Isolation Keller

05.06.2008



Die Aussenwände meines Kellers sind betoniert. Aufgrund der Temperaturunterschiede(Innen/Aussen)habe ich vor allem im Winter/Frühjahr Probleme mit der Luftfeuchtigkeit, bzw. mit Kondenswasser. Deshalb möchte ich die Wände innen isolieren, um ein angenehmeres Raumklima zu erreichen. Welche Art der Isolierung wird empfohlen.



Kellerausbau



Wie wird denn Ihr Keller genutzt, wie wird er belüftet
(Fenstergröße)?
Haben Sie als Innenfläche nur den nackten Beton oder einen Putz?
Ist der Keller als weiße Wanne ausgebildet?

Viele Grüße



Innenisolierung Kellerwand



Der Bereich des Kellers (Nordostseite, 6m x 4m plus Nasszelle) soll als Zimmer für Gäste bzw. Aufenthaltsraum für die Kinder, also als Wohnraum genutzt werden.
Der Raum hat einen Zugang von Aussen und 4 Fenster (100x50).
Inzwischen lüfte ich nur noch, wenn die Aussen- und Innentemperatur nur gerinfügig abweichen.
Die Wandverkleidung habe ich entfernt und somit wieder den nackten Beton vor mir.

lg



Aufenthaltsraum im Keller



Die Entscheidung, wie der Ausbau erfolgt, hängt von der Nutzung und Ihrem finanziellen Spielraum ab.
Zur Nutzung:
Ein Gästezimmer würde nur temporär genutzt werden, daher ist die Feuchtebelastung eher gering.
Hier würde ein Anstrich bzw. ein Verputz auf Kalkbasis ausreichen, wenn Sie eine Heizung in dem Raum installieren. Einen halben, besser einen ganzen Tag bevor der Raum im (Winter) genutzt wird, den Raum durchheizen und so die Wände temperieren. Das Mehr an Heizenergie dafür ist zu verschmerzen.
Bei ständiger Nutzung (Kinderzimmer) entweder mehr heizen, (die wahrscheinlich nicht gedämmten Wände verbrauchen etwas mehr Heizenergie im Winter) oder eine Innendämmung, z.B. aus Mineralschaumplatten, anbringen.
Ob sich das aber über die Energieeinsparung rechnet, bezweifle ich.
Wichtig ist ein anständiges Heizungs- und Lüftungsregime, um Kondenswasserbildung zu vermeiden. Und dazu sind die Voraussetzungen mit der vorhandenen Fensterfläche gegeben, was noch fehlt, ist eine anständige Heizung.

Viele Grüße





Hallo Herr Hoffmann,

vernünftig Lüften und nicht zu sparsam Heizen - so wie es schon Herr Böttcher geschrieben hat - wird bei Ihnen zum Erfolg führen. Ein Verputz auf Kalkbasis und der dazu verträgliche Anstrich wird die Kondensfeuchte wohl beseitigen.
Von einer Innenraumdämmung im Keller würde ich auf alle Fälle absehen, da ist einfach nicht zu kontrollieren, was dahinter passiert.
Wenn etwas gedämmt werden soll, dann sollte das ausschließlich von außen geschehen. Ein einzelner gedämmter Raum im Keller mit umliegenden ungedämmten wird einen Feuchteausfall in einem anderen Bereich provozieren.
Mineralschaumplatten kenne ich eigentlich nur für die Verwendung im Außenbereich.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer