Staunässe vor der Aussenwand

10.04.2007



Ja hallo.Mein Name ist Feixi und ich bin extrem neu hier im Forum. Ich habe im Weserbergland vor ca einem halben Jahr ein Haus gekauft , was ca. Bj. 1880 ist. Es hat einen Sandsteinkeller der ca. einen halben Meter aus dem Erdreich ragt. Die Aussenwände sind aus 36er Backsteinmauerwerk und die Innenwände z. T. aus Backstein und Fachwerk/Backstein. Ich habe das Problem das auf der Nordseite sich das Wasser (vermutlich Grundwasser, Schichtenwasser) vor dem Haus staut und dadurch der Keller sehr feucht ist. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen möchte ich auf der Nordseite eine Drainage legen. Kann mir jemand ein par Tips geben ob dies sinnvoll ist, in welcher Tiefe die Drainage am besten liegen sollte und in welcher Entfernung zum Haus????
Gruß Feixi



Ich denke,



dass man das aus der Ferne nur schwer beantworten kann. Ein Fachmannvor Ort sollte hier hinzugezogen werden.



Ist denn der Keller mehrmals überschwemmt oder sind "nur" die Wände feucht?



So einfach mit einer Drainanlage einbauen...ist dies nicht!
Wegen was auch? Wollen Sie das Wasser einleiten?
Ich möchte Ihnen zunächst empfehlen sich mit dem Thema - Drainanlage und Abdichtung - ein wenig mehr zu beschäftigen.
Evtl. hilft auch ein Blick auf die Schriften meiner Homepage ein wenig weiter.



Staunässe vor Außenwand



Hallo Michael,
gut das es das Wörtchen "vermutlich" gibt, sonst würde Dein Keller mit Wasser vollgelaufen sein. Sich aus Grund- bzw. Schichtenwasser aufbauender hydrostatischer Druck würde aus Deinem Keller langsam ein Schwimmbad machen, einen alten Gewölbekeller gegen drückendes Wasser zu dichten ist praktisch nicht machbar.
Ich habe gerade einen Fall abgeschlossen, bei dem es um einen 2 Jahre alten undichten Keller (weiße Wanne)eines Neubaues ging. Es ist erstaunlich, wo überall Wasser eindringen kann, obwohl die Systemhersteller vom Keller und von den Abdichtungssystemen beim Barte des Pr. schworen, da kann nichts durchkommen( das Ding ist jetzt übrigens dicht).
Daher hoffe ich für Dich, das es "nur" druckloses Oberflächenwasser und Bodenfeuchte ist. Eine Dränanlage hilft nur für den speziellen Fall, wenn kurzzeitig Wasser aufstaut. Ihr Einsatz ist sorgfältig zu planen, da sonst im ungünstigen Fall auch eine Verschlechterung eintreten kann, siehe Beitrag E. Bromm.
Daher rate ich Dir, allein und ohne fachliche Beratung keine Dränung zu bauen.
Oft hilft schon die Fassung und Ableitung des Oberflächenwassers vom Haus weg in Verbindung mit besserer Belüftung zu einem trockenerem Keller. Sich die Grundleitungen der Dachentwässerung anzuschauen kann auch nützlich sein. Einen staubtrockenen Keller solltest Du ohnehin nicht erwarten, dafür sind solche Keller weder gebaut noch ausgelegt worden.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Drainage, Sperrschicht, vertikale Abdichtung und Wandentfeuchtung



Sehr geehrter Herr Feix,

vermutlich handelt es sich um ein Problem mit dem Schichtenwasser. Lösungen mittels einer Drainage können Sie hier im Forum erfahren oder in unseren Beiträgen.

Das an der Oberfläche noch drucklose Wasser baut beim versickern auf dem Weg zum Grundwasser an der Kelleraussenwand eine Wassersäule auf - in Ihrem Fall 0,05 bar im Bereich der Kellersohle.

An der Kellerinnenwand muss dann ein Entfeuchtungsputz aufgetragen werden - dieser ist eine dauerhafte Lösung.

Zwischen der aufgehenden Backsteinwand und dem Sandstein fügen Sie eine horizontale Sperrschicht ein - dann wird das ein gutes Ergebnis. Beide Mauerwerke sind dann dauerhaft geschützt gegen Zerfall durch Salze.

MfG Andrea



Mauertrockenshop



Sie kennen den Keller nicht, haben ihn nie gesehn, aber trotzdem wissen sie haargenau wie man vorgehn muß !
Hellseherin und Zauberin, mehr fällt mir dazu nicht ein !



Frau Cyba, wen denken Sie können Sie solchen Unsinn aufbinden



http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/10360$.cfm
Bei diesem Link handelt es sich um um eine Aufnahme von einen sogenannten Entfeuchtungsputz.
Das Bild spricht für sich.



Staunässe vor Außenwand



Was ich in dem Beitrag unserer verehrten Freundin A.Cyba so niedlich finde, ist Ihre kategorische Analyse der Schadensursache, die in der Feststellung des hydrostatischen Drucks von 0,005 bar gipfelt.
Wie sie das gerechnet hat, würde ich gerne einmal wissen.

Liebe Frau Cyba, wieviel mWs (Meter Wassersäule) sind das eigentlich?
Ihr aktueller Rundumschlag hier im Forum hat bei mir wieder einmal für große Heiterkeit gesorgt.
Einen gewissen Unterhaltungswert kann man hnen nicht absprechen.

Viele Grüße
Georg Böttcher



nicht lesen können vor sehsucht



@all,

nun es steht doch alles oben in der Anfrage!? Was muss man mehr Wissen!


AandC



Staunässe vor der Außenwand



Liebe Frau Cyba,
Ihrer Antwort entnehme ich, das Sie mit Hilfe der Angaben Anfrage die Berechnung des Staudrucks in Höhe der Kellersohle sehr exakt bis auf 1/100-el bar vornehmen konnten.
Ich bitte Sie einfach nur um Unterweisung, wie Sie das gerechnet haben, also Ihren Rechenweg, der Sie zu diesem Ergebnis- 0,05 bar, nicht mehr und nicht weniger- geführt hat.
Ich kann das nicht.
Ich habe meine Frau, die Ingenieur für Wasserbau ist und sich mit Hydrodynamik und Hydrostatik auskennt, gefragt und die kann es mit den Angaben aus der Fragestellung auch nicht.
Und dann bitte ich Sie nochmals im Interesse des Fragestellers und der fachlich nicht so versierten Leser, Ihr Ergebnis von 0,05 bar in mWs, also Meter Wassersäule, umzurechnen.
Darunter kann man sich Ihren ermittelten Druck etwas bildlicher vorstellen.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Staunässe vor der Außenwand



Ja, guten Abend .
Ich möchte mich an dieser Stelle für euer Interesse und eure Antworten bedanken. Ich habe mich dazu entschlossen erst einmal gar nichts zu unternehmen, ausser zu Lüften und abzuwarten.
Vielen Dank noch mal und viel Spaß noch beim Streiten.

Feixi