Altbau ohne Keller mit feuchten Wänden in Nähe eines Baches.

17.08.2008



Liebe Leut, die Überschrift sagt ja schon was aus...

Meine Frau und ich haben uns in ein Haus verliebt, welches zum Verkauf steht.
Hier die Details: Baujahr etwa 1900,ohne Keller, kein Fachwerk, mit teils massiven großen Granitsteinen, verputzt, vor etwa 15 Jahren liebevollst saniert und mit einem neuen Dachgeschoss versehen. Das Haus wurde die letzten 3 Jahre nicht genutzt und auch nicht geheizt.
Etwa 3 Meter entfernt verläuft ein kleiner Bach, das Grundstück ist eben und stark verwachsen.

An den Unterkanten der Außenwände bildet sich Feuchtigkeit, der Putz klingt hohl und bröckelt ab. An einigen Innenseiten dieser Ausßenwände an den Unterkanten (am Übergang zum Dielenboden) ebenso.

Nun meine Frage: Ist es schlüssig und stimmig, wenn der Eigentümer beteuert, dass das mit der Kondensationsfeuchte der in der Mauer befindlichen massiven Steine zu tun hat? Es müsse nur ausgebessert werden, und wenn erst wieder Menschen darin wohnen,heizen und lüften, käme das nicht wieder...!

Hat der Bach was damit zu tun? Muss man auf etwas besonders achten? Was muss bei der Sanierung gemacht worden sein, damit es fachmännisch und richtig gewesen ist?

Freu mich auf die Antworten und Hilfen...





ja die Aussage des Verkäufers ist schlüssig.
Granitsteine besitzen kein kapillares Saugverhalten, lediglich die Fugen sind hier in der lage Feuchtigkeit zu transportieren, ergo, Kondensationsfeuchte und im Außenbereich des Sockels offenbar ein falscher Putz.

Ich hätte ein WDVS aufbringen lassen, wenn schon außen neu geputzt wird.

gruß jens



@ Jens



Meinst Du nicht, daß Putzablösungen INNEN nach 3 Jahren Nichtheizen recht heftig sind? Kondensfeuchte fällt mit Sicherheit an, aber mit solch gravierenden Folgen?

Bei dickeren Bruchsteinwänden ist nicht auszuschließen, daß in der Mauermitte allerlei Gekrümel und Putzreste versenkt wurden, und deshalb in diesem Bereich die Kapillarität eine Rolle spielen kann.

Wenn der Innenputz so geschädigt ist, stellt sich mir die Frage nach dem Zustand hölzerner Bauteile. Und dann eine Sanierung vor 15 Jahren...

Hier würde ich weiter ausholen, und einen erfahrenen Sachverständigen aus der Region hinzuziehen, damit Sie guten Gewissens kaufen können.

Grüße

Thomas



nochmal ich zum Thema oben...



Also, danke erstmal,

Holz ist gar keines in der Wand, ist kein Fachwerkhaus. Und ja, mitm Sachverständigen gehe ich eh noch durch. Werde berichten und evtl noch ein Paar Photos einstellen.

Cheers



Hallo nochmal,



ich meinte damit (Holz) auch nicht den Wandaufbau.

Mir geht es um Balken und Balkenauflager, andere Lagerhölzer, Dielung. Nicht nur Kondenswasser, auch ständig hohe Luftfeuchten können zu Schäden führen.

Grüße

Thomas





@Thomas
ich bin hier lediglich auf die Frage zur Kondensationsfeuchte eingestiegen und kenn genauso viele Details wie du. Das sich Putz auf Granitsteinen nach relativ kurzerzeit schalenförmig verabschiedet ist nichts seltenes wenn der Zementvorspritzer fehlt.

gruß jens



@ Jens



In dieser Hinsicht vertraue ich ganz auf Deine Kenntnisse. Für Putz und Zement habe ich kein Gefühl (wird vom Holz blockiert:-)

Mich hat nur der kurze Zeitraum gewundert. Vielleicht gab's ja auch innen Frost im kondenswasserfeuchten Putz?

Grüße

Thomas





@Thomas
Frost kommt natürlich noch dazu, siehst du schon richtig.

gruß jens



dazu



habe morgen Mittag nochmal ausgiebig Zeit, das ganze zu begutachten und habe auch schon meinen "Sachverständigen" mit. Dann weiß ich hoffentlich mehr und werde Euch berichten.

Gruß derweil aus Oberösterreich.



