Feuchte Kellerwände durch Grundwaser

24.09.2009


Hallo,
ich habe ein ca. 100 Jahre altes Haus und einen feuchten Keller. Ich habe bereits ein 60x60 cm Loch für eine Tauchpumpe gegen das Grundwasser gegraben (Haus steht 30m von einem Fluss weg). Der Keller ist komplett im Erdreich, es gibt nur ein Fenster wo man durch einen kleinen Schacht nach oben raus schauen kann (wie wahrscheinlich die meißten Keller haben, ist übrigens immer offen!).
Wasser steht nicht mehr in Keller. Hat sich mit der Tauchpumpe erledigt und das schon seit einigen Jahren. Nur "saugen" die Wände immer noch das Wasser nach oben. Putz ist schon großflächig abgefallen und das Mauerwerk selbst wird auch schon in mitleidenschaft gezogen.
Von außen komme ich leider nicht mehr an die Wände, da wie schon erwähnt das Haus sehr alt ist und sehr viel angebaut wurde (Terasse, Wintergarten, Anbau...).
Was gibt es für Möglichkeiten die Wände von Innen trocken zu legen?? Ich habe gehört das man die Wände von Innen mit Schweißbahnen verkleben könnte. Aber das löst ja nicht das Problem der kaputtgehenden Ziegel durch das aufsteigende Wasser. Es ist nur aus meinem Blickfeld.

Mit freundlichen Grüßen





Hallo,

ich fürchte, daß da gar nichts geht.
Gutes Lüften könnte gerade noch verhindern, daß das Wasser in den Wänden stehen bleibt.
Ansonsten haben Sie eine "Grundwassersenke" geschaffen, die immerhin erlaubt, ohne Taucherbrille den keller zu betreten. Ist doch auch schon was....................

Grüße vom Niederrhein



Geht nicht…



… gibt’s nicht.

Auch einen solchen Keller kann man nachhaltig trocken bekommen, auch von innen. Allerdings wird sich Ihr Verlangen, diesen Keller so trocken zu bekommen, nach einem Blick auf die vorrausichtlichen Kosten schnell relativieren.



Keller trocknen



@zahn der zeit

mit was und wie würden sie den keller denn trocken bekommen wollen??
lg . peter schneider



Moin Rico,



du kannst dir natürlich so für 300-400€ einen halbwegs brauchbaren Entfeuchter kaufen, ca. 1€ / Tag Strom zahlen, und zweimal am Tag den Kanister ausleeren....nur ändern tust du damit nix.
Ich kann mir andererseits nicht vorstellen, dass die vor hundert Jahren ein Haus in die Matsche gebaut haben, so aus Spaß. Also hat sich dort was gravierend verändert. Frag doch erstmal beim Wasserwirtschaftsamt nach oder such dir einen ortskundigen Geologen, damit du dir über die basics im klaren bist.
Plan B: Pflanz dir "Säufer" wie Bambus oder Weide ums Haus, dann kommen schonmal etliche Liter von der Wand wech.
Kaputte Wasser- und Abwasserleitungen hast du denk' ich schon abgeklärt...?! Es muss nicht immer der Fluss sein...

Gruss in'n Norden, Boris

Apropos: Elbe, Bille, Alster, Este...?





Ich setze jetzt mal das störungsfreie weiter funktionieren der Pumpe voraus,
also den Lastfall „Bodenfeuchte/ nicht stauendes Sickerwasser“

Mit Schweißbahnen ist eine Möglichkeit eine Innenabdichtung herzustellen, technologisch allerdings schwer auszuführen.
Mittlerweile hält der Markt PUR- Gießschaumharze bereit die hinter eine Vorsatzschale gegossen werden.
Die Vorsatzschale kann gemauert oder auch mit HWL Platten geschalt werden. Die HWL Platten verbleiben dann nach dem aushärten des Harzes vor der Wand und können z.B. verputzt werden.
Die Harze sind geschlossenzellig und somit auch Wärme- und Schalldämmend.
Wichtig bei allen Innenabdichtungen sind:
1. die funktionellen Horizontalsperren. Diese sollten dann in der Höhe des äußeren Geländes eingebracht werden (um auch den Sockel ansehnlich zu bekommen)
2. die senkrechte Abdichtung zu den nach innen abgehenden Wänden.

Soll der Boden auch abgedichtet werden muss dies natürlich vorher geschehen um die Anschlüsse zum aufgehenden Mauerwerk der Außenwände dicht ausführen zu können. An den Innenwänden sind dann Horizontalsperren in der höhe der Bodenabdichtung, an diese anzubinden.

Aber wie gesagt… wenn Geld keine Rolle spielt.

Eine weitere Möglichkeit sind Vergelungen.



Diese HWL-Platten hören



sich gut an. Aber ist das nicht auch wieder, das eigentliche Problem ist aus dem Blick???
Meine Wände sind ja mit Wasser vollgesogen. Wenn ich diese Platte davor setze ziehen diese das Wasser ja immer noch hoch!! So stell ich mir das jedenfalls vor.

Die Pumpe läuft tadellos. Und wegen Rückschlagventil ist auch keine stehendes Wasser da.
Es ist übrigens die Dove Elbe.

Über diese Gießschaumharze werde ich mich mal informieren.

Vielen Dank schon mal für die ganzen Antworten!!!

Grüße





Die Abdichtung stellt ja das Harz hinter der Schale dar. Das heißt, das das Mauerwerk das sich im erdberührtem Bereich befindet nass bleibt, wie das Fundament des Hauses.
Natürlich entscheidet die ordentliche Ausführung der Arbeiten ganz besonders an den Übergängen wie Boden, Hz-Sperren und abgehenden Innenwänden über den Erfolg der Maßnahme.