Umbau Keller wie soll es weiter gehen

08.07.2009



Hallo,

ich bin dabei ein ehemaliges Geschäftshaus umzubauen.
Nun will ich den Keller gerne als Wohnraum nutzbar machen.

Das Haus steht auf und ist nun schon min. 20cm in Sandstein eingelassen. Die Wände im Kellerbereich sind gesetzter Sandstein.
Eine Wand steht komplett im Erdreich, die 2. nur halb und hat 4 große Fenster und die 3.Wand steht frei.
Durch die Sandsteinmauern ist der Kellerbreich nur als Lager nutzbar. Da ich den hellen Keller aber gern als Wohnraum nutzen möchte, habe ich jetzt begonnen ihn auszubauen.
Der Boden (massiver Sandstein) wurd mit Sand etwas glatt gemacht und mit einer Folie und Vorbeton versiegelt. Nun kommt die eigentliche Vertikalsperre (Dachpappe). Vor die Sandsteinwände möchte ich eine Vorwand setzten (aus Poroton). Der Abstand wird ca. 5cm sein, da der Sandstein nicht eben ist.
Nun meine Frage. Welche Erfahrungen habt Ihr mit solchen Vorwänden? Mit wieviel Feuchtigkeit ist hinter so einer Wand zu rechnen? Ist einen Drainage sinnvoll?
Sollte die Wand hinterlüftet sein? Wenn ja eher von innen oder von außen?
Ist eine Horizontalsperre und oder eine Vertikalsperre am untersten Stein von der Wand sinnvoll?

Die Wände sollen mit einer Wandheizung und Lehmputz versehen werden.

Dank im voraus für die Antworten!

MfG
Sebastian





Hallo Sebastian,

sehen deine Kellerwände in etwa so aus wie auf dem Bild?

Das Bild stammt aus dem Keller einer vor 5 Jahren sanierten Schule. Die Kellerräume werden als Klassenzimmer genutzt. Bis heute gibt es keine Probleme mit Feuchtigkeit, Schimmel usw.


Ich bin gerne bereit dir weitere Informationen über die Vorgehensweise bei der Sanierung zu geben.

Da so eine Sanierung jedoch sehr umfangreich ist und es einfach den Rahmen dieses Forums sprengen würde, schlage ich dir vor, dass du mich über meine im Forum hinterlegte E-Mail Adresse kontaktierst.


Gruß
Dieter



hier mit Bildern



Hallo Dieter,
Nein, so sehen die Wände nicht aus. Sie sind nicht gemauert sondern nur aus Sandstein gesetzt.
Ich finde, die vorgehensweise sollte schon in das Forum, da das Wissen auch anderen Usern zugute kommen sollte.
Ich habe schon recht lange gesucht nur leider nur sehr wenig Infos bezüglich dem Thema "Keller trockenlegen bzw. Nutzbar machen per Vorwand" gefunden.
Der Sandstein ist inzwischen innen und außen wieder freigelegt und kann "atmen".





Hallo Sebastian,

die Vorgehensweise bei einer Kellerinstandsetzung bzw. Umnutzung als Wohnraum bedingt eine ausführliche Voruntersuchung zur Festlegung des Ist-Zustandes.

Bei der erwähnten Schule umfasste diese Voruntersuchung, bei 200 m² Wandfläche, rund 300 Seiten.

Das Problem hierbei ist, dass so eine Voruntersuchung und die erarbeiteten Grundlagen für die Instandsetzung, nich prinzipill 1:1 für andere Gebäude übernommen werden können.

Grundsätzlich sollte man sich bei den Sanierungsarbeiten bzw. Ausführungen nach den WTA-Merkblättern richten und anschließend einen namhaften Materiallieferanten mit ins Boot holen.

Bei komplizierten Ausführungen sollte man auf das Fachpersonal des Materiallieferanten zurückgreifen.

Eine erfolgreiche Sanierung die über jahrzehnte funktioniert, bedingt immer:

1. Lückenlose Voruntersuchungen
2. Lückenlose Überwachung bei der Ausführung

und für all dies brauch man ein umfangreiches Fachwissen.

Eine Sanierung kann nie standartisiert werden.

Gruß
Dieter



Umbau Keller



Hallo Dieter,

sicher ist der Rat eines Fachmannes sehr wichtig. Ob dies nach den WTA-Merkblättern geschehen sollte oder auf der Basis von jahrelanger Erfahrung ist unbestritten.
Es ist nicht so, dass ich keinen Fachmann gefragt habe. Ich bin da in sehr guter Hand.
Trotzdem möchte ich auch andere Meinungen gerne hören und evtl. umsetzen.
In diesem Forum habe ich bereits sehr interesante Beiträge gelesen und nun hoffe ich eben darauf, dass mir zu meinen Fragen auch ein paar Ideen geliefert werden.

Da habe ich heute noch von der Möglichkeit erfahren hinter der Vorwand Perlite zu füllen. Geht das oder ist das ne Schnapsidee?

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

MfG
Sebastian