Kondensfeuchte



Hallo zbobo,

Kondensfeuchte entsteht wenn das Bauteil bereits mit Wasser benetzt ist und die Bauteiltemperatur auf ca. 10 °C gesenkt hat, dann an ihm warme Luft abkühlt und auf deren Oberfläche kondensiert weil die das gespeicherte Wasser nicht mehr halten kann. Ihr Eigentümer ist also im Unrecht, auch der Bach hat nur bedingt damit zu tun. Der Boden um das Gebäude ist ständig feucht, auf Grund einer defektem Kapillarwassersperre kriecht Feuchtigkeit über die Kapillaren des Mörtels in höhere Wandbereiche auf und verursacht die Schäden. Bitte lesen Sie zur eigenen Information folgende Infomappe:

http://www.porofin.de/POROFIN_INFOMAPPE_PMD.PDF

Viel Vergnügen bei der Lektüre, gerne stehe ich Ihnen bei Rückfragen zur Verfügung. Meine Daten finden Sie auf der letzten Seite der Infomappe.

MfG, Ralf



Kondensfeuchte



sicher aber können zusätzlich auch noch andere Faktoren mit verantwortlich sein. Schau Dir die Infomappe an dann wirst Du das Problem vielleicht selbst herausbekommen.

Übrigens, auf der Rückseite der Wand oben sieht es so aus.





ich hatte mir eigentlich vorgenommen mich zurückzuhalten wenn sie Herr Rupnow sich äußern. Sicher wird mir das auch noch gelingen. Im Augenblick ist es aber noch nicht so weit. Daher kurz folgendes.

Kondensatiosfeuchte-,Ausfall kann nicht mit 10° oder darunter oder irgendwo dort angegeben werden. Solche aussagen sind schlicht Unsinn!
Der Taupunkt bei dem es zu Kondensatausfall an einem Bauteil kommt ist abhängig von der Bauteiltemperatur, der Lufttemperatur der Umgebungluft sowie des darin gebundene Feuchteanteils. Und das Bauteil muß vorher auch nicht schon feucht sein(wie kann sonst Kondensatfeuchte auf Stahl oder einer Bierfläsche entstehen?!). Es handelt sich also um einen Flexiblen wert!
Bedauerlicherweise hat hier die Hydrochemie Lücken in Ihrem Argumentationstext/ Verkaufsblättern, so das sie etwas im Regen stehen.
Also, wie schonmal geschrieben, mein Tipp an sie, füllen sie diese Lücken mit etwas Fachlektüre.

gruß jens



Wärmeleiter



Herr Schröters,

wenn Sie meine vergangenen Beiträge richtig gelesen haben sprach ich mal von guten und schlechten Wärmeleitern.

Guter Wärmeleiter: Wasser, Stahl, Stein
Schlechter Wärmeleiter: Luft oder Gase

der Zusammenhang sollte auch für zu finden sein. Ich bestreite Ihre Beschreibung zur Luftemperatur etc. überhaupt nicht, meinen vergangenen Einlassungen sollten Sie das auch entnommen haben.

Im übrigen habe ich ein veranschaulisches Beispiel beschrieben welches absolut realistisch ist und vom Fragesteller nachvollziehbar.

Auch ich möchte mich gerne zurückhalten wenn ich Ihre nach meiner Meinung weit abschweifenden und unsachlichen Beiträge lese. Eröffnen Sie doch ein eigenes Forum: Schröters Welt oder so, diese Unsachlichkeit verwirrt den Forumsteilnehmer mehr als das diese den Fragesteller hilft. Und was wissen Sie von Lücken der Hydro Chemie, passen Sie bloß auf das Sie mit den hier geäußerten Unsinn nicht böse auf die Nase fallen.

Schönen Sonntag noch.



@zbobo



Sollten Sie RaDiRu's bisherige Beitäge verfolgt haben, erübrigt sich mein Kommentar, ansonsten:

Da sie ja einen Sachverständigen in Hinterhand haben, kommen Sie ja sicher ohne oberpenetrante Einproduktberatung durch das Leben.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas





Hallo zbobo,

lassen Sie sich bitte nicht von diesen unsinnigen Kommentaren beeinflussen. Diese Herrn bemühen sich stetig Forenschreiber die nicht Ihrer Meinung sind zu defamieren und zu verunglimpfen. Profilneurotiker, die versuchen auf Kosten anderer eine Art Befriedigung zu finden.

MfG, Rupnow