Feuchteschaden im Keller

01.07.2009 Garten & Kultur



Im Keller einer Gartenkundin gibt es einen Feuchtschaden knapp unterhalb der Decke.
Laut Auskunft eines Fachmanns handelt es sich um von aussen eindringende Feuchtigkeit, die im Inneren zu den Ausblühungen und zum Abplatzen der Farbe führt.
Es wurde eine sündteuere Sanierung/Abdichtung mit einem Polyurethan-Gel (KB-pur-Gel) angeboten.

Die Frage ist nun, ob es auch andere Möglichkeiten gibt, den Schaden zu beheben. Die bauliche Situation ist folgende:
Es handelt sich um die Nordseite des Hauses. Aussen befindet sich eine mit Betonplatten auf Drainageschicht belegte Terrase. Offensichtlich kommt es nicht zum gewünschten und ausreichenden Wasserabzug, so dass im Bereich Haussockel/Terrasse Feuchtigkeit stehen bleibt und in die Mauer einsickert.

Überlegung: die erste Plattenreihe direkt am Haus in Beton Verlegen und wasserundurchlässig verfugen.
Für den Keller einen diffusionsoffenen Anstrich wählen, damit die Mauer langsam austrocknen kann.

Was denken die Profis darüber? Danke für zielführende Antworten!



Situation von aussen



Der Moosbewuchs an der Stufe läßt erkennen, dass hier ein dauerfeuchtes Milieu herrscht. Es handelt sich um die Nordseite und es gibt so gut wie keinen Dachvorsprung!



Nasser Keller



Dieser "Fachmann" scheint das Zeug zu verkaufen, das er hier anpreist, Methode "Rupnow".
Als Erstes würde ich mir das Gefälle der Terrasse ansehen, vermutlich läuft das Wasser zum Haus und nicht weg.
Beide Vorschläge sind erst mal brauchbar, aber das Wasser muß vom Haus weg.
Entweder den Belag aufnehmen und neu im Gefälle in Splitt bzw. Sand legen oder alles raus, Platten neu in Beton mit Gefälle legen und Fugen einschlämmen.

Viele Grüße





Hallo Herr Heitzendorfer,

das von dem "Fachmann" genannte KB-pur-Gel der Firma Köster ist absolut ungeeignet für die Sanierung des Schadens.

Hier wird mal wieder mit Kanonen nach Spatzen geschossen.
Ergebniss: Man trifft das eigene haus.
Fazit: Kolatteralschaden

Der Vorschlag von Herrn Böttcher ist schon der richtige Weg. Ich würde jedoch noch einen zusätzlichen Augenmerk auf den Putzanschluss im erdberührten Bereich werfen.

Die Innenseite reinigen und für längere Zeit (mind. bis zum Frühjahr 2010) trocknen lassen durch fachgerechte und ausreichende Lüftung.

Sollten Sie noch Fragen habe, können Sie mich gerne über die im Forum hinterlegte E-Mail Adresse kontaktieren.


Grüße
Dieter Neff