Keller trocken legen

12.02.2006



Hallo,
ich bewohne ein Haus, das zu 2/3 unterkellert ist. Der Kellerboden ist ca. 1 m unterhalb der Erdoberfläche.
Die Grundmauern und die Außenwände bis ca. 1/2 m oberhalb des Erdreiches sind aus Granitstein.

Auf dem Boden des Kellers sind lediglich rote Steine gelegt.
Diese sind durch die Feuchtigkeit mit einer schwarzen Pilzschicht überzogen.

Von den Fundamenten bis oberhalt des Erdreiches wurden die Wände vor ca. 10-15 Jahren mit Bitumen beschrichen (natürlich nur der unterkellerte Teil).

Seit Anfang des Jahres betreibe ich im Keller einen Luftentfuchter, der der Luft pro Tag ca. 5 l Wasser entzieht. Die Kellerfläche ist ca. 50 qm.

Vor einigen Jahren wurde der Keller durch Hochwasser ca. 1m überflutet. Der Grund war, dass ein kleiner Graben durch starke Regenfälle überlief, da das Wasser nicht ablaufen konnte.
Durch Bau-Maßnamen der Stadt (Stichkanäle zum Fluß, Pumpwerk usw.) wurden die Gefahren einer zukünftigen Überflugung gebannt.

Da der Keller sehr niedrig ist dachte ich mir diesen tiefer zu legen, die Grundmauern abschnittsweise (jeweils ca. 50cm) zu untergraben und Beton darunter zu gießen (evtl. mit Wassersperre).
Den Kellerboden möchte ich auch mit Beton ausgießen.

Nun habe ich den Keller an einer Stelle ca. 40 cm aufgegraben. Das Grundwasser schwankt stark.
Erst waren nach einigen Tagen 3 cm Wasser in der Grube, danach war das Wasser wieder verschwunden und momentan stehen 10 cm Wasser darin.

Seitdem ich den Wasserentfeuchter habe riecht der Keller nicht mehr muffig und die Wänder fühlen sich trocken an.

Nun meine Frage:
Machen die von mir angedachten Sanierungsmaßnamen Sinn?
Oder wären andere Maßnamen sinnvoller?
Welche Materialien muß ich verwenden und was muß ich dabei beachen?

Jürgen P.



das hoch stehende Grundwasser ist evtl. ein Problem,



das man nicht unterschätzen sollte. Ich würde vor Ausführung der Tieferlegungsarbeiten den Grundwasserspiegel genauer beobachten und ggfalls den Kellerboden nicht 50 sondern nur 35-40cm tieferlegen. Die von Ihnen geschilderte Art der Fundamenunterfanung ist so okay. Einen Betonboden würde ich keinesfalls empfehlen,da dann das Wasser in die Außenwand gedrückt wird. Besser wäre ein Schotterbett als kapillar brechende Schicht,darauf als Bodenbelag z.B. NF-Vollziegelsteine ins Sandbett gelegt.



eine von mehreren Methoden



Dachog. Auch meine Meinung, keine starre Betonplatte einbringen. Könnte durch den Grundwasserdruck zerstört werden. NF-Ziegel in Kiesbett auf Schotter ist i.O. Mfg ut de Oltmark



Wäre Dränage sinnvoll?



Vielen Dank für den Hinweis.
Ich werde den Grundwasserstand in den nächsten Wochen beobachten.
Wäre es sinnvoll ringsherum (innerhalb des Kellers) unterhalb der Grundmauer eine Dränage mit Schacht anzulegen?
Das Wasser könnte dann abgepumpt werden.
Warscheinlich würde das wohl bei viel Regen nicht viel bringen aber Schaden könnte es auch nichts.

Wenn ich Steine direkt in das Kiesbett lege, kann ich darauf eine Isolierung (z.B. Styrodur) und darauf Fliesen legen?

Jürgen P.