Reihenhauskeller - Außendämmung

31.03.2005



Wir haben ein reihenhaus und sanieren dies gerade.
Die Reihenhausanlage steht am Gipfel eines flachen Hügels.

Manche Häuser haben nach langem Regen oder jetzt in der Schneeschmelze Wasser im Keller (stehen Pfützen)

Bei uns ist dies nicht der Fall. Trotzdem sind die Kelleraußenwände immer wieder etwas feucht.

Eine besonders strak betroffene Ecke konnten wir dank Sanierung des Regenabflußrohres bereits trocken legen, aber die hangseitige Mauer wird anders druchfeuchtet.

Wir nehmen stark an, dass der Hauptteil einfach durch das durchfeuchtete Erdreich in die Mauer gelangt.
Nun wollen wir den Keller zwar nicht ausbauen (zu nieder), trotzdem wäre ein trockener Keller nicht schlecht. Da auch die Kellerdecke sehr schlecht isoliert ist, wünschen wir uns einen wärmeren Keller.

Dazu wollen wir einen Kieskoffer machen, und eine Drainage, damit mal das Erdreich nicht mehr die Kellerwand mit Wasser versorgen kann.
Als weitere maßnahme würden wir gerne die Kellerwand außen etwas wärmeisolieren.
Nun will uns der Baumeister einreden, dass wir die Kellerwand einfach mit Bitumen Abdichten und eine Isolierung aufbringen.

Nun stellt sich für uns aber folgende frage: Das Fundament ist eine einzige katastrophe. Das ganze haus eigentlich. Es wurde in den 50ern gebaut...
Nun können wir nicht ausschließen, dass von unten das Wasser irgendwann mal (besonders starker langanhaltender regen) in die Mauer eindringt.
Ansich kein problem, nur wenn wir die Außenwand vollkommen dicht machen, dann reduziert sich doch gleichzeitig die Fläche, wo das Wasser verdamppfen kann. Alles muss sich in den Keller rein austrocknen.

Daher wollen wir keine dampfsperrende Bitumenschicht an der Kelleraußenwand. Die Mauer soll sich jederzeit in den Kieskoffer hin austrocknen können.

Wie können wir nun aber die Kellerwand außen trotzdem wärmedämmen? Welche materialien ermöglichen dies, oder ist dies sowieso alles humbug, und wir sollten keine Wärmedämmung anbringen, oder Bitumen drauf, geht schon..
oder wozu einen Kieskoffer?



Aus welchem Stein material sind die Kelleraußenwände?



Bevor ich einen Vorschlag machen kann, ist es wichtig zu wissen, aus welchem Baustoff-und wie dick- die Kellerwände erstellt wurden.
mfg
Klaus Schillberg



wandaufbau



25cm beton. Ortbeton, die schalungsabrücke sind noch deutlich zu sehen.



Drückendes Hangwasser?



soweit ich das ganze Problem aus Ihrer Bescheibungs-Ferne verstehe, haben Sie drückendes Hangwasser als Hauptproblem.Meineserachtens müßte erstaml dieses Problem gelöst werden.Dabei greift die ganze "Diffusions-Esoterische Betrachtungsweise" nicht.Die Wände -evtl. auch der Kellerboden-müssen von außen abgedichtet werden. In den Kieskoffer müßten mehrere (2-3) übereinanderliegende ,halboffene Drainagen gelegt werden. Wahrscheinlich haben die 50iger-Jahre-Handwerker auch noch die Hohlkehle vergessen.
Mein Tip: Geben Sie die gesamte Aktion in die Hände von erfahrenen Baufachleuten vor Ort.
herzliche Grüße
Klaus Schillberg, www.texbis.de



immer wieder etwas Feucht?



es wäre doch gut zu wissen, wie groß das Problem wirklich ist.
Ein 50er Jahre betonkeller - hier ist es gut möglich, dass die Kellerwand von außen gar nicht verschalt wurde sondern direkt gegen das senkrecht abgestochene Erdreich betoniert wurde. Bei uns im Rheinland war das üblich. Von außen wurde der Keller gar nicht abgedichtet und was eine Hohlkehle ist wußte damals noch keiner. Nun hatte diese Art zu arbeiten damals einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil. Das Erdreich um das Gebäude blieb ungestört, so dass bei unseren Bodenverhältnissen nur so viel wasser versickerte, wie auch gleichzeitig in den unteren Schichten weiter versickern konnte. Es kommt nicht zu einem kurzzeitigen Wasserstau vor der Kellerwand.
Wird nun ein Keller von aussen aufgegraben, entsteht eine Baugrube, die mit Kies aufgefüllt werden muss. Sie wirkt auf die Umgebung wie ein Trichter, da der Boden in der Baugrube wesendlich Wasserdurchlässiger ist als die Umgebung. Diese Wassermengen, die vorher gar nicht da waren, müssen dann natürlich mit einer Drainage abgeleitet werden.
Nun hilft das natürlich alles noch nicht wirklich weiter:
- Erkunden, ob der Keller direkt ins Erdreich betoniert wurde.
- Ist das der Fall, könnte man versuchen das Oberflächenwasser in einem angemessenen Abstand vom Haus durch eine Drainage am Haus vorbei zu leiten.
- Bei den Überlegungen spielt es natürlich immer eine Rolle was ihre Aussage "etwas feucht" tatsächlich aussagt.
- Der Keller eines 50er Jahre Hauses war immer "nur" ein Keller und in den seltensten Fällen staubtrocken.
- Verabschieden sie sich von der Vorstellung, dass eine äußere Dämmung der Kellerwände für den Erdgeschossfußboden eine spürbare Verbesserung bringt.
- Ist die Feuchtigkeit groß, kommt man nicht umhin den Kellerauszugraben. Dann ist allerdings eine äußere Bitumenabdichtung und eine DIN-gerechte Drainage unumgäglich.

Manchmal ist es besser Dinge so zu belassen, wie sie ursprünglich gebaut wurden, weil man sich manchmal durch Baumassnahmen mehr Probleme schaffen als lösen kann.
Ich rate ihnen sich einen Planer vor Ort zu suchen um mit diesem zuerst einmal festzustellen, wie groß das Problem tatsächlich ist.





vielen herzlichen dank für die anregungen!

wohnkeller solls eh ned werden, einfach nur trocken, dass reicht.

Erdreich aufmachen und trichterwirkung: ja daran hab ich natürlich auch gedacht, aber als meine eltern noch drinnen gewohnt haben, stieg das wasser zumindest einmal bis ins eg. Jetzt sanieren wir, dämmen, nehmen recht viel geld für die bruchbude in die hand, und wären halt gerne auf der sicheren seite.

Hangwasser: ja klar, das ist unser problem, das abfließende Regenwasser wird eine zeit lang gegen die mauer gedrückt.

andere häuser machten den fehler, dass sie in den kellerboden einen abluß montiert haben, durch den es nun erst recht das wasser rein drückt.

Ich nehme daher an, dass wir ein paar zentimeter im wasser stehen, dann und wann halt (frühjahr insbesondere).

Die frage ist ja auch, wie wir mit den drainagen ums haus kommen, Wir haben ja ein mittelhaus. Ringförmig können wir nix einbauen?

@fachleute: vor ort sind nur zwei betriebe. und beide sind leider sehr sehr lahm.... der eine hat die häuser gebaut (der opa wars) der andere ist recht desinteressiert an der sache.

naja, mal schauen.



Neutral



ich würde nicht direkt an einen Bauunternehmer gehen, sondern mit einer neutrale Person die Angelegenheit abklären.