Nasse Kellerwand

08.11.2010



Erst mal ein freundliches Hallo an alle bin neu hier im forum aber schon lange mitleser.
Wir haben uns auch unseren Traum vom Eigenheim erfüllt.
Aber langsam befürchte ich das es ein Alptraum wird.
Erst mal ein paar Daten zu unserem Häuschen.
Erbaut wurde es Anno 1738 später wurde es geteilt und als Doppelhaus umgebaut.Wann genau wissen wir leider nicht.Der Anbau erfolgte dann ca.1950 (linke Hausseite auf Foto).Das Haus ist unterkellert und genau da ist unser riesiges Problem.
Das Fundament besteht im alten wie auch im neuen teil aus Sandstein von innen wurden noch Ziegelsteine vorgemauert.
Es sind insgesamt 4 Kellerräume.Die 2 Räume im alten Teil sind Staubtrocken.Aber der neue teil :-0
Der vordere Kellerraum ist feucht,das heißt bei Wetterumschwung ist der raum vom Boden (Beton) bis zur Decke beschlagen.Damit komm ich ja noch klar.Der hintere raum macht uns Sorgen.Der Boden besteht aus Backsteinen darunter kommt Kies und dann lauter dicke Sandsteine und Lehm oder Ton.Der raum ist ca. 4x3m und ca. 1,80 hoch.Die eine Aussenwand und die Wand zur Garage sind jeweils 2m in der breite nass und die nässe zieht in das darüber liegende Zimmer.Dort sind die Wände ca. 20cm hoch auch nass.Wir haben mal in der Ecke im Keller ein paar Backsteine rausgenommen und der Kies ist pitsch nass.haben noch ein bischen weiter gebuddelt und da kam gleich Wasser.Wir haben erst gedacht das es von draussen kommt und haben an gleicher stelle mal auf gemacht.Bis ende Fundament.Tja falsch gedacht.Kein Wasser.Loch wieder zugemacht.An der Haus Installertion liegt es nicht wurde schon geprüft.Hatten schon 1 Gutachter von der Versicherung da.Der vermutet es ist Grundwasser und hat einen Geotechniker bestellt.Der Geotechnicker hat 3 Bohrungen vorgenommen (2 hinterm Haus und 1 vor dem Haus).Seiner Meinung nach kann es kein Grundwasser sein da der Flußkies(???)in 2-3 Meter Tiefe ist.Muss aber erst im Labor geprüft werden.Ergebnisse haben wir noch keine.
Wenn es wirklich Grundwasser ist wie können wir das Mauerwerk schützen?Wie bekommen wir es aus dem Keller?
Und was kommen für Kosten auf uns zu?

Fragen über Fragen.

Weitere Fotos sind in meinem Profil

Weiß jemand rat


ch.krieger





Hallo,

da wird möglicherweise über die alte Klärgrube Wasser an das Haus gelangen.

Grüße aus Schönebeck



Schön...



...wäre es.Die alte Klärgrube war 50cm im Durchmesser und nur 1 m tief.war aber komplett dicht.Mittlerweile gibt es sie auch nicht mehr(hatte ich vergessen zu schreiben).Das Wasser im Keller läuft so wie man es abpumpt wieder rein.man sieht wie das wasser aus richtung vorderen keller unter den backsteinen also in der Kiesschicht in das Loch läuft.Das Loch auf dem Foto mit der Pumpe ist ca.1 m tief.Das Wasser ist auch ganz klar.In der Klärgrube war nur schwarzer Schlick drin(alte hinterlassenschaft von dem Schwein was früher mal in dem nassen Keller gehaust hat).

Grüße aus Morschen



nasser Keller



Haben Sie schon mal an eine defekte Grundleitung der Dachentwässerung gedacht?

Viele Grüße





warten Sie das Ergebnis der Überprüfung der Lage des Grundwasserspiegels ab. Dann wissen Sie schon mehr.



Hallo...



...und schönen guten Morgen.
Danke für die antworten.

An der Dachentwässerung kann es doch nicht liegen,denn das Wasser steht ja immer im Keller.
Auch bei tagelangem sonnenschein.Bei regen läuft es nur mehr und die Pumpe springt öfter an.
Oder liege ich da falsch??

Ich werde nachher mal im Büro für Geotechnik anrufen,mal schauen ob es schon Ergebnisse gibt.

Berichte dann hier ob es schon was neues gibt.

Ganz liebe grüße aus Morschen



Grundwasser



Hallo an alle

Also ich habe heute mit dem Büro für Geotechnik geredet.Es ist auf jedenfall Grundwasser und es verläuft direkt unter der Sohle des Hauses.Das Fundament steht also mit ca.60-80cm an der ecke im Wasser.Das Ergebniss geht heute noch an die Versicherung raus und die wird warscheinlich keinen Cent bezahlen da Grundwasserschäden nicht mitversichert sind :-( schöne Sch....

Wie bekommen wir das Wasser soweit weg um das Mauerwerk zu schützen?Würde eine Dränage was bringen?Was können wir mit dem Mauerwerk machen da es laut Gutachter schon stark geschädigt ist?

