrechen machen.

Erstmal zur Ausgangssituation: Es ist ein alter Gewölbekeller unter einem alten Fachwerkhaus (alter unbekannt). Der Eingang liegt seitlich zwischen dem ersten und zweiten drittel des Kellers und mündet dort im neuen Keller des Anbaus (30-40 Jahre alt). Der Keller hat einen Betonboden. Die Kellerwände wurden im unteren Bereich mit Farbe gestrichen (sicherlich nicht Diffusionsoffen). Der Keller ist aber trocken.

Bild: www.minuto.aquarius.uberspace.de/keller/keller.jpg



Im Herbst letzten Jahres wurde eine Wand aus 5cm Ytong quer zweischen dem zweiten und dritten drittel in das Gewölbe gebaut um einen Vorratsraum zu schaffen! Und das hintere drittel (durch die Wand nun getrennt) mit Gipshaftputz verputzt!

Nachdem diese grotesken Baumaßnahmen durchgeführt wurden zeigten sich in den vorderen zwei dritteln des Kellers leichte Risse im Sandmörtel (oder was immer früher verwendet wurde). Darraufhin erkannte man die Wand als Ursache da diese fest auf dem Betonboden stand und ja nun Druck nach oben auf das Gewölbe ausüben konnte. Somit wurde die Wand mittels einem etwa 1cm Spalt rund um den Bogen wieder entfernt.

Bild: www.minuto.aquarius.uberspace.de/keller/wand.jpg




SO, nun habe ich den Keller leer geräumt und möchte ihn wieder etwas nutzbar machen..

Ich möchte folgendermaßen vorgehen:

- Als erstes verfülle ich das Loch wieder, welches angeblich beim Versuch den Putz abzuklopfen entstanden ist. Dazu verfülle ich dieses mit Schnellzementmörtel:
Bild: www.minuto.aquarius.uberspace.de/keller/loch.jpg

- Den 1cm Spalt in der Ytongwand möchte ich wieder verschlissen, damit der Raum eventuell doch noch nutzbar wird und diese beim dagegenlehnen nicht umfällt (steht ja nurnoch auf dem Boden).
Damit nichts nach oben auf das Gewölbe drückt dachte ich den Spalt mit Luftpolsterfolie oder Zeitungspapier zu zu stopfen und dann eine dünne Schicht Acryl aufzutragen.
Bild: www.minuto.aquarius.uberspace.de/keller/schlitz.jpg

- Lüftungslöcher in der Wand, damit beide Kellerteile gleichmäßig Tempariert und feucht bleiben.

- Dann werde ich die vorderen zwei drittel des Kellers einfach mit Kalk Streichen und fertig.

Kann ich so vorgehen? Möchte NICHT NOCH MEHR mit falschen Massnahmen kaputt machen.


Beobachte das ganze Projekt seit anfang des jahres.
Die entstandenen Risse im Keller werden meiner Ansicht nach langsam mehr!
Meißt leichte feine Risse im "Sandmörtel", vereinzelt sind teile des Putzes lose, der zwischen den Bruchsteinen hängt. Es ist aber noch nichts raus gefallen.
Ein Bekannter der im Malerhandwerk tätig ist und etwas Ahnung hat, schaute ich das an und meinte das seien normale setzungsrisse durch die "Umbauten". Sollten ein paar Putzbrocken herunterfallen, einfach wieder mit Zementmörtel zumachen.
Ich habe Bilder im Forum gesehen, da sah das Gewölbe bedeutent schlimmer aus, als unseres, bin mir trotzdem etwas unsicher....
Muss man sich große Sorgen machen?

Die Risse finden sich ausschließlich in den vorderen zwei dritteln des Kellers. Im hinteren drittel (also hinter der wand) wo mit Haftputz neu verputzt wurde sind keinerlei Risse entstanden!
Bild: www.minuto.aquarius.uberspace.de/keller/haftputz.jpg


Hier bilder der zwei schlimmsten Stellen:
Bild: www.minuto.aquarius.uberspace.de/keller/riss.jpg
Bild: www.minuto.aquarius.uberspace.de/keller/riss2.jpg


Ich danke schon mal vielmals für eure Meinungen und Hilfestellungen im vorraus!

Beste Grüße
Fred



Bilder OHNE www. eingeben



Habe gerade Festgestellt, um die Bilder anzuschauen bitte das www. vorran weg lassen. Sonst erscheint ein "Not Found".



Gewölbekeller



Hallo Fred,
eins ist erst mal sicher:
Die Risse haben nichts mit der eingezogenen Porenbetonwand zu tun, egal ob mit oder ohne Spalt.
Die Ursache muß in anderen Baumaßnahmen begründet sein, wie z.B. den Einbau des Betonbodens.
Wo genau verlaufen die Risse?
Etwa parallel zur Längsachse im Bereich des Gewölbescheitels?
Etwa waagerecht im senkrechten Bereich der Wände, wenn dann in welcher Höhe ab dem Fußboden?

Viele Grüße

p.s. Was versprechen Sie sich vom Einsatz des Schnellzementes?