Wir sind total ratlos und verzweifelt.

viele grüße aus Morschen



Nasser Keller



In diesem Fall ist wohl nichts zu machen außer Sie heben den Kellerfußboden über den Wasserspiegel. Dann bleibt aber von der Raumhöhe nicht viel übrig.
Eine nachträgliche druckwasserhaltende Abdichtung ist zu teuer und steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis.
Dränungen und eine offene Wasserhaltung mit Pumpensumpf sind im Grundwasser nicht zulässig und gefährlich.
Was Sie tun können ist den Raum im Erdgeschoss vor Feuchte zu schützen. Ob die Nässeschäden mit dem Grundwasserstand zu tun haben, bezweifle ich.
Ehe Sie also irgendwelche horizontalen Abdichtungen einbauen lassen, sollte die Feuchteursache abgeklärt werden. Oft ist das Kondenswasser oder Spritzwasser aus dem Sockelbereich.

Viele Grüße





Ich sehe das auch so wie Herr Böttcher. Verhindern Sie das die Feuchtigkeit ins Erdgeschoss gelangt. Eine Absenkung des Grundwasserspiegels scheidet wohl aus. Und ob es sich lohnt den Keller mit aufwändigen und sehr teuren Maßnahmen abzudichten können nur Sie entscheiden.



Hallo..



...und schönen guten Morgen.

Danke für die antworten.

Wie verhindere ich das die Feuchtigkeit ins EG gelangt?

Was mir komisch vorkommt ist das in dem Raum (im alten teil vom Haus) neben dem Nassen Raum garnichts ist obwohl er tiefer liegt als der Nasse.
Der Verkäufer vom Haus den wir gestern mal angerufen haben hat gesagt das in dem raum neben dem Nassen schon eine alte Drainage liegt.Ist damals 1970 dort gelegt worden als der alte teil vom keller neu gemacht wurde(stahlträger,Betonfussboden usw.)haben daraufhin den Boden aufgemacht und die Tonrohre gefunden.Die Rohre kommen aus der Richtung des Nassen Kellers.Zwischen den Räumen ist ein absatz von ca. 10 cm der Betonboden ist auch noch mal ca.10 cm hoch,dann kommen schon die Rohre die in Kies eingebettet sind.Aber da ist kein Wasser!!Obwohl die Rohre auf Höhe des Grundwasserspiegels liegen.

Letzte Nacht als es so geregnet hat habe ich mal Kontrolle im Keller gemacht und in der Ecke wo das Wasser steht kam in einer höhe von 5 cm über dem Wasser zwischen den Sandsteinen das Wasser rausgelaufen :-0
Die Wand wo das Wasser rausläuft ist die Wand zur Garage.
Was mich wundert ist das die Wand vom Haus und der Garge im Keller total Nass ist aber in der Garage total trocken.

viele grüße aus Morschen





Hallo Herr Krieger,

dieser Spur würde ich erst einmal folgen und die Tonrohre sowie das Standrohr der zugehörigen Dachrinne, sowie deren Anschluss an die Tonrohre überprüfen und ggf. austauschen lassen. Tonrohre gehen im Laufe der Zeit schon einmal in die Brüche, verschieben sich oder haben Wurzeleinwüchse; auch Gusseisen kann sich im Laufe der Zeit zu Rost pulverisieren.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Hallo



Danke nochmal für die ganzen antworten.Ich (weiblich net männlich) habe noch mal 3 Fotos in mein Profil geladen.Einmal einen Grundriss vom Keller um zu zeigen wie die alten Tonrohre verlaufen und 2 mal die rohre selber.

viele liebe grüße aus Morschen



nasser Keller



Auf der Skizze ist eine Kellertreppe zu sehen.
Ist die überdacht bzw. wie wird sie entwässert?
Dann springt die Garage hinten zum Garten hin vor die Gebäudefront. Fällt das Gelände hier zum Haus/zur Garage in?

Viele Grüße





Möglicherweise hat der neuere Teil des Keller keinerlei Abdichtung, das ist für diese Bauzeit nicht sonderlich ungewöhnlich, in den 50er Jahre waren Baumaterialien knapp.

Grüße aus Schönebeck



Die Kellertreppe....



...ist überdacht von der Garage und hat am Boden einen ablauf.Der ablauf geht in den vorderen Keller zu noch einem ablauf und dann zum Regenrohr nach draußen.
Hinter dem Haus ist ein Gefälle von der Garage zum Haus.Der Fußboden der Garage ist in ca.1m höhe (kann auch mehr sein hab ich noch nicht gemessen) vom Fußboden des Kellers.Am Boden des gefälles haben wir schon eine Rinne eingebaut damit uns bei regen nicht das wasser auch noch zur nicht mehr vorhandenen Kellertreppe reinläuft.



Sperre..



ist im Mauerwerk drin.





Die Pappe (ungewöhnliche Höhenlage) verhindert nur das aufsteigen von Feuchtigkeit.
Wenn wie bei Ihnen Wasser eindringt geschieht das quer durch die Wand entweder über, oder unter der Horizontalsperre.
Auf dem Foto sieht man die Reste einer Vertikalabdichtung aus den 60er Jahren.

Grüße aus Schönebeck

[pubimg 20562]



Nasser Keller



Sind Sie sich wirklich sicher, das Ihre Dachenwässerung samt Grundleitungen richtig funktioniert?
Der temporäre Zusammenhang zwischen nassem Keller und Regenereignissen sollte Ihnen zu denken geben.
Ihre Kellerentwässerung kann auch umgekehrt funktionieren, also Wasser IN der Keller schaffen.

Viele Grüße